21. April 2026

VRS-Bilanz 2025: Verkehrsunternehmen erwirtschaften 627 Millionen Euro

800.000 Menschen sind monatlich mit dem Deutschlandticket unterwegs +++ Luftlinientarif eezy.nrw legt stark zu
Junge Frau mit Handy an Stadtbahn-Haltestelle

Köln. Im Frühjahr zieht der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) alljährlich Bilanz zum vergangenen Geschäftsjahr. Mehr als 800.000 Menschen waren 2025 monatlich mit einem Deutschlandticket im VRS-Gebiet mobil. VRS-Geschäftsführer Michael Vogel: „Das Deutschlandticket ist aus dem Nahverkehrskosmos nicht mehr wegzudenken. Daher freue ich mich, dass sich die Bundesregierung zu diesem fahrgastfreundlichen Angebot bekannt und seine Finanzierung zumindest bis Ende 2030 auf verlässliche Beine gestellt hat.“

Weiterhin wird das Deutschlandticket im VRS-Gebiet sehr gut angenommen. Insbesondere der hohe Anteil der Jobtickets mit rund 22 Prozent im Jahr 2025 ist erfreulich. Potenzial für weitere Deutschlandjobtickets sieht der VRS bei den Bediensteten des Landes Nordrhein-Westfalen, sofern die hierfür notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Etliche Kommunen sind aufgrund der unklaren Rechtslage aus dem Deutschlandjobticket ausgestiegen. 

Auskömmlich sind die Einnahmen aus dem Deutschlandticket für die Verkehrsunternehmen nach wie vor nicht. Nur dank der Förderung durch Bund und Länder kann das Deutschlandticket für aktuell 63 Euro angeboten werden. Einen nennenswerten Rückgang der Nutzerzahlen durch die zum 01. Januar dieses Jahres realisierte Preiserhöhung ist im VRS nicht zu beobachten, die Zahl der verkauften Tickets ist nur marginal  zurückgegangen. Michael Vogel stellt klar: „Ein attraktives Ticketangebot allein lädt nicht dauerhaft zum Umsteigen ein. Für einen verlässlichen, stabilen und somit zum Auto konkurrenzfähigen Nahverkehr braucht es mehr: eine Ausweitung der Leistungen und eine bessere Anbindung der ländlichen Gebiete.“

So fällt die Bilanz für das Jahr 2025 aus
In Summe haben die im VRS-Beirat vertretenen Verkehrsunternehmen im Jahr 2025 insgesamt 626,88 Millionen Euro an Ticketeinnahmen im VRS-Tarif erwirtschaftet. Das sind 61,8 Millionen (+11%) mehr als im Jahr 2024 (alle Werte gerundet). Zurückzuführen ist dieser Anstieg neben dem Preisanstieg des Deutschlandtickets zum 01.01.2025 auch auf einen Zuwachs an verkauften Tickets.

Starker Aufwärtstrend bei eezy.nrw im VRS
Neben dem Deutschlandticket und den „konventionellen Ticketangeboten“ ist der elektronische Tarif eezy.nrw ein weiterer Tarifpfeiler im VRS. Im Jahr 2025 wurden mit eezy.nrw im VRS 4,76 Millionen Euro eingenommen. Damit haben sich die Einnahmen im Jahresvergleich beinahe verdoppelt (2024: 2,55 Mio. Euro). Die Zahl der mit der VRS eezy.nrw-App absolvierten Fahrten liegt inzwischen bei 3,68 Millionen Fahrten (Stand Ende 2025), wobei die Zahl der monatlichen Fahrten teils rasant steigt: 2025 kletterte sie um bis zu 28 Prozent im Vergleich zum Vormonat (+7,4 % im Jahresmittel). Im Dezember 2025 erreichte die monatliche Fahrtenzahl beinahe die Viertelmillion (249.292). Der Aufwärtstrend setzt sich im Jahr 2026 fort: Im Januar dieses Jahres wurden rund 260.200 Fahrten unternommen. Eine aktuelle Befragung unter Nutzer*innen der App untermauert diese Entwicklung. Sie ergab hervorragende Zufriedenheitswerte mit dem luftlinienbasierten elektronischen Tarif (weitere Informationen bei Bedarf hier) – unter anderem empfehlen 96 Prozent der Befragten eezy.nrw weiter.

Seit dem 01. Januar 2026 greift zudem landesweit eine Preisgarantie: Der Preis der Fahrt mit eezy.nrw wird dabei auf den Preis des entsprechenden Einzeltickets gedeckelt, sofern eezy.nrw nicht eh die preiswerteste Alternative ist. Auch für die monatliche Nutzung haben die Nutzer*innen Planungssicherheit: Für alle Reisen mit eezy.nrw in der 2. Klasse innerhalb eines Monats fallen nie mehr Kosten an als der aktuelle Preis des Deutschlandtickts (derzeit 63 Euro). 

Mehr Infos zu eezy im VRS gibt es hier.