Köln. Ab dem 6. September 2025 fährt National Express auf mehreren Linien in Nordrhein-Westfalen wieder häufiger. Für Pendelnde und Reisende bedeutet das insbesondere am Abend und an den Wochenenden mehr Fahrten und längere Betriebszeiten. „Die Verbesserung des Fahrplanangebots ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Verlässlichkeit im Alltag unserer Fahrgäste. Unsere umfangreichen Investitionen in Personal, Aus- und Weiterbildung zeigen Wirkung”, erklärt Michael Hetzer, Geschäftsführer (CEO) der National Express Rail GmbH.
Die vergangenen Monate waren für den Bahnverkehr in NRW besonders herausfordernd: Die Zahl an Baustellen hat sich auf den Strecken von National Express seit 2023 nahezu verdoppelt. Umleitungen, Sperrungen und kurzfristige Änderungen im Fahrverlauf belasten den Betrieb nicht nur operativ, sondern auch personell. Gleichzeitig herrscht in der gesamten Branche weiterhin ein Mangel an ausgebildeten Lokführerinnen und Lokführern. Um unter diesen Bedingungen eine verlässliche Mobilität für die Menschen in der Region sicherzustellen, passte National Express das Fahrplanangebot auf einigen Linien zeitweise an. Ziel war es, den vorhandenen Betrieb möglichst stabil zu halten und kurzfristige Zugausfälle zu vermeiden.
Das Unternehmen rekrutierte zudem in den vergangenen anderthalb Jahren intensiv Mitarbeitende, bildete verstärkt aus und schulte das Personal für zusätzliche Strecken – insbesondere für Umleitungsfahrten, wie sie bei Baustellen notwendig werden. Viele dieser neugewonnenen Lokführerinnen und Lokführer sind nun einsatzbereit und unterstützen den täglichen Betrieb spürbar. „Jetzt können wir das Angebot auf vielen Linien wieder erhöhen und somit Stück für Stück zum Regelfahrplan zurückkehren”, so Hetzer.
Hetzer bleibt vorsichtig, aber optimistisch: „Die hohe Anzahl von Baustellen auf unseren Zuglinien wird uns und unseren Fahrgästen weiterhin viel Geduld abverlangen und Nerven kosten. Aber wir arbeiten engagiert daran, das System für unsere Fahrgäste wieder zurück in die Spur zu bringen.”
Die wichtigsten Fahrplananpassungen ab dem 6. September im Überblick:
- RE 4: Fährt am Wochenende und an Feiertagen wieder durchgehend bis Aachen Hbf. Zwischen Aachen Hbf und Düsseldorf Hbf fallen montags bis freitags weiterhin die Verstärkerfahrten zu den Hauptverkehrszeiten aus. Gleiches gilt für die Nachtfahrten zwischen Hagen Hbf und Düsseldorf Hbf in den Nächten Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag.
- RE 6 (RRX): Verkehrt auch nach 21 Uhr wieder nach Regelfahrplan. Zwischen Essen und Dortmund kommt es jedoch aufgrund einer Großbaustelle bis zum 31.10.2025 zu baubedingten Teilausfällen.
- RE 7: Die Betriebszeit verlängert sich bis etwa 22 Uhr. Das Konzept für den Schienenersatzverkehr befindet sich derzeit in der Detailplanung.
- RE 11 (RRX): Zwischen Hamm (Westf) Hbf und Kassel-Wilhelmshöhe verkehrt die Linie planmäßig. Der Abschnitt zwischen Hamm (Westf) Hbf und Düsseldorf Hbf wird hingegen nur sehr eingeschränkt bedient. Bis zum 31.10.2025 kommt es zu baustellenbedingten Teilausfällen zwischen Duisburg Hbf und Dortmund Hbf. Montags bis freitags werden die Züge aus Richtung Düsseldorf bzw. Duisburg bis Oberhausen Hbf verlängert, entfallen jedoch an den Wochenenden.
- RB 48: Am Wochenende wieder durchgängig stündlich bis Bonn-Mehlem. Montags bis freitags enden die Verstärkerzüge zu den Hauptverkehrszeiten weiterhin in Köln Hbf.
Auf www.zuginfo.nrw finden Sie in Meldung 110412 die genauen Fahrplaninformationen der einzelnen oben genannten Linien. Weiterhin informiert dort die Meldung 119990 über die Großbaustelle Essen-Dortmund, die Baustellenfahrpläne sowie Ersatzverkehre der betroffenen Linien.