01.03.2016

Zusätzliche Kapazitäten fürs vareo-Netz: Umgebaute Triebwagen bieten mehr Platz in Hauptverkehrszeiten

Einbau von Mittelteilen erhöht Kapazitäten in neun Fahrzeugen um fast 70 Prozent / Erster verlängerter „LINT“ auf der Eifelstrecke im Einsatz


Köln/Düsseldorf, 1. März 2016. Auf Initiative des Nahverkehrs Rheinland (NVR) erweitert DB Regio NRW die Kapazitäten im Kölner Dieselnetz. Insgesamt neun der 58 Fahrzeuge starken vareo-Flotte werden umgebaut, um das Platzangebot insbesondere auf der Eifelstrecke und der Oberbergischen Bahn sukzessive zu erweitern.

Der erste, vom Fahrzeughersteller Alstom um ein zusätzliches Mittelteil erweiterte LINT-Triebwagen ist beim vareo-Betreiber DB Regio NRW eingetroffen und kommt in der Eifel zum Einsatz. Finanziert werden die Kapazitätserweiterungen durch den NVR, der die im Jahr 2014 einbehaltenen Vertragszahlungen an DB Regio NRW – die sogenannte Pönale –, zugunsten der Kunden ins vareo-Netz reinvestiert.

120 zusätzliche Sitzplätze pro Umbau
Der aufwändige Umbau der neun vormals zweiteiligen Fahrzeuge vom Typ LINT 54 zu dreiteiligen LINT 81 schafft durch das Einfügen eines angetriebenen Mittelteils Raum für jeweils 120 zusätzliche Sitzplätze. Durch eine Verlängerung um 27 Meter erhöhen sich die Kapazitäten in diesen Triebwagen um fast 70 Prozent von 180 auf 300 Plätze. Diese technisch besondere Maßnahme ermöglicht es, in den Hauptverkehrszeiten Doppeleinheiten mit insgesamt 600 Sitzplätzen anstatt bislang 480 Sitzplätzen anzubieten.

Maßnahme für mehr Komfort und Pünktlichkeit
„Mit den angestrebten Kapazitätserweiterungen leisten Besteller und Betreiber der vareo-Linien einen weiteren Beitrag, um die Qualität im Kölner Dieselnetz insbesondere in den pendlerintensiven Hauptverkehrszeiten zu erhöhen. Neben mehr Komfort für unsere Kunden erwarten wir uns durch den schnelleren Fahrgastwechsel auch eine höhere Pünktlichkeit“, so Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH. Anfang 2015 hatte die NVR-Verbandsversammlung die Finanzierung der Umbaumaßnahmen beschlossen, anschließend hatte der Fahrzeughalter DB Regio die Arbeiten beim Hersteller Alstom in Auftrag gegeben.

„Durch diese Maßnahme werden wir den Anforderungen unserer Fahrgäste insbesondere in den hochausgelasteten Tageszeiten besser gerecht. Mit der Ausweitung der ursprünglichen Leistung reagieren wir auf steigende Fahrgastzahlen und erhöhen die Attraktivität unseres Verkehrsangebots weiter“, betont Dirk Helfert, Leiter des Verkehrsbetriebs Rheinland von DB Regio NRW.
In der Vergangenheit kam es in Teilen des stark frequentierten vareo-Netzes oftmals zu Engpässen in den Pendlerstoßzeiten.

Umbaumaßnahmen bis Dezember abgeschlossen
Der Umbau nimmt je Fahrzeug rund sechs Wochen in Anspruch. Bis Dezember werden die Arbeiten an allen neun Triebwagen abgeschlossen sein. Die so erhöhten Kapazitäten kommen zunächst auf den Linien RE 22/RB 22 und RB 24 zwischen Köln, Gerolstein und Trier zum Tragen. Absehbar profitieren auch Fahrgäste auf der RB 25 (Köln – Meinerzhagen) von diesen Kapazitätserweiterungen. Nach Abschluss der Arbeiten stehen den Fahrgästen auf den Linien des Kölner Dieselnetzes dann 49 Fahrzeuge vom Typ Coradia LINT 81 mit jeweils 300 Sitzplätzen und neun LINT 54 mit je 180 Plätzen zur Verfügung.

 

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