23.03.2018

Zukunftsnetz Mobilität NRW unterstützt Kommunen bei kinderfreundlicher Stadtplanung

Positive Effekte auf die Lebensqualität in den Kommunen


Düsseldorf/Köln, 23. März 2018. Der Austausch über die Erfahrungen und Erfolge aus dem Projekt „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ stand im Fokus der 2. Fachtagung, die jetzt in Düsseldorf stattfand. Im Juni 2014 hatte das Zukunftsnetz Mobilität NRW, dessen Geschäftsstelle beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg angesiedelt ist, die Kampagne gestartet. Damals wurden 22 NRW-Kommunen als Projektpartner ausgewählt, in denen das Leitmotto „Was gut für Kinder ist, ist gut für die ganze Gesellschaft“ umgesetzt werden sollte.

Unterstützt durch das Dortmunder Planungsbüro STADTKINDER nutzten die Kommunen die Kampagne, um vor Ort und mit hohem Praxisbezug die eigenständige und sichere Mobilität von Kindern und das freie Spielen im öffentlichen Raum voranzubringen. Bei der 2. Fachtagung tauschten sich diesmal mehr als 100 Vertreter aus Kommunen, Politik, Landesverwaltung, Wissenschaft, Institutionen, Verbänden und Bildungseinrichtungen aus.

Vorgestellt wurden Berichte aus der Praxis und zudem informierten Experten über die Bedeutung des Themas für die gesellschaftliche Entwicklung in Kommunen. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Entscheider und potenzielle Nachahmer, die großes Interesse an dem Thema zeigten und sich von den vielen überzeugenden Praxisberichten aus den teilnehmenden Städte und Gemeinden begeistern ließen.

„In unserer Gemeinde war die Kampagne 'Mehr Freiraum für Kinder' ein großer Erfolg“, sagte Georg Gelhausen, Bürgermeister der Gemeinde Merzenich im Kreis Düren. „Sie brachte die richtigen Menschen miteinander in Kontakt und öffnete so viele Türen.“ Bürgermeister Gelhausen versprach, dass die Belange von Kindern auch nach dem Ende der Kampagne in Merzenich weiterhin bei allen Planungsschritten berücksichtigt werden. Zukünftig werden in Merzenich Belange von Kindern und Jugendlichen in Bebauungsplänen berücksichtigt, Verkehrsstrukturen kinderfreundlich umgestaltet und Kinderanlaufstellen (Jugendtreffs, Spielpätze etc.) besser untereinander vernetzt. Dabei möchte die Gemeinde Kinder und Jugendliche direkt beteiligen.

Örtliche Gegebenheiten spielen eine wichtige Rolle für eine gesunde Entwicklung
Prof. Dr. Peter Höfflin von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg erläuterte, wie wichtig eine sichere und eigenständige Mobilität für die positive Entwicklung von Kindern ist. Gleichzeitig betonte er den damit verbundenen positiven Effekt auf die Lebensqualität in der ganzen Kommune. "Es gibt viele Faktoren bei der kindlichen Entwicklung, an denen wir nur wenig verändern können. Den Raum, die örtlichen Gegebenheiten können wir beeinflussen und verändern. Und die spielen eine entscheidende Rolle bei einer gesunden Entwicklung und beim sozialen Lernen. Es wäre sehr unklug von den Kommunen, dieses Potenzial nicht zu nutzen."

Umso wichtiger war es für alle Anwesenden, dass Ulrich Malburg, Referatsleiter im Ministerium für Verkehr des Landes NRW, auch für die Zukunft in Aussicht stellte: "Die Kampagne 'Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!' hat viele Kommunen erreicht und dafür gesorgt, dass Kinder in der Planung besser berücksichtigt werden. Das Verkehrsministerium wird weiter daran arbeiten, dass Kinder in NRW ein Wohnumfeld mit besten Bedingungen für eine sichere Mobilität haben."

Auf der Website www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de finden Sie Informationen zur Kampagne, zu allen Aktivitäten in den 22 Partnerkommunen und viele Tipps und Ideen, wie Kommunen im Alltag und bei ihrer Planung auf mehr Freiraum für Kinder achten können.

 

Pressekontakt:

Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Benjamin Jeschor
Stellvertretender Pressesprecher
Glockengasse 37-39
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Tel.: 0221/ 20808-471
E-Mail: benjamin.jeschor@vrsinfo.de