22.05.2003

Zugausfälle auf RB 25, 22.05.2003

Taxiregelung als mögliche Lösung für Zugausfälle zwischen Gummersbach und Marienheide diskutiert


Köln. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) will die kundenunfreundlichen Zustände auf der Strecke RB 25 Köln-Gummersbach-Marienheide nicht länger hinnehmen. "Ziel der Ausschreibung dieser Strecke war es, mehr Leistungen und mehr Qualität zu erhalten, aber was die Deutsche Bahn (DB) den Kunden in Gummersbach oder Marienheide derzeit bietet, ist mehr als ernüchternd und nicht akzeptabel.", beschreibt Walter Reinarz, Geschäftsführer des VRS die unhaltbare Situation in punkto Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der RB 25. "Dem Kunden, der pünktlich von A nach B fahren will und mit seinem gekauften Ticket auch einen Anspruch auf diese Leistung hat, nützen die Erklärungsversuche der Bahn nichts. Daher sind Lösungen gefragt, damit die Baumaßnahmen im Bereich der Flughafenschleife Köln-Bonn, die als Ursache für die Verspätungen und Zugausfälle zwischen Gummersbach und Marienheide angeführt werden, nicht immer direkt zum Kollaps auf der Strecke RB 25 führen.", so Reinarz weiter.

VRS fordert Lösungen statt Erklärungen
Ende April 2003 informierte die DB den VRS erstmalig über Zugausfälle zwischen Gummersbach und Marienheide: Züge, die in Gummersbach bereits mit einer zweistelligen Verspätung ankommen, fahren nicht weiter nach Marienheide, sondern direkt zurück nach Köln, um den weiteren Fahrplan einhalten zu können. Der VRS reagierte direkt und unterbreitete der DB Vorschläge, die Abhilfe schaffen sollten, auf die er aber von Seiten der Bahn bis heute keine Antwort erhalten hat. So forderte der VRS den Einsatz eines Reservefahrzeuges, das den Verkehr nach Marienheide sicherstellen sollte. Außerdem mahnte der VRS eine dringende Verbesserung der Kundeninformation und Durchsagen auf allen Stationen der Strecke an und erklärte, das eine Optimierung der Bauplanungen an der Baustelle im Bereich der Flughafenschleife zwingend notwenig sei. "Es kann nicht sein, dass eine Großbaustelle im Kölner Raum, den Verkehr auf der RB 25 derartig beeinträchtigt.", erklärt Walter Reinarz, der auf eine vertragsgerechte Leistung der DB besteht. "Schließlich ist die Inbetriebnahme des Streckenabschnittes zwischen Gummersbach und Marienheide vom 18. Dezember 2002 auf den 20. April 2003 verschoben worden, und die DB Regionalbahn Rheinland hat dem VRS schriftlich zugesichert, dass sie ab Ostersonntag dem Fahrplan entsprechend auf diesem Streckenabschnitt fahren könne." Statt dessen gilt es jetzt hinsichtlich der Geduld der Kunden den Schaden zu begrenzen. Der VRS befindet sich hierfür in Gesprächen mit der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft (OVAG), für die Zeit nach dem Fahrplanwechsel am 15. Juni 2003, Sonderverkehre anzubieten, sollten Züge ausfallen. Denn, die derzeitig parallel zur Bahn verkehrende Schnellbuslinie zwischen Gummersbach und Marienheide soll zeitgleich eingestellt werden. Außerdem soll die DB bis zum 14. Juni 2003 ein Konzept für eine Taxiregelung vorlegen.

Moderne Talentzüge ohne Zugbegleiter
Der VRS weist Vorwürfe zurück, er zahle nicht genug an die DB, so dass diese auf der RB 25 keine Zugbegleiter einstellen könne. Richtig ist vielmehr, dass die DB genau den Preis erhält, den sie seinerzeit als Gewinnerin der Ausschreibung angeboten hat. Das vorliegende Ausschreibungskonzept sah vor, mehr Leistungen und mehr Qualität zu den vorhandenen Konditionen zu erreichen. Aus diesem Grunde werden auf der RB 25 modernste Talentzüge eingesetzt. Deren Technik benötigt keine Zugbegleiter, die für betriebliche Aufgaben zuständig sind, wie das Überwachen des Ein- und Ausstiegs der Kunden, das Schließen der Türen und das Geben des Abfahrtsignals.


Abdruck honorarfrei/ Beleg erbeten an: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Kirsten Sander/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ (Tel. 0221/ 20808-47/ Fax: 0221/ 20808-40/ Email: kirsten.sander@vrsinfo.de