15.11.2012

Zu Fuß zur Schule - aber sicher!

Achtes bundesweites Treffen der Kinderunfallkommissionen entwickelte Konzepte, um den Schulweg für Kinder sicherer und attraktiver zu machen


Köln, 15. November 2012. Im Straßenverkehr lauern viele Gefahren - insbesondere für Kinder. Doch Angst ist immer ein schlechter Begleiter. Die meisten Fertigkeiten, die die Heranwachsenden im Straßenverkehr brauchen, basieren auf Erfahrung - und wer nicht übt, ist viel unfallgefährdeter. Daher plädieren die Fachleute auch dafür, dass die Kinder ihren Schulweg zu Fuß erledigen und nicht mit dem Elterntaxi. Denn Schulweg ohne Eltern ist auch ein Stück Freiheit. Dies ist ein Ergebnis des bundesweiten Treffens der Kinderunfallkommission, das der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) in Köln ausgerichtet hat.

Unter dem Motto "Zu Fuß zur Schule - aber sicher" tauschten 50 Verkehrsexperten während der zweitägigen Veranstaltung ihre Erfahrungen aus und diskutierten, wie das zu Fuß gehen für Kinder sicher und attraktiv gemacht werden kann. Die Teilnehmer zeigten in mehreren Workshops auf, welche Möglichkeiten bestehen, durch eine vernetzte Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene die Mobilität von Kindern zu fördern und gleichzeitig ihre Sicherheit zu verbessern. "Der Schulweg ist für Kinder die Straße zum Erwachsen werden. Hier machen sie ihre prägenden Erfahrungen mit dem Straßenverkehr. Auf dem Schulweg können sich die Schüler mit ihren Freunden austauschen und eine innere Landkarte aufbauen", so VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. Voraussetzung für diese Positiverfahrung ist jedoch eine sichere Verkehrsraumgestaltung für Kinder. Im Laufe der Tagung wagten die Mitglieder der Kommission daher auch den Praxistest und nahmen die Kölner Innenstadt unter die Lupe. Während der Begehung unter der Leitung des Wuppertaler Professors Jürgen Gerlach begutachten die Experten die Fußwege, Kreuzungen, Ampelanlagen und Straßenmarkierungen beispielhaft nach Schwachstellen. "Solch eine Analyse kommt leider oftmals noch zu kurz", urteilten die Verkehrsexperten nach der Begehung. Die Erkenntnisse der Tagung sollen nun in den jeweiligen Kinderunfallkommissionen der Kommunen umgesetzt werden.

Dr. Norbert Reinkober: "Die Arbeit lohnt sich. Kinder, die eigenständig zu Fuß und ohne Elterntaxi zur Schule unterwegs sind, lernen nicht nur sich verkehrssicher zu verhalten, sondern fördern auch ihre Selbstständigkeit und ihre Gesundheit. Deshalb ist es für Kommunen eine lohnende Sache, sich intensiv um die eigenständige Mobilität von Kindern zu kümmern".

Ein Bild der Begehung finden Sie unter folgendem Link: http://download.vrsinfo.de/PM/Unfallkommission.zip

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Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
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Pressesprecher
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