21.12.2004

VRS/VRR, 21.12.2004

Einführung VRS-Tarif im Grenzbereich VRR/VRS...


Köln/ Gelsenkirchen. Ab dem 1. Februar 2005 wird bei grenzüberschreitenden Fahrten zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) einheitlich der VRS-Tarif gelten. Damit gehört die unübersichtliche Situation mit verschiedenen, nebeneinander existierenden Tarifsystemen der Vergangenheit an. Kommen bis dato im "Grenzverkehr" der Tarif der Deutschen Bahn AG (DB), der Übergangstarif von VRS und VRR sowie das landesweite Tarifangebot "NRWPlus" zur Anwendung, so vereinfacht sich die Tariflandschaft nun erheblich. Damit kommen die Verbünde dem immer nachdrücklicher geäußerten Wunsch der Fahrgäste, Städten und Gemeinden nach.

Ein bewährtes Preissystem kommt zum Einsatz
Das bisherige, feingliedrige Tarifsystem im Grenzbereich VRR/ VRS wird ab Februar durch das ausschließlich an Gemeindegrenzen orientierte VRS-Preissystem ersetzt. Das ist wesentlich transparenter und spricht damit verstärkt Neukunden an. Das bestätigte dann auch eine repräsentative Kundenbefragung im Herbst diesen Jahres: Rund 84 Prozent der Befragten bewerteten das neue VRS-Preissystem dabei mit gut oder sehr gut. Die Befragten hoben vor allem die Verständlichkeit und Einfachheit der neuen Tarifgebietseinteilung hervor.

Viele Vorteile für die Fahrgäste
Ein wesentlicher Vorteil ist das erweiterte Ticketsortiment. So können Fahrgäste dann zum Beispiel auch die besonders günstigen Formel9Tickets, TagesTickets für eine und fünf Personen und 4erTickets nutzen. Im Gegensatz zum bisherigen Übergangstarif, in dem häufig nur Teilgebiete einer Stadt oder Gemeinde mit einer Preisstufe durchfahren werden können, steht den Kunden künftig zumeist eine gesamte Stadt oder Gemeinde zur Verfügung. Besondere Vorteile bietet die neue Übergangsregelung auch Fahrgästen, die aus den direkt an den VRS angrenzenden VRR-Gemeinden hinüber in den VRS starten: Etwa von Grevenbroich, Langenfeld oder Solingen aus können sie VRS-Tickets nicht mehr nur für eine Reichweite von höchstens drei, sondern für alle VRS-Preisstufen nutzen.

Einführung des VRS-Tarifs ist für Verbünde einnahmenneutral
Punktuelle Preisabsenkungen und -erhöhungen, die Umstellungen auf ein neues Tarifsystem generell mit sich bringen, bedeuten in der Summe keine Mehr- oder Mindereinnahmen für die Verbünde. Von Preissteigerungen sind besonders Kunden der 1. Klasse betroffen. Die 1. Klasse-Zuschläge belaufen sich ab dem 1. Februar jeweils auf 50 Prozent des gültigen Fahrpreises in der 2. Klasse und werden damit dem in Deutschland gängigen 1. Klasse-Zuschlag der Deutschen Bahn AG angepasst. Bisher genossen 1. Klasse-Kunden im Grenzbereich VRR/VRS eine Vorzugsregelung.