18.03.2003

VRS verbucht Plus bei Umsatz und Fahrgastzahlen

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg legt aktuelle Bilanzen vor


Köln. Der VRS hat auch im Jahr 2002 einen deutlichen Fahrgastzuwachs verzeichnet: Die Zahl der Fahrten im VRS erhöhte sich von 416,0 Mio. auf fast 426,5 Mio. - das sind 10,5 Mio. bzw. 2,52 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit nimmt der VRS eine Sonderstellung in Deutschland ein, wo in vielen Bereichen stagnierende Fahrgastzahlen festzustellen sind. Durch die steigenden Fahrgastzahlen sowie die zum 1. Januar 2002 vorgenommene Tarifanpassung von durchschnittlich 2,5 Prozent erreichte der VRS ein Umsatzplus von ca. 3,17 Prozent: Die Tarifeinnahmen konnten von 312,1 Mio. Euro (2001) auf 322,0 Mio. Euro erhöht werden. Die Entwicklung in den drei Tarifsegmenten Bartarif, ZeitTickets Erwachsene und ZeitTickets Auszubildende verlief allerdings sehr unterschiedlich.

Nachfragerückgang im Bartarif
Die Nachfrage nach VRS-Barfahrausweisen hat sich auch im Geschäftsjahr 2002 negativ entwickelt. Sie sank von 72,0 Mio. Fahrten (2001) um 4,3 Mio. Fahrten bzw. 5,9 Prozent auf 67,7 Mio. Fahrten. "Ursächlich für diesen, seit mehreren Jahren zu verzeichnenden Nachfragerückgang, ist eine Entwicklung zugunsten der attraktiven VRS-ZeitTickets," erläutert VRS-Geschäftsführer Walter Reinarz. "Die negative Entwicklung im VRS-Bartarif im vergangenen Geschäftsjahr ist auch im großen Erfolg des SchülerTickets begründet: Jugendliche unternehmen Freizeitfahrten jetzt nicht mehr mit Einzel-, Mehrfahrten- bzw. StreifenTickets, sondern mit dem neuen SchülerTicket." Für den deutlichen Absatzrückgang bei den MinigruppenTickets macht der VRS aber zusätzlich die anhaltende Konsumschwäche verantwortlich, die auch zu Rückgängen bei Einkaufs- und Freizeitfahrten geführt hat.

ZeitTickets für Erwachsene: Job- und 9-Uhr-UmweltTicket liegen vorn
Auch im vergangenen Jahr setzte sich der Trend zu den Zeitfahrausweisen des Erwachsenentarifs fort. Mit den Dauertickets des Erwachsenentarifes sind im Jahr 2002 insgesamt rund 175 Mio. Fahrten unternommen worden. Das sind 3,6 Mio. Fahrten bzw. 2,1 Prozent mehr als im Jahr davor. Dieses Plus geht vor allem auf das Konto von Job- und 9-Uhr-UmweltTickets im Abonnement. Im Besitz eines JobTickets sind inzwischen ca. 133.000 Kunden, gegenüber dem Vorjahr (125.000) ein Plus von etwa 8.000 Kunden bzw. 6,7 Prozent. "Während die Nachfrage nach Wochen- und MonatsTickets leicht rückläufig ist und die Nachfrage nach MonatsTickets im Abonnement stagniert, entschieden sich immer mehr Kunden für das preislich attraktive 9-Uhr-UmweltTicket im Abonnement. Inzwischen verfügen ca. 54.000 Kunden über ein solches Abonnement," zieht Reinarz Bilanz.

ZeitTickets für Auszubildende: SchülerTicket setzt Siegeszug fort
Der deutlichste Nachfragezuwachs zeigt sich im Ausbildungsverkehr: Die Anzahl der Fahrten mit AusbildungsTickets steigerte sich um ca. 11,0 Mio. Fahrten bzw. 6,7 Prozent auf rund 176 Mio. Fahrten. Dabei war das SchülerTicket der Renner bei den jungen Nahverkehrsnutzern. Rund 68 Mio. Fahrten sind die stolze Bilanz - gegenüber 2001 eine Steigerung von fast 90 Prozent. Die vorliegenden Verkaufszahlen für 2003 signalisieren, dass das SchülerTicket seinen Siegeszug fortsetzen wird. Erwartungsgemäß ist die Nachfrage nach Junior-, Jahres-, Monats- und WochenTickets dadurch rückläufig.

Ausblick 2003:
Eine Prognose der Fahrgast- und Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2003 ist sehr schwierig, da zurzeit insbesondere für den Bartarif nicht abzuschätzen ist, in welchem Ausmaß sich die Konjunkturschwäche weiterhin nachfragedämpfend auswirken wird. Walter Reinarz: "Wir gehen aber davon aus, dass die Nachfrage auf dem bereits hohen Vorjahresniveau gehalten werden kann und sukzessive durch die 2002 vorgenommenen Angebotsverbesserungen möglicherweise schon 2003 ein zusätzlicher Nachfrageschub bewirkt werden kann."


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