20.02.2002

VRS und VRR forcieren SchülerTicket im Übergangsbereich zwischen den Verbünden

Start des neuen Ticketangebotes: 01. September 2002


Köln. Die Geschäftsführer der Verkehrsverbünde Rhein-Sieg (VRS), Walter Reinarz, und Rhein-Ruhr (VRR), Dr. Klaus Vorgang, sprachen sich in einem Spitzengespräch für die Einführung eines SchülerTickets im Übergangstarif VRS/ VRR aus. Im Grenzbereich wohnhafte Schülerinnen und Schüler sollen damit ab dem kommenden Schuljahr freie Fahrt in einem Übergangsgebiet von Düsseldorf und Mönchengladbach bis Bergheim und Köln-Porz haben.

Reinarz und Vorgang begründeten ihre Entscheidung mit der Notwendigkeit, den Übergangstarif zu vereinfachen und Zugangsbarrieren für die Schüler abzubauen. Denn vor allem im Freizeitbereich werden die Ticketbeschränkungen deutlich: Mit dem SchokoTicket (VRR) ist heute an der Grenze zum VRS Schluss. Eine Fahrt nach Köln ist für Schülerinnen und Schüler aus dem VRR-Gebiet somit nicht möglich. Umgekehrt gilt dies für Schülerinnen und Schüler aus dem VRS: Auch ihr SchülerTicket gilt - aus entgegengesetzter Richtung - nur bis Dormagen. Dies soll mit dem SchülerTicket im Übergangstarif (ÜT-SchülerTicket), das am 04. März 2002 vom VRS-Unternehmensbeirat verabschiedet werden soll, ein Ende haben. Auch im VRR werden die jeweils zuständigen Gremien diese Lösung beraten und entsprechende Beschlüsse fassen.

Das ÜT-SchülerTicket gibt es dann ab dem nächsten Schuljahr für Schülerinnen und Schüler, die im VRS wohnen, aber auf VRR-Gebiet zur Schule gehen - und umgekehrt. Voraussetzung ist jedoch, dass auf VRS-Seite der jeweilige Schulträger der Einführung des ÜT-SchülerTickets zustimmt.

Dormagen und Monheim haben Sonderstellung: Wahl zwischen Schoko- und ÜT-SchülerTicket

Schülerinnen und Schüler aus Dormagen und Monheim haben ab September die Qual der Wahl. Sie können sich entscheiden zwischen dem SchokoTicket, das im gesamten VRR gilt, und dem ÜT-SchülerTicket, mit dem man in den Großräumen Köln, Düsseldorf und Wuppertal fahren kann. Der Grund: Beide Städte nehmen im Übergangstarif eine Sonderstellung ein. Sie liegen zwar im Grenzbereich zwischen VRS und VRR, wenden aber den Übergangstarif nicht an. Für Fahrten in den gesamten VRS-Tarifraum gilt somit der VRS-Tarif. Für Fahrten in den VRR-Tarifraum hat der VRR-Tarif Gültigkeit. Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum VRR dürften Dormagen und Monheim jedoch ausschließlich das Schoko-Ticket bei ihren Schülern einführen. Diese Regelung würde aber den Pendlern sowohl im Schul- als auch im Freizeitverkehr nicht gerecht. Daher einigten sich Reinarz und Vorgang auf die praktikable Lösung, dass Dormagener und Monheimer Schülerinnen und Schüler optional im Abonnement das SchokoTicket oder das ÜT-SchülerTicket erwerben können.

Abdruck honorarfrei/ Beleg erbeten an: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Kirsten Sander/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ (Tel. 0221/ 20808-47/ Fax 0221/ 20808-40/ Email: kirsten.sander@vrsinfo.de

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr GmbH/ Nils Zeino-Mahmalat/ Augustastraße 1/ 45879 Gelsenkirchen/ (Tel. 0209/ 1584-410/ Fax 0209/ 1584-123-410/ Email: zeino@vrr.de