13.12.2007

VRS-Tarif löst Übergangstarif nach Ahrweiler ab (13.12.2007)


Köln/Koblenz/Ahrweiler. Ab dem 15. Juni 2008 soll bei Fahrten zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und dem Kreis Ahrweiler einheitlich der VRS-Tarif gelten. Mit der Abschaffung des Übergangstarifes zwischen dem VRS-Verbundnetz und dem Kreis Ahrweiler gehört die unübersichtliche Situation mit verschiedenen, nebeneinander existierenden Tarifsystemen der Vergangenheit an. Kommen bis dato im "Grenzverkehr" der Tarif der Deutschen Bahn AG (DB), ein spezieller Übergangstarif VRS/Ahr, der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM) sowie (mit Ausnahmen) die PauschalPreisTickets des NRW-Tarifes zur Anwendung, so vereinfacht sich die Tariflandschaft nun erheblich. Damit setzen die Verbünde den ausdrücklichen Wunsch von Fahrgästen, den Verkehrsunternehmen, dem Kreis Ahrweiler und den Gemeinden der Region in die Praxis um.

Das bewährte VRS-Preissystem kommt zum Einsatz
Das bisherige, stark aufgegliederte Tarifsystem im Grenzbereich VRS/Ahr wird ab Juni nächsten Jahres durch das ausschließlich an Gemeindegrenzen orientierte VRS-Preissystem ersetzt. Gleichzeitig sollen der Übergangstarif und der DB-Nahverkehrstarif auf den Strecken dieser Region entfallen. Die NRW-PauschalPreisTickets sollen künftig zu und von allen Bahnhöfen/Haltestellen des Schienenpersonennahverkehrs im Kreis Ahrweiler gelten.

Vorteile für die Kunden
Insgesamt wird eine für Kunden deutlich vereinfachte Tarifsituation geschaffen. Fahrgäste aus dem gesamten Kreis Ahrweiler können mit nur noch einem Fahrschein in das Gebiet des gesamten VRS fahren. Auf beiden Seiten können alle Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs genutzt werden. Eine Stückelung von mehreren Fahrscheinen ist nicht mehr notwendig. Dies bedeutet zum Beispiel konkret, dass Fahrgäste bequem und einfach mit Tickets des VRS-Tarifes von Adenau oder Niederzissen nach Köln oder Leverkusen reisen können. Heute müssen Fahrgäste neben einem VRM-Fahrschein einen Übergangstarif- und VRS-Fahrschein oder eine Bahnfahrkarte lösen. Umgekehrt können die Fahrgäste aus dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg im Übergangsverkehr alle Busse und Bahnen im Landkreis Ahrweiler nutzen, beispielsweise im Freizeitverkehr.

Den Fahrgästen steht mit dem VRS-Tarif eine umfangreiche Palette von Fahrscheinarten zur Verfügung, die den spezifischen Kundenbedürfnissen gut entsprechen. Eine Reihe von Fahrscheinarten lernen die Kunden auf den Strecken in diesem Bereich erstmals kennen. Hierzu zählen zum Beispiel die günstigen Aktiv60Tickets (ein Abonnement für Menschen ab 60) oder das Starter Ticket, ein Abonnement für Auszubildende. Ebenso können künftig Besucher aus dem Kreis Ahrweiler bei zahlreichen Veranstaltungen im VRS-Gebiet, bei denen die Eintrittskarte auch als Fahrausweis im gesamten VRS-Netz gilt, die Eintrittskarte ebenso als Fahrausweis für die Hin- und Rückfahrt nutzen. (Zum Beispiel in Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle, mehrere Theater und Museen, alle über BonnTicket verkauften Tickets)

VRS-JobTicket- und -SemesterTicket-Inhaber mit Wohnsitz im Landkreis Ahrweiler können künftig mit ihrer Erweiterungsberechtigung für den Landkreis Ahrweiler das gesamte Bus- und Bahn-Angebot im Landkreis nutzen. So sind sie nicht mehr auf den direkten Weg vom Wohnort bis zur Verbundraumgrenze beschränkt. Für die Erweiterungsberechtigung zahlen Sie künftig monatlich 15 Euro (bisher: 11,20 Euro pro Monat).

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Anfragen von Berufspendlern aus den Verbandsgemeinden Adenau, Altenahr und Brohltal, das Jobticket auch für dortige Einwohner ohne Einschränkungen nutzbar zu machen. Hierfür hat sich auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr eingesetzt. Das ZusatzTicket für JobTicket- und SemesterTicket-Inhaber, die im Kreis Ahrweiler außerhalb des Bereiches des bisherigen Übergangstarifes wohnen, entfällt.

Das VRS-SchülerTicket Rheinland Pfalz, mit dem Schüler aus dem Kreis Ahrweiler Schulen in NRW besuchen, gilt künftig für alle Schüler mit Wohnsitz im Landkreis Ahrweiler. Bisher konnten nur Schüler mit Wohnsitz im Geltungsbereich des Übergangstarifes VRS/Ahr dieses Ticket nutzen. Mit diesem Ticket können Schüler vom Wohnort bis zur Verbundraumgrenze VRS fahren und anschließend das gesamte VRS-Netz nutzen.

Von/zu den Bahnhöfen Sinzig, Bad Breisig und Brohl können künftig die PauschalPreisTickets des NRW-Tarifes genutzt werden. Somit stehen auch an diesen Bahnöfen Tickets zur Verfügung, mit denen jedes Ziel in NRW erreicht werden kann. Innerhalb von NRW berechtigen diese Fahrausweise zur Weiterfahrt mit Bussen, U- oder Straßenbahnen.

Die neue und günstigere Preisgestaltung in den Verbandsgemeinden Adenau und Brohltal stärkt den öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum.

Erfahrungen zeigen, dass bei der Einführung von Verbundtarifen und der Vereinfachung des Tarifsystems eine erhöhte Nachfrage erwartet werden kann. Dies belegen bereits die Verkaufszahlen des Übergangstarifs VRS/Ahr: In der Zeit von 2001 bis zum Jahr 2006 ist die Zahl der jährlich zurückgelegten Fahrten um 40 Prozent von 295.000 auf 413.000 gestiegen.


Weiterhin gelten folgende Regelungen:

Innerhalb des Kreises Ahrweiler gilt nach wie vor der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM).

VRS-JobTicket- und SemesterTicket-Inhaber mit Wohnsitz außerhalb des Landkreises Ahrweiler können mit ihrem Ticket nicht in den Landkreis Ahrweiler fahren. Sie müssen wie bisher einen Anschlussfahrausweis lösen.

Das SemesterTicket der FH Remagen ist gültig auf den SPNV-Strecken Köln-Koblenz, Remagen-Ahrbrück, Köln-Linz, in den Stadtgebieten Bonn und Köln, auf den VREA-Buslinien und der Fähre Linz-Kripp.

Das VRS-SchülerTicket berechtigt nicht zu einer Fahrt in den Landkreis Ahrweiler - hierzu ist ein Anschlussfahrausweis zu lösen. Würde das Schülerticket wie zum Beispiel das Jobticket im gesamten Kreis gelten, wäre dies eine Bevorzugung dieser Schüler gegenüber jenen, die im Kreis Ahrweiler unterrichtet werden. Deren Fahrkarte gilt auch nur zwischen Wohnort und Schule. Schüler aus dem Kreis Ahrweiler haben die Möglichkeit, ein VRM-Schülerticket zu kaufen und können damit alle Verkehrsmittel im VRM benutzen.



Kontakt:
Isabella Stock
Pressesprecherin
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Tel.: 02 21 / 20 80 8 - 47
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E-Mail: isabella.stock@vrsinfo.de