20.03.2003

VRS führt das elektronische Ticket ein

133.000 JobTicket-Kunden profitieren als erste vom eTicket


Köln. Am 1. April beginnt im VRS ein neues Ticketzeitalter: Das elektronische Ticket, kurz eTicket, geht an den Start. Zunächst erhalten 133.000 JobTicket-Kunden in der Zeit von April bis Juni ihr elektronisches Ticket im Scheckkartenformat. Zum Jahresende werden weitere Monats-Abonnements vom Papierfahrschein auf das eTicket umgestellt. Außerdem planen die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) und die Regionalverkehr Köln GmbH zum Schuljahreswechsel im September 2003 die Umstellung des SchülerTickets auf das eTicket. Insgesamt nehmen 11 VRS-Partnerunternehmen an der Umstellung der JobTickets teil: die Kölner Verkehrs-Betriebe, Bonner Stadtwerke, die DB Regionalbahn Rheinland, die Regionalverkehr Köln GmbH, die Kraftverkehr Wupper-Sieg GmbH, Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, Rhein-Erft-Verkehrs-gesellschaft, Oberbergische Verkehrsgesellschaft, der Stadtverkehr Euskirchen, der Stadtverkehr Hürth und die Stadtwerke Brühl. Diese Partnerunternehmen unterhalten mit 300 Firmen im VRS JobTicketverträge. Der VRS und seine Partnerunternehmen investierten in die Einführung des elektronischen Fahrgeldmanagements 44,2 Mio. Euro. Davon werden 19,6 Mio. Euro vom Land NRW gefördert.

Die Vorteile des eTickets auf einen Blick

- Auf einem integrierten Chip sind alle Ticketdaten gespeichert.

- Die Chipkarte ist bis zu fünf Jahren gültig - vorausgesetzt das JobTicket wird vorher nicht gekündigt.

- Verlieren Fahrgäste ihr eTicket, können sie es sofort beim ausgebenden Verkehrsunternehmen sperren lassen. In den Kundenzentren erhalten sie gegen eine Gebühr von 5 € schnell Ersatz.

- Sind alle Abonnements auf das eTicket umgestellt, können ab Herbst weitere Leistungen wie die Nutzung der 1. Klasse als Monats-Abo auf der Chipkarte gespeichert werden.

- Die neue Technologie wird in Zukunft weitere Möglichkeiten eröffnen: So kann das eTicket demnächst beispielsweise auch als Telefonkarte oder sogar als elektronische Geldbörse genutzt werden.

Eine Besonderheit gilt für JobTicket-Kunden aus Bonn: Im Rahmen eines Pilotversuches der Stadtwerke Bonn (SWB) ist es möglich, das JobTicket auch auf den Geldkartenchip etwa der ec-Karte oder auf unpersönlichen Geldkarten wie der BonnCard zu speichern.

Datenschutz hat oberste Priorität
Das elektronische Ticket trägt mit dem PayCard-Symbol ein anerkanntes Sicherheitszertifikat. Damit finden sich beim eTicket die gleichen hohen Sicherheitsstandards wie beim bargeldlosen Zahlungsverkehr - beispielsweise beim Bezahlen mit der ec-Karte der Banken. Die Fälschung oder der Missbrauch der Daten ist somit praktisch ausgeschlossen. Für Fahrausweiskontrollen werden die Prüfer künftig mit einem Lesegerät ausgestattet, das erkennt, ob die Chipkarte ein gültiges Ticket enthält. Dabei werden nur die für die Gültigkeit des Tickets relevanten Daten wie zum Beispiel die zeitliche Gültigkeit der Chipkarte, der Name des Inhabers und der Geltungsbereich angezeigt. Persönliche Daten oder Ticketdaten werden aber nicht im Prüfgerät gespeichert.

 

Abdruck honorarfrei/ Beleg erbeten an: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Kirsten Sander oder Ute Reuschenberg/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ (Tel. 0221/ 20808-47/ Fax: 0221/ 20808-40/ Email: kirsten.sander@vrsinfo.de oder ute.reuschenberg@vrsinfo.de