27.06.2014

VRS findet Lösung für Studierende berufsbegleitender Studiengänge

Zum kommenden Wintersemester gibt es separates SemesterTicket für berufsbegleitende Studiengänge


Köln, 27. Juni 2014. In der jüngsten Vergangenheit wurde der VRS darauf aufmerksam gemacht, dass einige Hochschulen/Fachhochschulen im VRS-Gebiet SemesterTickets nicht nur an Ersthörer in Vollzeit („ordentlich Studierende“), sondern auch an Studenten berufsbegleitender Studiengänge ausgegeben haben. Dies ist jedoch nicht zulässig, weil SemesterTickets speziell für Studierende vorgesehen und kalkuliert sind, für die das Studium der Schwerpunkt ihrer Arbeitsleistung darstellt und denen es demzufolge nicht möglich ist, durch eine berufliche Vollzeit-Tätigkeit ein entsprechendes Einkommen zu erzielen. Berufsbegleitende Studiengänge sind dagegen darauf ausgerichtet, Berufstätigen in Teilzeit ein nebenberufliches Studium zu ermöglichen. Für die meisten Studierenden stellt hier das Studium nicht Schwerpunkt der Arbeitsleistung dar. Der Sinn und Zweck des SemesterTickets – einer Personengruppe, die mit maximal geringfügiger Beschäftigung in Vollzeit ihrem Studium nachgeht, die Fahrten mit Bus und Bahn kostengünstig zu ermöglichen – wird daher unterlaufen.

Unternehmensbeirat und Verbandsversammlung für ergänzende Lösung
Aus diesem Grund werden die Fachhochschulen/Hochschulen aufgefordert, das SemesterTicket gemäß den Tarifbestimmungen nur an ordentlich Studierende auszugeben und es bei berufsbegleitenden Studiengängen einzuziehen. Betroffen davon wären aktuell rund 3000 Studierende, die zum Beginn des Wintersemesters nicht mehr das SemesterTicket für einen Preis von derzeit 112,70 Euro je Semester nutzen dürften.

Nachdem die betroffenen Studierenden sich an den VRS gewandt haben, entwickelten der VRS, seine Verkehrsunternehmen und die Verbandsversammlung einen Lösungsansatz, um auch der Zielgruppe der berufsbegleitend Studierenden weiterhin ein attraktives Ticket anbieten zu können. Dieser Lösungsansatz wurde in der heutigen Sitzung der VRS-Verbandsversammlung beschlossen und soll bereits zum Wintersemester 2014/15 umgesetzt werden.

Die Hochschulen/Fachhochschulen können dann ein SemesterTicket für berufsbegleitende Studiengänge zum Preis von monatlich 49,50 Euro anbieten. Das Ticket ist solidarisch für alle Studierenden abzunehmen und entspricht dem Preis des Jobtickets. „Wir haben in Abstimmung mit den Verbundgremien eine in unseren Augen für alle Seiten tragbare Lösung entwickelt und bieten den Studierenden der berufsbegleitenden Studiengänge ein SemesterTicket zu einem attraktiven Preis an. Wir werden diese Lösung nun allen Hochschulen und Fachhochschulen im VRS-Gebiet vorstellen“, so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

Pressekontakt:
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