19.03.2009

VRS-Bilanz 2008: Moderater Zuwachs

Verkehrs- und Ticketangebote weiter stabilisieren und moderat ausbauen.


Köln, 19. März 2009. Mit einem erneuten Zuwachs in Höhe von 8,3 Millionen Fahrten mehr (1,7 Prozent) auf insgesamt rund 491 Millionen verzeichnete der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) auch im vergangenen Jahr (2008) eine verstärkte Nachfrage und Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region an Rhein und Sieg. Zum Vergleich: Auch 2007 war die Zahl der Fahrten mit Bus und Bahn um knapp zwei Prozent auf rund 483 Millionen Fahrten angestiegen. Die Einnahmen, die 2007 bei rund 438 Millionen Euro lagen, betrugen 2008 nunmehr 465 Millionen - das entspricht einer Steigerung von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt ist der Zuwachs an Fahrten und Umsatz deutlich moderater als im Vorjahr - doch die Tendenz zur verstärkten Nutzung von Bus und Bahn hält an.

Stabile Zuwächse sichern Verkehrsangebot trotz Krise
Wie in den Jahren zuvor gelang es dem VRS damit, ein attraktives Verkehrsangebot ohne Kürzungen aufrecht zu erhalten - trotz der sich nach wie vor deutlich auswirkenden Kürzungen öffentlicher Zuschüsse und Teuerungsraten, insbesondere bei den Energiepreisen im ersten Halbjahr 2008. Die Anhebung der Ticketpreise um durchschnittlich 4,5 Prozent zum Jahresanfang 2008 war angesichts der wirtschaftlichen Gesamtbedingungen unumgänglich und sicherte zu wesentlichen Teilen das nach wie vor umfängliche Verkehrsangebot der Region.

Auch was die Entwicklung der einzelnen Tarifgruppen angeht, setzte sich die Tendenz der Vorjahre fort: So verzeichnete der Verbund 2008 im Zeitticketsortiment, insbesondere bei Erwachsenen und Auszubildenden, erneut Fahrten- und Einnahmenzuwächse. Die Zahl der Fahrten im Segment der Erwachsenen-Zeittickets stieg um 6,9 Millionen (4 Prozent) auf 182 Millionen. 2007 lag der Anstieg hier bei rund vier Millionen (2,3 Prozent) auf 175 Millionen. Bei den Zeittickets für Auszubildende gab es 2008 einen Anstieg um 0,3 Millionen (0,2 Prozent) auf knapp 202 Millionen Fahrten. 2007 lag hier der Anstieg bei 5,2 Millionen (2,6 Prozent) auf 201,6 Millionen.

Zurückzuführen ist dieser Unterschied nach Einschätzung des VRS auf die stagnierenden Schülerzahlen, die sich nun erstmals sichtbar niederschlügen. Die Einnahmen aus dem Zeitticket-Verkauf stiegen bei den Erwachsenen 2008 um 7,9 Prozent auf rund 187 Millionen Euro (2007: 173,4 Millionen Euro). Bei den Auszubildenden-Zeittickets waren es 5,9 Prozent mehr und damit 123 Millionen Euro (2007: 116,1).

Leichter Anstieg im Bartarif
Die Fahrten mit Tickets des Bartarifes stiegen nach stetigen Rückgängen in den Vorjahren 2008 erstmals wieder leicht an, und zwar um 0,9 Prozent auf 61,5 Millionen Fahrten (2007: 60,6 Millionen). 14 Prozent aller Fahrten im Verbundgebiet unternehmen Fahrgäste mit einem Einzel-, 4er oder TagesTicket. 41 Prozent der erwachsenen Nutzer haben ein Zeitticket, bei den Schülern/innen, Auszubildenden und Studierenden sind es 45 Prozent.

Aktiv60 Ticket weiterhin sehr beliebt
Das Anfang 2007 eingeführte Aktiv60 Ticket für Menschen ab 60 Jahren verzeichnet nachhaltig die stärksten Zuwächse im gesamten Ticketsortiment des VRS: Mit knapp 31.000 Kunden hatten Ende 2008 knapp 90 Prozent der Anzahl von Kunden, die man als Zielgröße avisiert hatte, das Ticket bereits im Abo.

Fazit: Verkehrs- und Ticketangebote weiter stabilisieren und moderat ausbauen
"Nach wie vor", resümiert Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag, Geschäftsführer der VRS GmbH, "zeigen uns diese Ergebnisse, dass der VRS und die 31 in ihm zusammen geschlossenen Verkehrsunternehmen auf dem richtigen Weg sind." Die durch die Zahlen belegte Akzeptanz des Nahverkehrsangebotes verdeutliche, so auch VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober, "dass wir unsere Angebote auch weiterhin stabilisieren und stetig moderat ausbauen müssen, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Nachfrage nach qualitativ gutem Nahverkehr in unserer Region entsprechen zu können."

Ganz ohne Preisanpassungen - das bestätigen beide - werde es sicher auch zukünftig nicht gehen. Gleichzeitig bemühten sich die Verantwortlichen der VRS-Gremien stets um eine Lösung, die sowohl den finanziellen Möglichkeiten der Kunden als auch den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Verkehrsunternehmen im VRS entspreche. "Mit der im letzten Jahr beschlossenen Preisanpassung um lediglich 2,9 Prozent zum ersten Januar 2009 haben wir diesen Faktoren Rechnung getragen, ohne das Verkehrsangebot ausdünnen zu müssen", so Schmidt-Freitag abschließend.


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