06.03.2008

VRS Bilanz 2007: Gute Zahlen im Jubiläumsjahr (06.03.2008)


Köln. Mit 10,6 Millionen Fahrgästen mehr im Jahr seines 20. Jubiläums verzeichnete der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) 2007 erneut eine sehr positive Entwicklung. Die Zahl der Fahrten mit Bus und Bahn stieg im vergangenen Jahr (2007) um 2,26 Prozent auf rund 484 Millionen Fahrten an (2006: 473,5 Millionen). Die Einnahmen stiegen um 8,05 Prozent beziehungsweise 32,5 Millionen Euro auf 437,1 Millionen Euro (2006: 404,6 Millionen Euro).

Somit konnte der VRS auch im zwanzigsten Jahr seines Bestehens mit seiner Produkt- und Tarifstrategie seinen kundenorientierten wie auch wirtschaftlich erfolgreichen Weg fortsetzen - und zwar ohne Kürzungen im Bahn- und Busangebot vornehmen zu müssen.

Jahresergebnis 2007: Zuwächse trotz schlechter Rahmenbedingungen
Auch 2007 stand der VRS vor der Herausforderung, das Verkehrsangebot und die Tarifgestaltung trotz sinkender öffentlicher Zuschüsse und weiterer Teuerungen vor allem bei den Energiepreisen kundengerecht zu gestalten. So war es unumgänglich, die Ticketpreise zum Jahresanfang um durchschnittlich 5,4 Prozent anzuheben.

Trotz dieser schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verzeichnete der Verbund im Zeitticket-Sortiment, insbesondere bei Erwachsenen und Auszubildenden, weitere Fahrten- und Einnahmenzuwächse. Mit dieser Entwicklung setzt sich die positive Tendenz des Geschäftsjahres 2006 weiter fort: 2007 stieg die Zahl der Fahrten bei den Erwachsenen um 5,2 Millionen (3,04 Prozent) auf 176, 3, bei den Auszubildenden um 5,5 Millionen (2,81 Prozent) auf 202 Millionen (2006: 171,1 Millionen bei den Erwachsenen; 196,5 bei den Auszubildenden). Die Einnahmen aus dem Zeitticket-Verkauf stiegen um 12,48 Prozent auf 173 Millionen Euro bei den Erwachsenen (2006: 153,8 Millionen Euro). Bei den Zeittickets für Auszubildende waren es 7,11 Prozent mehr und damit 115,7 Millionen Euro (2006: 108,0).

Jeder vierte Kunde ein Stammkunde
Im Gegensatz dazu nahmen die Bartarif-Fahrten weiter ab. Von 2002 bis 2007 sank die Anzahl der Fahrten um insgesamt 5,68 Millionen. Das zeigt deutlich, dass seit Verbundstart kontinuierlich immer mehr Menschen in der Region an Rhein und Sieg auf VRS-Zeittickets setzen. Jeder vierte Nutzer von Bus und Bahn, insgesamt rund 605.000 Menschen, war 2007 ein VRS-Stammkunde - hatte also ein Ticket-Abonnement. Insgesamt deckten die Erlöse aus Ticketverkäufen im VRS Ende 2007 48,5 Prozent des Aufwandes der 30 Verkehrsunternehmen im Verbund. Ziel ist es, bis Ende 2009 einen Kostendeckungsgrad von 50 Prozent erreicht zu haben.

StarterTicket und Aktiv60Ticket weiter auf Erfolgskurs
Mit insgesamt knapp 14.500 Kunden fuhr das StarterTicket auch 2007 wieder auf Erfolgskurs. Damit wurden nach zweieinhalb Jahren mehr als doppelt so viele Tickets verkauft wie ursprünglich erwartet. Und auch das Aktiv60Ticket für Menschen ab 60 Jahren findet stetig mehr Abnehmer: Mit knapp 27.000 Kunden war Ende 2007 76 Prozent der kalkulierten Kundenentwicklung bei diesem Ticket erreicht.

Bilanz: Mit Verkehrs- und Ticketangeboten auf dem richtigen Weg - 50 Prozent Kostendeckung bis Ende 2009 bleibt
"Die Erfolge des 2007 eingeführten Aktiv60Tickets und des StarterTickets stehen stellvertretend dafür, dass wir mit unserem Angebot für unsere Kunden richtig liegen ", erklärt Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag, Geschäftsführer der VRS GmbH. Die durch die Erfolgszahlen belegte Akzeptanz des VRS-Angebotes zeige, so Schmidt-Freitag, "dass die Menschen in der Region trotz der notwendigen Preisanpassung auch weiterhin auf den öffentlichen Nahverkehr setzen. Für uns ist der Erfolg des letzten Jahres ein motivierendes Signal, weiterhin an der qualitativen Verbesserung des ÖPNV in unserer Region zu arbeiten." Für das Jahr 2008, so Schmidt-Freitag weiter, könne man im Augenblick noch keine verbindlichen Aussagen zur Wirkung der Tarifanpassung vom Jahresanfang machen. Prioritäres Ziel sei es nach wie vor, Kürzungen im Verkehrsangebot zu vermeiden. Die Zielrichtung für 2009 bleibe jedoch eine 50prozentige Deckung der Kosten durch Tarifeinnahmen. Schmidt-Freitag: "Daran geht nach heutigem Erkenntnisstand nach wie vor kein Weg vorbei."

Umstrukturierung erfolgreich gestartet
Das Jahr 2007 brachte dem VRS aber auch strukturelle Herausforderungen. Nach einer Änderung im Gesetz für den öffentlichen Nahverkehr in NRW galt es, die Nahverkehrslandschaft weiter kundenorientiert auszubauen. So ging nach umfangreichen Vorbereitungen zum Jahresanfang 2008 der Zweckverband "Nahverkehr Rheinland" (NVR) an den Start - die gemeinsame Dachorganisation von VRS und Aachener Verkehrsverbund (AVV). Das Nahverkehrsangebot auf der Schiene wird hier gemeinsam geplant, organisiert und finanziert. Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH dazu: "Um unsere Aufgaben stärker miteinander verzahnen zu können, haben wir in der Vorbereitung des NVR im Laufe des vergangenen Jahres eine schlanke und damit hocheffiziente Struktur aufgestellt. Bereits bei der Ausschreibung der Siegstrecke, also der RE 9, die in Kürze zum Abschluss kommt, haben wir erste positive Effekte dieser engen Kooperation verzeichnet. Und auch künftig wird es unser vordringliches Ziel sein, gute Qualität zu weiterhin bezahlbaren Preisen für unsere Kunden erzielen zu können."

Kontakt:
Isabella Stock
Pressesprecherin
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Tel.: 02 21 / 20 80 8 - 47
Fax: 02 21 / 20 80 8 - 40
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