19.04.2007

VRS-Bilanz 2006

Gute Ergebnisse für 2006: Immer mehr Fahrgäste nutzen das Angebot im VRS.


Köln. Die Zahl der Fahrten mit Bus und Bahn im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) ist im vergangenen Jahr (2006) um 1,14 Prozent beziehungsweise 5,3 Millionen Fahrten auf rund 470 Millionen Fahrten gestiegen (2005: 464,4 Millionen). Die Einnahmen stiegen um 6,18 Prozent beziehungsweise 23,4 Millionen Euro auf 401,5 Millionen Euro (2005: 378,1 Millionen Euro). Damit ist die Steigerungsrate zwar geringer als im letzten Jahr, doch verzeichnet der VRS mit diesen Zahlen insgesamt das beste Ergebnis seit seiner Gründung vor 20 Jahren und setzt mit seiner Produkt- und Tarifstrategie seinen kundenorientierten wie auch wirtschaftlich erfolgreichen Weg fort.

Jahresergebnis 2006/ Weiterhin mehr ZeitTicket-Kunden
Das Jahr 2006 stand vor allem unter dem Einfluss von Zuschuss-Kürzungen bei den Ausgleichszahlungen für Auszubildende sowie eine deutliche Verteuerung der Energiepreise. Daraus resultierte eine VRS-Preiserhöhung von durchschnittlich 4,5 Prozent am Jahresanfang. Trotz dieser ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verzeichnete der VRS im Zeitticketsortiment, insbesondere bei Erwachsenen und Auszubildenden weitere Fahrten- und Einnahmenzuwächse.

Hier stieg die Zahl der Fahrten 2006 bei den Erwachsenen um 6,5 Millionen (3,97 Prozent) auf 170,6, bei den Auszubildenden um 3,3, Millionen (1,72 Prozent) auf 194,7 Millionen (2005: 164,1 Millionen bei den Erwachsenen; 191,4 bei den Auszubildenden). Die Einnahmen in diesem Bereich stiegen um 10,32 Prozent auf 153,7 Millionen Euro bei den Erwachsenen (2005: 139,3 Millionen Euro). Bei den Auszubildenden-Zeittickes waren es 7,67 Prozent mehr und damit 106,3 Millionen Euro (2005: 98,7).
Im Gegensatz dazu sank die Zahl der Fahrten im Bartarif weiter. Von 2002 bis 2006 sank die Anzahl der Fahrten nunmehr um insgesamt 4,74 Millionen Fahrten. Das verdeutlicht die seit Verbundstart 1987 anhaltende Entwicklung hin zu VRS-Zeittickets.

Insgesamt decken die Erlöse aus Ticketverkäufen im VRS nunmehr 46,6 Prozent des Aufwandes der 29 Verkehrsunternehmen. Ziel ist es, bis 2009 einen Kostendeckungsgrad von 50 Prozent zu erreichen.

StarterTicket - unerwartet hohe Akzeptanz
Mit insgesamt knapp 12.000 Kunden bisher erfuhr das StarterTicket eine sehr hohe Kundenakzeptanz. Die ursprünglich kalkulierte Anzahl betrug lediglich 7.500 Kunden.

Bilanz: Neue Ticketangebote orientieren sich an Kundenbedürfnissen
"Mit dem StarterTicket für Berufs-Auszubildende haben wir ein Angebot entwickelt, das wie auch andere Angebote zuvor an der veränderten Kundennachfrage orientiert ist", erklärt Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag, Geschäftsführer der VRS GmbH. Auch das seit dem ersten Januar 2007 eingeführte Aktiv60Ticket gehört in diese Linie. Und zeigt bereits erste Erfolge: Rund 21.000 Personen haben bis Ende Februar 2007 das Aktiv60Ticket gekauft. Darunter sind rund zehn Prozent Neukunden im VRS.

Umstrukturierung steht an
Für das laufende Jahr steht der VRS vor weiteren Herausforderungen. Zum einen geht es um das Ziel, die Kostendeckung aus Ticketverkäufen bis 2009 auf 50 Prozent anzuheben. Zum anderen gilt es, die Nahverkehrslandschaft weiter kundenorientiert auszubauen. "Insbesondere im Hinblick auf den Schienen-Personennahverkehr steht der Verbund vor einer neuen Aufgabe", wie Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH erläuterte. "Zum ersten Januar 2008 werden der VRS und der Aachener Verkehrsverbund im Schienen-Personen-Nahverkehr ihre Aufgaben stärker miteinander verzahnen. Ziel dessen sind schlankere Strukturen, Kosteneinsparungen und letztlich mehr Qualität und bessere Angebote für die Kunden im Gebiet." Genauere Einzelheiten zur Zusammenarbeit werden im Laufe des Jahres festgelegt und bekannt gegeben.


Kontakt:
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Isabella Stock/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ Tel. 0221/ 20808-47/ Fax: 0221/ 20808-40/ E-Mail: isabella.stock@vrsinfo.de