26.07.2004

VRS befürchtet Qualitätseinbußen für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

Die DB Netz AG will Neubaustrecke Köln - Rhein/Main im Streckenabschnitt Köln-Deutz-Tief/ Steinstraße nicht ausbauen...


Köln. Wie der VRS GmbH durch die Bezirksregierung Köln mitgeteilt wurde, habe die DB Netz AG von bisherigen Plänen Abstand genommen, die Fernverkehrs-Neubaustrecke Köln - Rhein/Main zwischen den Haltepunkten "Steinstraße" und "Köln-Deutz-Tief" (Flughafenschleife-Nordkopf) auszubauen. Eine Aufhebung der Planfeststellung seitens der DB Netz AG, würde das endgültige Aus für die lückenlose Fertigstellung der Neubaustrecke bedeuten. "Die heutigen Verkehrsverhältnisse auf diesem Streckenabschnitt sind für den VRS nicht akzeptabel. Da dort keine eigene Trasse für den Fernverkehr vorhanden ist, nutzen sowohl der Fern- als auch der Nahverkehr dieselben Gleise. Das behindert die Fahrplangestaltung des SPNV. Nur durch den vollständigen Ausbau der Neubaustrecke bis nach Köln-Deutz, wie ursprünglich geplant, könnte sich die derzeitige Verkehrssituation entspannen", erklärt Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH.

Die Auswirkungen
Schwierigkeiten im Betriebsablauf beim Übergang der Regionalbahnen auf die S-Bahn-Gleise von und nach Troisdorf in Höhe "Steinstraße" gehören heute schon zum Alltag. Da im gesamten Streckenverlauf Troisdorf- Köln-Hohenzollernbrücke keine "echten" Überholgleise vorhanden sind, ist bei der üblichen Bevorzugung des Fernverkehrs und dessen abzusehender Zunahme mit weiteren Qualitätseinbußen im Regionalverkehr zu rechnen. Auch das künftige Leistungsangebot des VRS würde durch einen Wegfall der planfestgestellten Neubaustrecken-Gleise beeinträchtigt. Die Anzahl der verspäteten Züge und verpassten Anschlüsse würde mittel- und langfristig steigen. Geplante Angebotsverbesserungen, insbesondere zur regionalen Anbindung des Flughafens Köln/Bonn, könnten wegen der fehlenden Infrastruktur selbst mittelfristig nicht mehr realisiert werden.

 

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