01.07.2004

Verkehrskonzept FIFA WM 2006, 01.07.2004

Enger Zeitrahmen könnte termingerechte Fertigstellung der Verkehrsmaßnahmen gefährden...


Köln. Noch 23 Monate - dann wird das erste Spiel der Fußballweltmeisterschaft angepfiffen. Der enge Zeitrahmen war Anlass für den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), gemeinsam mit der Stadt Köln zur Podiumsdiskussion "WM 2006: Der Countdown läuft - droht dem Kölner Nahverkehr die Abseitsfalle?" einzuladen. Unter Beteiligung von Oberbürgermeister Fritz Schramma und Hannes Löhr, Fußball-Legende des 1. FC Köln, wurde das Verkehrskonzept am künftigen Austragungsort auf seine termingerechte Realisierbarkeit hin untersucht.

Einigung mit der Deutschen Bahn AG erzielt
"Wenn man bedenkt, dass mit etwa 16 Monaten Bauzeit für die Fertigstellung des Verknüpfungspunktes "Bonnstraße" gerechnet werden muss, verbleiben knapp fünf Monate", bilanziert VRS-Geschäftsführer
Dr. Norbert Reinkober. "Und gerade bei diesem Herzstück der Nahverkehrsplanung stehen noch langwierige Prozesse, wie Planfeststellungsverfahren, Ausführungsplanungen und die europaweite Ausschreibung der Bauleistungen aus." Letzte Schwierigkeiten hinsichtlich der Finanzierung konnten diese Woche allerdings ausgeräumt werden. In einem Spitzengespräch zwischen Vertretern des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Bahn AG und dem VRS wurde die Basis für die Finanzierung bzw. Förderung der notwendigen Infrastrukturmaßnahme des S-Bahn-Haltepunktes "Bonnstraße" mit dem dazugehörigen zweigleisigen Streckenausbau gelegt. Die bisher noch ungeklärte Frage der Finanzierung des Betriebsprogramms (Notwendigkeit von zwei zusätzlichen Fahrzeugen) ist ebenfalls gelöst. "Nachdem nun alle finanziellen Lasten durch Bund, Land und VRS getragen werden, ist es jetzt nun an der Deutschen Bahn AG, zu zeigen, dass sie als deutsches Unternehmen alle Kraft daran setzt, die WM-Maßnahme zeitgerecht zu realisieren", hofft Reinkober.

Bedeutung der Maßnahmen über das Sportereignis hinaus
Der Haltepunkt "Bonnstraße" soll nach seiner Fertigstellung einen Umstieg in die bis dorthin verlängerte Stadtbahnlinie 1 bieten. Damit kann das Stadion auf kurzem Wege erreicht werden - sowohl ab dem Flughafen, als auch über den Hauptbahnhof. Dabei bestehen auch wesentliche Vorteile über die WM hinaus: "Für zahlreiche Pendler und Stadtbesucher aus der Siedlungsachse von Düren bis Königsdorf wird das neue Angebot so attraktiv sein, dass sie es in großem Umfang nutzen und entsprechend auf die Anreise mit dem Auto verzichten werden", so Oberbürgermeister Fritz Schramma weiter.

An der Veranstaltung im Rhein-Energie-Stadion nahmen teil:
Fritz Schramma, Oberbürgermeister der Stadt Köln
Hannes Löhr, ehemaliger Nationalspieler des 1. FC Köln
Jörg Hennerkes, Staatssekretär, Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen
Andreas Maatz, Leiter Transport & Verkehr, OK FIFA WM 2006
Klaus Harzendorf, Stadt Köln, Amt für Straßen- und Verkehrstechnik
Rainer Graichen, Geschäftsführer DB Regionalbahn Rheinland GmbH
Walter Reinarz, Vorstand Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB)
Michael Garvens, Geschäftsführer Flughafen Köln/Bonn GmbH
Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH

 


Abdruck honorarfrei/ Beleg erbeten an: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Ariane Weber/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ (Tel. 0221/ 20808-47/ Fax: 0221/ 20808-40/ Email: ariane.weber@vrsinfo.de