28.04.2015

Verkehrsexperten fordern Ausbau des Kölner Bahnknoten

NVR-Bahnknotenkonferenz lockt 500 Teilnehmer in die Koelnmesse


Köln, 28. April 2015. „Steht die Wirtschaftsregion Rheinland bald auf dem Abstellgleis“ – unter diesem Titel diskutierten am Montag in der Koelnmesse rund 500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Interessensverbände über den dringend notwendigen Ausbau des Eisenbahnknoten Köln. Die vom Nahverkehr Rheinland (NVR) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln und der Koelnmesse organisierte Veranstaltung war prominent besetzt: So sprachen u.a. Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube, NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, VDV-Präsident Jürgen Fenske und viele andere Fachleute über die Notwendigkeit des Bahnknotenausbaus.Die Experten waren sich einig: Der Bahnknoten-Engpass muss beseitigt werden – ansonsten droht dem Schienensystem im Rheinland der Kollaps. „Unsere Züge stehen schon jetzt im Stau, das System ist so überlastet, dass schon die kleinste Störung zu einem Zusammenbruch führen kann“, warnte NVR-Zweckverbandsvorsteher Hermann-Josef Tebroke. Wenn die Wirtschaft der Region weiter wachsen wolle, müsse auch ihre Infrastruktur mithalten. „Es besteht dringend Handlungsbedarf“, so Tebroke, der sich von der großen Teilnehmerzahl der Bahnknotenkonferenz begeistert zeigte. „Die 500 Anmeldungen für unsere Konferenz zeigen, dass die Engpassproblematik im Bewusstsein der Menschen und Entscheider der Region angekommen ist. Es herrscht Partei und Kommunen übergreifend Einigkeit, dass der Ausbau dringend notwendig ist – ansonsten droht das Rheinland seinen Status als Wirtschafts- und Wachstumsstandort zu verlieren“, sagte Tebroke.

Forderung nach einer stabilen Finanzierungsgrundlage
Der NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober hofft, dass der während der Konferenz laut gewordene Ausbau-Ruf auch bis nach Berlin durchhallt und der Bahnknoten Köln dort prioritär behandelt wird. Als nächsten Schritt werde nun eine stabile Finanzierungsgrundlage und damit verbunden die Zusicherung der Planungsmittel für den Ausbau der S-Bahnlinie 11 sowie der Erweiterung des Kölner Hauptbahnhofs und des Bahnhofs Köln Messe/Deutz mit zusätzlichen S-Bahngleisen benötigt. „Die positiven Zeichen von Dr. Rüdiger Grube und Michael Groschek machen Hoffnung, dass die Finanzierungsvereinbarung bald unterzeichnet werden kann und wir mit den Planungen der ersten Ausbaumaßnahmen beginnen können.“ Dr. Reinkober machte deutlich, dass die Bahnknotenkonferenz keine Eintagsfliege, sondern der Startschuss für einen ausführlichen Diskussions- und Kommunikationsprozess gewesen sei. „Wir möchten alle Interessierte animieren, sich aktiv einzubringen. Die Bahnknotenkonferenz wird nicht die letzte ihrer Art sein. Wir wollen neue Wege der Bürgerbeteiligung gehen“, sagte Reinkober.

Ein Bild der Veranstaltung finden Sie unter folgenden Link: http://download.vrsinfo.de/pm/Koelner_Bahnknotenkonferenz_hres-1012.zip 

Die aktuelle Broschüre zur Bahnknotenkonferenz finden Sie im Internet: https://www.nvr.de/fileadmin/Dateien/PDF/BahnknotenKoeln_Broschuere2015.pdf 

Pressekontakt:
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