28.09.2012

Tarifanpassung zum 1. Januar 2013

VRS-Gremien einigen sich auf einen Doppelbeschluss: Die Ticketpreise steigen 2013 um 3,9 Prozent und 2014 um 3,6 Prozent


Köln, 28. September 2012. Die VRS-Zweckverbandsversammlung hat in ihrer heutigen Sitzung mit großer Mehrheit einer Tarifanpassung zum 1. Januar 2013 von durchschnittlich 3,9 Prozent und für das Jahr 2014 von durchschnittlich 3,6 Prozent zugestimmt. Die Verbandsversammlung folgt damit dem Beschluss des VRS-Unternehmensbeirats vom 20. September. Im Unternehmensbeirat hatten zahlreiche Verkehrsunternehmen aufgrund ihrer jeweiligen unternehmensspezifischen Kostensituation eine deutlich höhere Tarifanpassung eingefordert. In den Gesprächen mit den Verkehrsunternehmen haben die Vertreter der Verbandsversammlung aber deutlich gemacht, dass trotz der gestiegenen Personal-, Material- und Energiekosten, die Preisakzeptanz bei den Fahrgästen gewahrt bleiben muss.

Bei der nun erfolgten Festlegung der neuen Preise wird daher sowohl die Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen angemessen berücksichtigt, als auch dafür Sorge getragen, dass die Fahrgäste weiterhin einen attraktiven und bezahlbaren Nahverkehr angeboten bekommen. Aufgrund der starken Kostenentwicklung im laufenden und kommenden Jahr war es erforderlich, die daraus resultierenden Preisanpassungen fahrgastverträglich auf zwei Jahre zu verteilen.

Anpassungsforderung im Interesse der Fahrgäste deutlich reduziert
Der nun erfolgten Einigung liegen die tatsächlichen durchschnittlichen Entwicklungen der Kostenfaktoren Personal (Entwicklung der Tarifabschlüsse TV-N), Material (Entwicklung der Indizes der Erzeugerpreise), Energie (Entwicklung der Indizes der Energiekosten) und Kapital (Entwicklung der Effektivzinssätze für Unternehmen) zu Grunde. "Das im VRS zur Anwendung kommende indexbasierte Tariffortschreibungsverfahren hätte in 2013 eigentlich zu einer Tarifanpassung von 5,6 % und in 2014 von 3,15 % geführt. Im Interesse unserer Fahrgäste konnten diese Anpassungsforderungen deutlich reduziert und durch den Doppelbeschluss auf zwei Jahre verteilt werden, so dass sich die Anpassung für 2013 auf 3,9 Prozent und für 2014 auf 3,6 Prozent beläuft", so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag. "

Der Entscheidung ging ein langer und intensiver Diskussionsprozess mit den Verkehrsunternehmen voraus. Die Einigung war deshalb besonders schwierig, weil zahlreiche Verkehrsunternehmen deutlich höhere Preise in die Verhandlungen eingebracht und gefordert haben", so der Vorsitzende der Zweckverbandsversammlung, Karsten Möring.

Ähnliche prozentuale Preiserhöhungen in anderen Verkehrsverbünden
Die anderen großen Verbünde erhöhen ihre Tarife um ähnliche Prozentzahlen: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) passt seine Preise ebenfalls um durchschnittlich 3,9 Prozent an. Der Münchener Verkehrsverbund (MVV) um durchschnittlich 3,7 Prozent und der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) um durchschnittlich 4,2 Prozent.

Ausgewählte Preisbeispiele für 2013
In 2013 werden die Preise der Tickets sowohl im Bartarif (+4,3 Prozent) als auch bei den ZeitTickets (+3,9 Prozent) durchgehend angepasst. Somit kostet ein EinzelTicket Erwachsene in der Preisstufe 1b (Köln/Bonn) ab Januar 2,70 Euro statt 2,60 Euro. Der Preis für das 4erTicket für Erwachsene in der Preisstufe 1b erhöht sich von 9,40 Euro auf 9,70 Euro. Der Preis für das Kurzstrecken-Ticket für Kinder bleibt konstant bei einem Euro, das EinzelTicket Kinder erhöht sich in der Preisstufe 1b von 1,50 Euro um zehn Cent auf 1,60 Euro.

Bei den ZeitTickets für Erwachsene und Auszubildende ist im kommenden Jahr eine durchschnittliche Preiserhöhung von 3,9 Prozent geplant. So verteuert sich das WochenTicket um 0,80 Euro auf 22,40 Euro und der Preis für das MonatsTicket Erwachsene erhöht sich von 81,10 Euro auf 84,30 Euro (im Abo 73,60 Euro). Diese Beispiele beziehen sich jeweils auf die Preisstufe 1b (Köln/Bonn).

Der Kindertarif bleibt 2014 stabil
Der Doppelbeschluss garantiert dann aber für 2014 eine Preisstabilität in einigen relevanten Ticketkategorien: So bleiben die Preise im Bartarif bei der Kurzstrecke, dem Kindertarif (sowohl bei Einzel- als auch bei 4erTickets) und den 4erTickets MobilPass und MonatsTickets MobilPass stabil. Der Verkauf der MobilPass Tickets ("Sozialticket") wird umgehend wieder aufgenommen, wenn die NRW-Landesregierung den Landeshaushalt beschlossen und eine Förderzusage übermittelt hat. Da die entscheidende Haushaltsdebatte Ende November stattfindet, ist bei einem positiven Bescheid aus Düsseldorf eine sofortige Wiederaufnahme des Verkaufs der MobilPass Tickets möglich.

Die ab dem 1. Januar 2013 gültige Preistabelle finden Sie zum Download unter:
http://download.vrsinfo.de/Preistabelle_2013.zip

Pressekontakt:
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Holger Klein
Pressesprecher
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