14.11.2014

Station Köln-Hansaring : Bahn hat auf Qualitätsbericht des Nahverkehr Rheinland (NVR) mit vielen Maßnahmen reagiert

Strengere Qualitätskontrollen - Vandalismus und Graffiti großes Problem an vielen Stationen


Köln, 14. November 2014. Der Kölner Bahnhofsmanager Kai Rossmann (kommissarisch), der Geschäftsführer des Nahverkehr Rheinland (NVR), Dr. Norbert Reinkober sowie die Stadtraummanagerin Franka Schinkel von der Stadt Köln haben heute die in den letzten Monaten durchgeführten und in den kommenden Monaten geplanten Maßnahmen am Haltepunkt Köln-Hansaring und Umgebung vorgestellt.

So wurden beispielsweise seitens der DB die Sitzgelegenheiten erneuert, Decken und Dächer gereinigt, Wände gestrichen, das Wegeleitsystem teilweise erneuert, Papierkörbe ersetzt, Graffiti entfernt und die Reinigung verbessert. Seitens der Stadt Köln wurde im Rahmen des Stadtbildforums mit diversen Partnern wie den Kölner Abfallwirtschaftsbetrieben und der RheinEnergie AG ein Paket von Maßnahmen verabredet, das ebenfalls zur Aufwertung der Haltestelle beitragen soll. So wird im Frühjahr ein neues Lichtkonzept der RheinEnergie umgesetzt und die Zwischenebene zwischen den Bahngleisen der DB und den Stadtbahngleisen erhellt. Ferner ist eine aufwendige Reinigungsaktion der Stadtbahn-Haltestelle am Hansaring geplant. Die AWB haben bereits jetzt die Reinigung intensiviert. Außerdem hat die Stadt im Umfeld der Haltestelle den Stadtraum „entrümpelt“.

Mitte dieses Jahres hatte der NVR erstmals einen Stationsbericht vorgelegt, in dem der Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte untersucht und bewertet wurde. Hierbei wurde festgestellt, dass etwa zwei Drittel der 190 Stationen auf dem Gebiet des NVR in einem mindestens akzeptablen Zustand sind. Bei etwas mehr als 12 Prozent der Stationen tritt eine Häufung bestimmter Mängel auf, so dass die Stationen ein nicht mehr akzeptables Erscheinungsbild aufweisen; an diesen Stationen besteht besonderer Handlungsbedarf. Eine der besonders negativ bewerteten Stationen war die Station Köln-Hansaring.

Ein großes Problem stellt weiterhin die Beseitigung von Vandalismusschäden und Graffiti-Schmierereien dar. So werden Aufzüge demoliert, Scheiben in Wetterschutzhäuschen, Bahnhofsgebäuden und Abgängen zerstört, Fallrohre eingetreten, Sitzelemente demontiert, verbogen und eingetreten sowie Kabel durchtrennt. Der Schaden liegt allein bei den Bahnhöfen der DB in NRW bei über zwei Millionen Euro jährlich, im Bereich des Bahnhofsmanagement Köln bei einer sechsstelligen Summe.

„Wir nehmen die Qualitätsberichte des NVR sehr ernst und versuchen aufgeführte Mängel schnellstmöglich zu beseitigen. Allerdings ist die Erfassung des Stationszustandes immer eine Momentaufnahme. Denn leider erleben wir es zu oft, dass gerade eine Station wieder auf Vordermann gebracht wurde und unmittelbar danach wieder Schmierereien, Vandalismus und grobe Verunreinigungen feststellbar sind – nicht nur in Köln-Hansaring,“ betont der Leiter des Bahnhofsmanagements Köln, Kai Rossmann. „Für die Beseitigung dieser Schäden müssen wir jedoch sehr hohe Beträge aufwenden. Das Geld könnten wir sinnvoller einsetzen.“

„Die Bahnhöfe und Haltestellen sind die Aushängeschilder im ÖPNV. Wir müssen daher unseren Kunden zumindest eine angemessene Aufenthaltsqualität bieten und deshalb alles tun, um gemeinsam mit DB Station & Service, den Städten und Gemeinden sowie den weiteren Beteiligten zu Verbesserungen zu kommen“ so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober. Der NVR werde die Stationsqualität künftig regelmäßig erheben und alle Qualitätsmängel an die Betreiber der Stationen weiterleiten. „Nur so können sie auch gezielt angegangen werden. Denn im Interesse unserer Fahrgäste wollen wir dazu beitragen, die Situation zu verbessern“, erläutert Dr. Reinkober das Engagement des Aufgabenträgers.

„An der Station Hansaring zeigt sich exemplarisch, dass Bahn, Stadt, KVB und Andere investieren, um das Erscheinungsbild der Bahnhöfe zu verbessern. Es müssen nun auch alle, nicht zuletzt die Nutzer selbst, dazu beitragen, die erreichte Qualität zu halten und nicht wieder zu mindern“, sagt Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln.

Den Stationsbericht über die Qualität der Bahnhöfe und Haltepunkte im Gebiet des NVR finden Sie unter folgendem Link: Stationsbericht


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