12.05.2015

Start für neue S-Bahn-Werkstatt in Köln

Köln-Nippes: Werkstatt und Reinigungsanlagen für Elektrotriebzüge in Betrieb genommen / optimale Arbeitsabläufe und Vorteile in puncto Umwelt- und Klimaschutz


Düsseldorf/Köln, 12. Mai 2015. Die DB Regio NRW hat ihre neue Werkstatt und Reinigungsanlage in Köln-Nippes in Betrieb genommen. Durch den Neubau eines zweiten Werks am Knotenpunkt Köln wurde eine weitere moderne, zukunftsweisende Infrastruktur für die Fahrzeuginstandhaltung geschaffen. In Nippes kümmern sich ab sofort 135 Mitarbeiter um Elektrotriebfahrzeuge der Kölner S-Bahn sowie um die Züge des Typs ET 425, die im Regionalnetz rund um Köln unterwegs sind. In den Neubau hat DB Regio NRW über 24 Millionen Euro investiert.

„Unser Ziel ist es, die Fahrzeuge so schnell wie möglich wieder bereit für ihren regulären Einsatz auf der Schiene zu machen“, erklärt Dirk Helfert, Leiter des Verkehrsbetriebs Rheinland von DB Regio NRW. „Neben einem eingespielten Werkstatt-Team ist dazu auch eine gut durchdachte Werkstatteinrichtung nötig.“ In der zweigleisigen Werkstatt kann an insgesamt vier Zügen gleichzeitig gearbeitet werden. Die Arbeitsabläufe lassen sich dabei optimal aufeinander abstimmen, damit Kollegen zeitgleich an verschiedenen Fahrzeugkomponenten arbeiten können.

„Mit dem Mobilitätsbedarf in unserer Region steigen auch die Anforderungen an uns als Verkehrsverbund und an die Verkehrsunternehmen. Daher ist die neue Werkstatt ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, so VRS-Geschäftsführer Norbert Reinkober. „Dass es in Köln nun zwei moderne Werkstätten gibt, zeigt uns, dass wir mit DB Regio NRW einen fortschrittlichen Partner an unserer Seite haben, der in die Zukunft investiert.“

Neben der Werkstatt sind auch eine WC-Entsorgungsanlage sowie eine Innen- und eine Außenreinigungsanlage mit integrierter Enteisungseinrichtung entstanden. Die Fahrzeuge können dort im Winter nicht nur gewaschen, sondern bei Kälte auch mit speziellen Warmwasser-Sprenklern abgetaut werden. Um die elektronischen Bauteile beim Enteisen nicht zu beschädigen, muss das Wasser dazu optimal um 40°C temperiert sein.

Vorteile in puncto Umwelt- und Klimaschutz
Bei Konzeption und Bau der neuen Anlage wurde besonderes Augenmerk auf den Umwelt- und Klimaschutz gelegt. So zum Beispiel bei der modernen Bauweise: Die Werkstatt ist unter anderem mit einer energiesparenden Heizung ausgestattet, die die 3542 m² große Halle temperiert. Dabei wird wie bei einem Blockheizkraftwerk die Abwärme zur Gewinnung von Energie genutzt.

Auch Abläufe, wie die Fahrzeugwäsche, sind möglichst umweltschonend gestaltet, zum Beispiel indem pH-neutrale Waschmittel zum Einsatz kommen. Sie sind biologisch leichter abbaubar als herkömmliche alkalische oder saure Reiniger. Bei Graffiti-Schmierereien geht dies leider nicht: Die von Sprayern benutzten Farben sind aggressiv und lassen sich nur chemisch lösen. Weil die Rückstände zudem schwer abbaubar sind, müssen bei der Entfernung besondere Umwelt- und Arbeitsvorschriften eingehalten werden. In Kürze wird daher auch eine spezielle Graffitientfernungsanlage in Betrieb genommen.

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