17.09.2008

Sicherheitsprojekt "VeRSiert" startet in Köln

Nahverkehr Rheinland, KVB und Stadt Köln wollen Sicherheit bei Großveranstaltungen weiter verbessern.


Köln, 17. September 2008. Ein jetzt gestartetes Forschungsprojekt soll helfen, die Sicherheit bei Großveranstaltungen in der Region weiter zu verbessern. Gemeinsam mit der Stadt Köln und den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) konnte die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Sicherheitsprojekt "VeRSiert" nach Köln holen.

Erhöhung der Sicherheit durch optimierte Vernetzung
"VeRSiert" zielt darauf ab, bei Großveranstaltungen durch eine optimierte Vernetzung von Verkehrsgesellschaften, Einsatzkräften, Veranstaltern und Fahrgästen die Sicherheit insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr zu erhöhen.

"Gerade der Nahverkehr im Rheinland steht im Hinblick auf die Sicherheit im Umfeld von Großveranstaltungen vor großen Herausforderungen", erklärt Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des NVR. "Denn Großveranstaltungen verschiedenster Art nehmen hier in ihrer Anzahl und Bedeutung ständig zu. Außerdem wächst die Mobilität der Menschen permanent. Deshalb sind innovative Ansätze beim vernetzten Verkehrsmanagement das Gebot der Stunde. Diese", betont Reinkober, "lassen sich nur gemeinsam entwickeln und meistern." Der reiche Erfahrungsschatz der KVB und der Stadt Köln bezüglich des Managements von Großveranstaltungen war mit ausschlaggebend für die Projektbewilligung durch das Bundesministerium.

So soll im Rahmen des dreijährigen Projektes am Beispiel der Stadt Köln die Vernetzung zwischen Verwaltung, Verkehrsbetrieben, Veranstaltern und Einsatzkräften bei Planung und Durchführung von Großveranstaltungen verbessert werden, um Besucher/innen - insbesondere bei der An- und Abreise mit Bus und Bahn - größtmögliche Sicherheit zu bieten.

Gefahrenprävention durch optimierte Abläufe steht dabei im Vordergrund. Doch auch in Krisensituationen sollen Besucher/innen geschützt werden, indem Notlagen frühzeitig erkannt und Einsätze bestmöglich koordiniert werden.

Forschungsergebnisse fließen in veranstaltungsspezifische Wissensdatenbank ein
Ziel des Forschungsprojektes ist es herauszufinden, wie Mobiltelefone und andere mobile Kommunikationsgeräte für Gefahren- und Hinweismeldungen genutzt werden können. Zudem werden zahlreiche anonymisierte Videoanalysen und Simulationen Erkenntnisse liefern, wie sich Menschenströme im Normalfall, im Gedränge sowie in Panik verhalten.

Die Forschungsergebnisse sollen schließlich in eine veranstaltungsspezifische Wissensdatenbank einfließen, die dann auch für andere Städte und Regionen nutzbar ist.

Das bis Mitte 2011 laufende Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" als Teil der sogenannten "High-Tech-Strategie" der Bundesregierung mit 2,7 Mio. Euro gefördert. Weiterführende Informationen zu "VeRSiert" und den beteiligten Projektpartnern finden sich unter: www.versiert.info

Übrigens: "VeRSiert" steht für "Vernetzung von Nahverkehrsgesellschaften, Einsatzkräften, Veranstaltern und Fahrgästen für Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bei Großveranstaltungen".



Pressekontakt:
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