17.03.2011

PrimaTicket als weitere Ticketalternative für Grundschüler

VRS und Verkehrsunternehmen reagieren mit neuem Angebot auf Kritik aus dem Primarstufenbereich am SchülerTicket


Köln, 17. März 2011. Die Gremien des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) haben Anfang Februar ein neues Tarifkonzept für den Ausbildungsverkehr beschlossen. Kernstück ist die verbundweite Einführung des SchülerTickets ab dem kommenden Schuljahr 2011/2012. Damit können ab dem 1. August 2011 alle Schüler der bezugsberechtigten Schulen im Verbundgebiet 365 Tage im Jahr ohne zeitliche Einschränkungen mit Bussen und Bahnen fahren. Das je nach Standort preisdifferenzierte Ticket gilt ebenso für Grundschulen wie für weiterführende Schulen und ersetzt zukünftig das SchülerjahresTicket als reines Ausbildungsangebot und das JuniorTicket als reines Freizeitangebot.
Während das neue SchülerTicket-Modell von den weiterführenden Schulen überwiegend positiv aufgenommen wurde, gab es Kritik aus Bereich der Grundschulen. Für Grundschüler sei das SchülerTicket keine Alternative, da die Möglichkeit der ganztägigen Bus- und Bahnnutzung von den meisten Grundschülern nicht in Anspruch genommen würde, so die Argumentation. Dazu wurde angeregt, auch weiterhin ein reines Ausbildungsticket für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe anzubieten.

Dem Wunsch nach diesem reinen Ausbildungsticket für die Primarstufe sind die Verkehrsunternehmen im VRS in ihrer Sitzung am heutigen Tag nachgekommen. Ab dem 1. August 2011 gibt es zusätzlich und nur für Grundschüler das „PrimaTicket" als ein persönliches, ausschließlich schulwegbezogenes Ticket für Fahrten zwischen Wohnort und Schule. Damit haben die Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr die Möglichkeit, sich entweder für das SchülerTicket oder das PrimaTicket zu entscheiden.

Das PrimaTicket gilt nur schulwegbezogen
Das neue PrimaTicket gilt schulwegbezogen von montags bis freitags bis 18 Uhr sowie samstags bis 15 Uhr. Während der Sonn- und Feiertage sowie während der für das Land Nordrhein-Westfalen festgelegten Ferienzeiten besitzt das PrimaTicket keine Gültigkeit. Die Kosten für das PrimaTicket werden für freifahrberechtigte Schülerinnen und Schüler von den Schulträgern übernommen. Selbstzahler können das PrimaTicket nach Preisstufen differenziert in den Kundencentern der Verkehrsunternehmen erwerben. Das PrimaTicket ist in elf Monatsraten zu zahlen.

Eugen Puderbach, der Vorsitzende des Beirats der Verkehrsunternehmen im VRS: „Nachdem wir feststellen mussten, dass in einigen Teilen des Verbundgebietes die Akzeptanz für das SchülerTicket im Primarschulbereich fehlte, haben wir das PrimaTicket konzipiert. Somit können die Grundschulen jetzt selbst wählen, ob sie ihren Schülerinnen und Schülern mit dem PrimaTicket einen Fahrausweis nur für den Ausbildungsverkehr oder mit dem SchülerTicket einen Fahrausweis für Schule und Freizeit zur Verfügung stellen möchten." 

VRS-Geschäftsführer Wilhelm Schmidt-Freitag: „Wir haben die Kritik der vergangenen Wochen aufgenommen und unser Ticketangebot für Grundschulen nochmals modifiziert und erweitert. Mit dem PrimaTicket steht den freifahrtberechtigten Schülern eine zuschlagsfreie Alternative zum SchülerTicket zur Verfügung. Für die weiterführenden Schulen ist das PrimaTicket jedoch nicht vorgesehen, hier ermöglicht das SchülerTicket den Schülerinnen und Schülern eine preisgünstige Nutzung von Bussen und Bahnen – und das 365 Tage im Jahr."

Kompakt-Informationen über SchülerTicket und PrimaTicket:

  • SchülerTicket: Das SchülerTicket bietet seinen Nutzern viele Vorteile: So können die Schülerinnen und Schüler ab August ganztägig mit Bussen und Bahnen im kompletten VRS-Netz fahren. Das SchülerTicket gilt für Schul- und Freizeitfahrten und kann auch in den Ferien, für Klassenausflüge oder für das Praktikum genutzt werden. Zudem können die Besitzer montags bis freitags ab 16 Uhr sowie samstags, sonntags, an Feiertagen ganztägig und in den Schulferien ab neun Uhr ein Fahrrad mitnehmen. Der Preis für das SchülerTicket richtet sich nach dem Standort der Schule im Verbundgebiet. So liegt der Preis in den ÖPNV-starken Ballungskernen (Standortkategorie 1) über dem im ländlichen Raum (Standortkategorie 2). Ebenfalls zahlen Grundschülerinnen und –schüler weniger als die Jugendlichen auf den weiterführenden Schulen.
  • PrimaTicket: Sofern sich ein Schulträger jedoch nicht für die Einführung des SchülerTickets an einer Grundschule entscheidet, kann er den Schülern eine persönliche, ausschließlich schulwegbezogene Karte zur Verfügung stellen: für die Primarstufe das „PrimaTicket", welches ausschließlich zu lehrplanmäßigen Schulfahrten im angegebenen Geltungsbereich von montags bis freitags bis 18.00 Uhr, an Samstagen bis 15.00 Uhr gilt. Während der Sonn- und Feiertage sowie während der für das Land Nordrhein-Westfalen festgelegten Ferien besitzt das PrimaTicket keine Gültigkeit. Das PrimaTicket ist für freifahrberechtigte Kinder zuschlagfrei, Selbstzahler können das PrimaTicket in den Kundencentern der Verkehrsunternehmen erwerben.

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