29.09.2005

Preisanpassung 2006, 29.09.2005

Preise steigen zum 01.01.2006 durchschnittlich um 4,5 Prozent...


Köln. Ab 1. Januar 2006 gelten neue Preise im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Vorbehaltlich der Zustimmung der Zweckverbandsversammlung am 19. Oktober 2005 werden die Preise durchschnittlich um 4,5 Prozent angehoben. Zu diesem Schritt haben sich die Verkehrsunternehmen und die politischen Gremien des VRS entschieden, da ohne Tarifanpassung das vorhandene Defizit von rund 200 Millionen Euro um weitere 25 Millionen Euro anwachsen würde. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Allein durch die Energiepreisverteuerung von fast 30 Prozent (Anfang 2004 bis September 2005) haben die Verkehrsunternehmen im VRS Mehrkosten von 10,6 Millionen Euro. Und die Kürzung der Ausgleichszahlungen für die ermäßigte Beförderung von Auszubildenden und Schwerbehinderten bewirkt Mindereinnahmen von ca. zehn Millionen Euro in 2006.

Fehlende Mittel werden anteilig auf alle Ticketsegmente umgelegt
Durch die Tarifanpassung sind Mehreinnahmen von rund 17 Millionen Euro zu erwarten. Der zusätzliche Fehlbetrag von rund acht Millionen Euro wird von den Eigentümern der Verkehrsunternehmen getragen.

Die Preise der Einzeltickets für Erwachsene werden im Durchschnitt um 3,4 Prozent erhöht, die Zeittickets für Erwachsene kosten künftig durchschnittlich 5,3 Prozent mehr. So kostet beispielsweise ein Monatsticket Erwachsene im Abo in der Preisstufe 1b (Stadtgebiet Köln/ Bonn) ab kommendem Jahr 56,10 Euro. Bisher liegt der Preis bei 53,50. Der Preis für das Einzelticket in der Preisstufe 1b steigt um zehn Cent von 2,10 Euro auf 2,20 Euro. Das mit 33,00 Euro besonders günstige JobTicket wird um 2,20 Euro (6,7 Prozent) teurer. Die Preise der Kurzstreckentickets (Kinder und Erwachsene) bleiben stabil, genau wie der Preis des im August 2005 neu eingeführten Startertickets.

Tarifliche Verbesserungen ab 2006
Zeitgleich mit Anhebung der Fahrpreise werden deutliche tarifliche Verbesserungen in Kraft treten:

- Reduktion der VRS-Preisstufen von sechs auf fünf. Dadurch sinkt der Preis vieler netzweit gültiger Tickets.

- Änderung der Pünktlichkeitsgarantie. Das Garantieticket wird durch die Mobilitätsgarantie ersetzt. Kunden, die länger als 20 Minuten auf verspätete Bahnen warten müssen, können sich ab dem 01.01.2006 an ein Taxi für ihre Weiterfahrt nehmen, falls keine alternativen ÖPNV-Angebote vorhanden sind. Nach Anerkennung der Notwendigkeit durch das betroffene Unternehmen wird der Taxipreis erstattet: Für Abonnenten und Jobticket-Inhaber in einer Höhe bis zu 30 Euro und für alle anderen Kunden bis zu 15 Euro.

 

Kontakt: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/Ariane Weber/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ Tel. 0221/ 20808-47/ Fax: 0221 / 20808-40/ Email: ariane.weber@vrsinfo.de