05.10.2019

Overath ist NRW-Wanderbahnhof des Jahres 2019

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst überreichte begehrte Plakette an Overather Bürgermeister Jörg Weigt


Köln/Overath, 05. Oktober 2019. Der Bahnhof Overath wurde heute zum „NRW-Wanderbahnhof des Jahres 2019“ ernannt. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst überreichte dem Overather Bürgermeister Jörg Weigt die begehrte Plakette bei einem Vor-Ort-Termin. Die Auszeichnung macht den Bahnhof zum neunten Sieger des Wettbewerbs der Gemeinschaftskampagne mobil.nrw.

Von außen überzeugt das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1884 mit historischem Charme, im Inneren finden Fahrgäste moderne Services. Ein umfassender Umbau des Bahnhofs zwischen 2014 und 2016 hat die Weichen für eine neue Reisequalität gestellt, von der auch Wanderer profitieren. Vor allem in Sachen Barrierefreiheit punktet der Bahnhof dank der Modernisierung: Die Verlängerung und Anhebung des Haus- und Mittelbahnsteigs ermöglichen einen ebenerdigen Einstieg. Darüber hinaus wurden alle drei Bahnsteige mit einem Blindenleitsystem ausgestattet und die Zugänge barrierefrei gestaltet. Für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgt unter anderem eine neue Bahnsteigüberdachung. Mit zum Projekt gehörte die Umgestaltung des Busbahnhofs. Auch hier machen höhere Barrierefreiheit und eine neue Überdachung das Reisen angenehmer.

Wanderer gelangen vom zentral gelegenen Bahnhof schnell in den Naturpark Bergisches Land. Die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft lockt mit grünen Wäldern, weiten Wiesen und idyllischen Tälern. Rund um Overath bieten die Täler der Flüsse Agger und Sülz ideale Möglichkeiten für kurze oder Mehrtages-Wanderungen. Vor und nach der Wanderung finden Ausflügler im Bahnhof alles, was sie brauchen: Die Bahnhofsgastronomie „Stadtmitte“ lädt als Kultgaststätte zu einer ausgedehnten Pause ein. Darüber hinaus sind im Servicecenter des Regionalverkehrs Köln neben Fahrkarten auch Snacks, Getränke, Zeitschriften und vieles mehr erhältlich. Mit dem Umbau zum „Kulturbahnhof“ hat die Stadt zudem Anfang 2005 den Grundstein dafür gelegt, Reisen mit Kulturgenuss zu verbinden.

Ein Veranstaltungssaal mit historischem Grauwackemauerwerk sowie weitere Räumlichkeiten dienen als Schauplatz für Konzerte, Theateraufführungen, Feiern und Ausstellungen. Auch im direkten Bahnhofsumfeld herrscht viel Leben. Hier finden Wanderer Geschäfte, Wochenmärkte, weitere Gastronomiebetriebe und immer wieder das eine oder andere Fest. Für gute Anbindungen sorgt neben dem Busbahnhof die Oberbergische Bahn: Die RB 25 verbindet Overath mit Köln und dem Rheinland sowie mit sauerländischen Städten wie Meinerzhagen und Lüdenscheid.

Die Mischung aus Reiseservice, Freizeitqualität und Kultur überzeugt auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Der Minister unterstrich die besondere Rolle, die der Bahnhof Overath als Tor zum Umland hat, und machte deutlich, dass die Modernisierung eines von vielen gelungenen Beispielen für die neue Aufenthaltsqualität an nordrhein-westfälischen Bahnhöfen sei.

Diese Qualität ist jetzt durch die von Hendrik Wüst übergebene Gewinner-Plakette auch weithin sichtbar. Im Anschluss an die feierliche Verleihung machten sich die Anwesenden selbst ein Bild von den Vorzügen des Wanderbahnhofs und der reizvollen Umgebung. Gemeinsam mit Manuel Andrack, Wanderautor und Pate der Aktion, ging es auf eine rund 8,5 Kilometer lange Tour auf dem Overather Pilgerweg nach Marialinden und wieder zurück.

Bereits seit 2010 vergibt die Gemeinschaftskampagne mobil.nrw, ehemals „Busse & Bahnen NRW“, die Auszeichnung „NRW-Wanderbahnhof“. Eine Jury aus Nahverkehrs- und Wanderexperten wählt dabei aus verschiedenen Vorschlägen eine Station aus, die sich vor allem durch ihre gute Lage an Wanderrouten sowie durch eine gute Nahverkehrsanbindung auszeichnet. Mit Overath haben mittlerweile neun Bahnhöfe die Auszeichnung erhalten: Winterberg (2018), Werdohl (2016), Soest (2015), Schladern (2014), Billerbeck (2013), Lennestadt-Altenhundem (2012), Heimbach (2011) und Iserlohn (2010).

Stimmen zur Verleihung:

Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen: „Der Bahnhof Overath bringt historisches Ambiente und modernes Reisen zusammen. Mit seiner guten Anbindung an den nordrhein-westfälischen Nahverkehr und der reizvollen Lage im Bergischen Land bietet er alles, was Wanderer brauchen, und hat die Auszeichnung zum NRW-Wanderbahnhof 2019 mehr als verdient.“

Jörg Weigt, Bürgermeister der Stadt Overath: „Ich freue mich sehr, dass der Bahnhof Overath zum NRW-Wanderbahnhof 2019 ernannt worden ist. Die Auszeichnung ist eine Belohnung für das Engagement vieler Beteiligter in den vergangenen Jahren. So hat die Bahnhofsmodernisierung dazu geführt, dass Fahrgäste jetzt frei von Barrieren reisen können und ein deutliches Plus an Aufenthaltsqualität erleben. Wanderer und andere Reisende finden hier alles, was sie brauchen – vom Fahrkartenverkauf bis hin zu diversen gastronomischen Angeboten. Mit dem Umbau zum Kulturbahnhof haben wir als Stadt darüber hinaus die Grundlage gelegt, dass auch kulturell neues Leben in den Bahnhof einzieht.“

Manuel Andrack, Wanderautor und Pate des NRW-Wanderbahnhofs: „Das Bergische Land ist eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderregion. Mit dem Bahnhof Overath finden Ausflügler hier einen idealen Startpunkt für ihre Touren und können ganz bequem mit Bus und Bahn an- und abreisen – besser geht’s nicht.“

Stephan Santelmann, Landrat und Vorstandsvorsteher ZV Nahverkehr Rheinland (NVR): „Der Bahnhof Overath hat die Auszeichnung als NRW-Wanderbahnhof absolut verdient. Im Zuge der Modernisierung hat eine neue Reisequalität Einzug gehalten – mit mehr Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Services. Neben der guten Infrastruktur des Bahnhofs finden Wanderer in unmittelbarer Nähe reizvolle Strecken für ihre Entdeckungstouren durchs Bergische Land.“

 

Bild (von links nach rechts): Landtagsabgeordneter Rainer Deppe, Birgit Stecker, Manuel Andrack, Hendrik Wüst, Jörg Weigt, Stephan Santelmann und VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.


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