02.08.2016

NVR kritisiert aktuelle Ausfallserie bei National Express

Aufgabenträger fordern bei Krisengespräch eine deutliche Qualitätssteigerung bei RB 48 Und RE 7 - NX stellt Maßnahmen zur besseren Personalverfügbarkeit vor


Köln. In der vergangenen Woche erreichte den Nahverkehr Rheinland (NVR) eine Vielzahl von Kundenbeschwerden über die mangelhafte Betriebsqualität der Zuglinien RB 48 und RE 7. Seit Dezember 2015 werden die RE 7 (Krefeld - Köln - Wuppertal - Hagen - Hamm - Münster - Rheine) und die RB 48 (Bonn - Köln - Wuppertal) vom in Köln ansässigen Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express Rail GmbH (NX) gefahren. Vor allem aufgrund von Personalmangel bei den Triebfahrzeugführern konnte NX die vertraglich festgelegten Leistungen auf der RB 48 insbesondere in der vergangenen Woche nur ungenügend erbringen. Eine Vielzahl von Leistungen fiel aus. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Züge der RE 7 verkehren zwischen Krefeld und Köln Messe/Deutz nur mit einer Einfach-, statt wie im Verkehrsvertrag festgelegt, mit einer Doppeleinheit. Die Folge waren Minderkapazitäten und frustrierte Fahrgäste.

Aufgabenträger pochen auf Einhaltung der vertraglich zugesicherten Leistungen

In einem soeben kurzfristig anberaumten Krisengespräch mit NX hat der NVR zusammen mit den beiden anderen Aufgabenträgern Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erneut auf das Einhalten der vertraglich festgelegten Leistungen gepocht und NX zu einer schnellen Verbesserung der Situation aufgefordert. Neben der Kritik an den personalbedingten Zugausfällen, der unzureichenden Fahrzeugverfügbarkeit und den Minderkapazitäten mahnten die Aufgabenträger die mangelhafte Kundeninformation an. "Obwohl wir annehmen, dass NX alles tut, um die Zahl der Zugausfälle so gering wie möglich zu halten und der Betrieb durch die große Sommerbaustelle zwischen Opladen und Solingen erschwert wird, können wir die aktuellen Probleme im Sinne unserer Kunden nicht tolerieren", stellt NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek klar. "NX muss mit einem griffigen Personalkonzept und einer transparenten Kundeninformation auf die Ausfallserie reagieren. Auch der Einsatz von nur einem Fahrzeug auf der RE 7 zwischen Krefeld und Köln Messe/Deutz ist nicht akzeptabel und verstößt gegen den Verkehrsvertrag", so der NVR-Geschäftsführer weiter. NX habe berichtet, dass es Gespräche mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen gegeben habe, um einen Pool mit bis zu 15 Leih-Triebfahrzeugführern aufzubauen, die bei hohem Krankenstand einspringen können. Zudem sei die Ausbildung von 10 zusätzlichen NX-Triebfahrzeugführern in drei Wochen beendet, so dass diese ab Ende August zur Verfügung stünden. "Wenn beide Maßnahmen umgesetzt werden, erwarten wir eine spürbare Reduzierung der betrieblichen Einschränkungen und eine deutliche Verbesserung der Betriebsqualität", so Sedlaczek.

 

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Nahverkehr Rheinland GmbH
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