23.11.2015

NVR findet vorläufige Lösung bei Trassenkonflikt zwischen HKX und Mittelrheinbahn

Negative Auswirkungen halten sich für die Nahverkehrskunden in Roisdorf und Hürth-Kalscheuren zumindest bis Mitte März in Grenzen


Köln, 23. November 2015. Im vergangenen Sommer wurde bekannt, dass der Hamburg-Köln-Express (HKX) ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember auch auf der linken Rheinstrecke von bzw. nach Frankfurt verkehren wird. Dabei wurde deutlich, dass es zu einem Trassenkonflikt mit der Mittelrheinbahn (MRB 26) kommen wird, in dessen Folge die von Transregio betriebene MRB 26 zu bestimmten Zeiten die Bahnhöfe Roisdorf und Hürth-Kalscheuren nicht anfahren kann, da HKX als Fernverkehrsbetreiber laut Eisenbahngesetzgebung Vorrang vor dem Nahverkehr hat. Dagegen protestierte die Zweckverbandsversammlung des Nahverkehr Rheinland (NVR) sowie die politischen Gremien vor Ort. Die NVR GmbH konsultierte anschließend auf Basis einer fraktionsübergreifenden gemeinsamen Resolution der Zweckverbandsversammlung sowohl Bundesnetzagentur (BNetzA) als auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der SPNV-Aufgabenträger (BAG-SPNV). Ziel ist es, im Rahmen der Novellierung der Eisenbahngesetzgebung im Falle von Trassenkonflikten eine vorrangige Berücksichtigung des Nahverkehrs zu erreichen.

Zahl der aufgelassenen Halte wird auf ein Minimum begrenzt
Vor wenigen Wochen hat HKX dann den Winterfahrplan bis Mitte März veröffentlicht. Entgegen erster Befürchtungen sollen nur recht wenige Züge des HKX zwischen Köln und Frankfurt verkehren: von Köln Hbf in Richtung Frankfurt freitags um 17:04 Uhr und sonntags um 21.04 Uhr sowie donnerstags und samstags aus Richtung Frankfurt nach Hamburg mit Abfahrten in Bonn Hbf um 10:31 Uhr und in Köln Hbf um 10:59 Uhr. An den übrigen Tagen verkehrt der HKX zumindest bis Mitte März nicht. Daher hat der NVR sofort Gespräche mit HKX, Transregio und DB Netz aufgenommen, um die Regeltakttrassen mit allen Halten an den Ausfalltagen des HKX so schnell wie möglich wieder anbieten zu können. Dabei ist es gelungen, die Zahl der aufgelassenen Halte auf ein Minimum zu begrenzen: Somit hält donnerstags und samstags nur ein Zug der Mittelrheinbahn nicht in Roisdorf (nicht 10.36 Uhr) und Hürth-Kalscheuren (nicht 10.48 Uhr). Bei allen anderen Fahrten der MRB 26 in Richtung Köln gibt es keine Änderungen. Bei Fahrten in Richtung Koblenz sind die Änderungen noch marginaler: Hier fällt nur freitags der Halt in Rolandseck (nicht 17.39 Uhr) weg.

Damit halten sich die negativen Auswirkungen des Trassenkonflikts – anders als noch vor einigen Wochen befürchtet – derzeit für die Nahverkehrskunden in Roisdorf und Hürth-Kalscheuren deutlich in Grenzen. Allerdings steht noch nicht fest, wie viele Trassen der linken Rheinschiene HKX nach dem Ende des Winterfahrplans am 15. März beansprucht. Daher kann es im Laufe des Fahrplanjahres noch zu Veränderungen kommen, über die der Nahverkehr Rheinland und Transregio rechtzeitig informieren werden.

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