13.06.2008

NVR begrüßt Landtagsentscheid zu Förderprojekten der Nahverkehrs-Infrastruktur im Rheinland (13.06.2008)


Köln/Düsseldorf. Am 12. Juni 2008 gab der Ausschuss für Bauen und Verkehr des nordrhein-westfälischen Landtages grünes Licht für das ÖPNV-Förderprogramm im Land. Die genehmigten Maßnahmen umfassen auch entscheidende Förderprojekte in der Region Rheinland. "Damit", so sind sich die Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH Dr. Norbert Reinkober und Hans Joachim Sistenich einig, "haben die Landespolitiker einen entscheidenden Impuls für die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung unserer Region gegeben. Wir freuen uns im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sehr darüber, dass das Land die von uns in der Region erarbeiteten Vorschläge so positiv aufgenommen hat!"

Die "Investitionsmaßnahmen im besonderen Landesinteresse" sind Bestandteil der Umsetzung des neuen ÖPNV-Gesetzes. Danach werden bestimmte Baumaßnahmen im Bereich der Schienenwege des Landes als besonders förderungswürdig im Interesse des gesamten Landes NRW definiert und priorisiert. Das umfangreiche Packet beinhaltet auch wichtige Maßnahmen der Schienenwege im Rheinland:

1. Auf der Strecke zwischen Bonn und Euskirchen soll der Abschnitt Bonn-Duisdorf bis Witterschlick zweigleisig ausgebaut werden. Außerdem werden vier neue Halte eingerichtet: "Bonn, Auf dem Hügel", "Bonn, Helmholtzstraße", "Alfter-Impekoven" und "Rheinbach-Ost". Hintergrund der Maßnahme: Einer Prognose zum Fahrgastaufkommen entsprechend wird die Zahl der Fahrgäste täglich innerhalb der nächsten Jahre von rund 15.400 auf rund 18.400 ansteigen.

2. Die Schienenstrecke zwischen Gummersbach/Marienheide und Meinerzhagen wird wieder in Betrieb genommen. Bis zum Jahr 2013 sollen Gleiswege und Stationen fertig sein.

Auch ein umfangreiches Programm zur Modernisierung von Bahnhöfen wurde aufgelegt. Allein im Gebiet des NVR betrifft dies 13 Bahnhöfe. Des Weiteren wurde die Modernisierung des Bahnhofes Köln-Messe/Deutz als besonders vordringlich eingestuft.

Außerdem beinhaltet das Förderpacket eine Reihe weiterer Zukunftsprojekte im Rahmen des Landesprogrammes, deren Finanzierung jedoch erst mittelfristig möglich wird. Im Rheinland sind dies insbesondere folgende:

1. Im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Strecke Lindern-Heinsberg soll die Kreisstadt Heinsberg einen Anschluss an das Schienennetz erhalten. Insbesondere in Fahrtrichtung Aachen soll eine umsteigefreie Verbindung mit einer Reisezeit von weniger als 60 Minuten geschaffen werden. Im Knoten Aachen wird eine Verknüpfung mit dem europäischem Hochgeschwindigkeits-Netz geschaffen.

2. Die Strecke Aachen - Köln ist im Abschnitt Aachen - Düren stark überlastet. In diesem Abschnitt teilen sich der Internationale Fernverkehr mit ICE und Thalys, der Güterfernverkehr von und zu den belgischen Seehäfen, die Regionalexpresslinie RE 1 und RE 9 sowie die euregiobahn nur zwei Gleise. Nun soll in Teilabschnitten der Strecke ein "Bypass" geschaffen werden. Die Strecke zwischen Aachen Hauptbahnhof und Aachen Rothe Erde und Eilendorf soll dazu insbesondere für den Regionalverkehr dreigleisig ausgebaut werden. Ein drittes Gleis ist auch zwischen Langerwehe und Düren geplant - eine wichtige Voraussetzung für die Durchbindung des Eisenbahnverkehrs bis nach Linnich. In diesem mittelfristig angelegten Teil des Programmes findet sich außerdem der Ausbau des Kölner Hauptbahnhofes und elf weiterer Bahnhöfe.

Mit der jetzt erfolgten finanziellen Sicherung für die landesweit wichtigen Infrastrukturmaßnahmen geht der NVR nun davon aus, dass DB Netz und DB Station + Service jetzt umgehend Planung und anschließenden Bau realisieren.



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