24.04.2014

Nutzen des ÖPNV übersteigt die Kosten um das Vierfache

Studie belegt, dass sich Ausgaben für Bus und Bahn auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnen


Köln, 24. April 2014. Bus und Bahn sind bekanntlich ein Zuschussgeschäft. Doch lohnt sich diese Investition öffentlicher Mittel überhaupt aus gesamtwirtschaftlicher Sicht? Der VRS wollte es wissen und hat bei der Intraplan Consult GmbH eine Studie zum gesamtwirtschaftlichen Nutzen des ÖPNV im Verbundraum in Auftrag gegeben. Die Expertise kommt in dieser Frage zu einem beachtlichen Ergebnis: Denn fasst man alle positiven Effekte des Nahverkehrs zusammen, so steht hier jedem für den ÖPNV aufgewendeten Euro ein Nutzen von knapp 4 Euro gegenüber. Ermittelt wurde dieses Ergebnis, indem man dem gesamtwirtschaftlichen Nutzen der Verkehrsleistungen im VRS für das Jahr 2011 seinem Zuschussbedarf gegenüberstellte.

Die Vorteile des gesamtwirtschaftlichen Nutzens von Bus und Bahn liegen im Vergleich zum eigenen PKW auf der Hand: Der ÖPNV ist kostengünstiger, wesentlich umwelt- und klimafreundlicher sowie sicherer als der PKW. Darüber hinaus bietet der Nahverkehr vielen Menschen die einzige motorisierte Möglichkeit, um mobil zu sein und damit zur gesellschaftlichen Teilhabe. Der Angebotsmix im ÖPNV des VRS-Raums sei ökonomisch am Bedarf ausgerichtet und aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gesehen absolut lohnenswert, bilanziert die Intraplan-Studie.

Studie bilanziert: Geld ist sinnvoll eingesetzt
In konkreten Zahlen ausgedrückt: 2011 profitierten die Menschen im VRS von 124 Millionen Fahrplan-Kilometern im ÖPNV und Verkehrsleistungen von 4,7 Milliarden Personen-Kilometern mit Gesamtkosten von rund 840 Millionen Euro. Diese konnten zu 64 Prozent durch leistungsbezogene Erlöse, insbesondere Fahrgeldeinnahmen, abgedeckt werden. Das durch öffentliche Gelder im VRS zu schließende Defizit beläuft sich damit auf 300 Millionen Euro. Um aus diesen Zahlen den wirtschaftlichen Nutzen von Bussen und Bahnen im VRS zu ermitteln, hat Intraplan ein hypothetisches Szenario entwickelt: der VRS-Verbundraum ganz ohne ÖPNV. Mit dieser Negativfolie ließ sich feststellen, dass Busse und Bahnen das Straßennetz um knapp drei Milliarden Pkw-Kilometer entlasten. Dadurch bedingt führt der ÖPNV zu weniger Verkehrstoten und Verletzten und sorgt für 574.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß. „Im Ergebnis haben wir einen vierfachen Nutzen des ÖPNV gegenüber den eingesetzten öffentlichen Mitteln: Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist die Abdeckung der Defizite im ÖPNV somit sinnvoll eingesetztes Geld“, so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag über das Ergebnis der Studie.

Weitere Informationen zu der Studie finden Sie unter folgendem Link: Studie gesamtwirtschaftlicher Nutzen

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