19.09.2011

NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger schickt Radwegdetektive auf den Weg

Fünftklässler der Aachener Montessori Gesamtschule erhalten die erste Radwegdetektivkiste


Aachen, 19. September 2011. 200 weiterführende Schulen in NRW können jetzt ihre Schüler der fünften oder sechsten Klassen als Radwegdetektive auf den Weg schicken: Mit der Übergabe der ersten Kiste an die Fünftklässler der Aachener Montessori Gesamtschule und Schulleiterin Irmgard Braun gab NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger heute (19. September) den offiziellen Startschuss.

Rüstzeug für Gefahrenermittlungen rund um den Schulweg
Die Radwegdetektive sind ein Projekt des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“, angesiedelt beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Die Kisten enthalten - neben einer Information für die Lehrer - Maßband, Sicherheitswesten, Reflektoren für das Fahrrad und Fragebögen. Damit ausgerüstet untersuchen die Spürnasen ihre Schul- und Freizeitwege auf potenzielle Gefahrenstellen hin. Beendet ist ihre Arbeit als Radwegdetektive damit aber noch nicht: Sie dokumentieren die Mängel im Straßenraum sowie Verbesserungsvorschläge und senden diese anschließend an die Planungs- und Bauämter. Mit Polizei und Kommunen diskutieren die Schüler dann gemeinsam die Untersuchungsergebnisse.

Kinder als Verkehrsexperten ernst nehmen
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt diese Aktion des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“. Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger: „Wir fördern dieses Projekt einer lebendigen und modernen Mobilitätserziehung, weil es dazu beiträgt, den Verkehrsraum kindgerechter zu gestalten. Dazu gehört es, Kinder als Verkehrsteilnehmer ernst zu nehmen, denn sie sind die besten Experten für ihre Wege.“ Für die Stadt Aachen ist die Förderung des Radverkehrs ein wichtiges Anliegen. „Man kann nicht früh genug damit beginnen. Die Radwegdetektive passen gut in das Angebot der Stadt Aachen und nehmen Kinder als Verkehrsexperten ernst“, so Dr. Stephanie Küpper, Leiterin des städtischen Projekts „FahrRad in Aachen“.

Netzwerkarbeit für eine zukunftsfähige Mobilität
Zentrales Element des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“  ist die enge Zusammenarbeit von Kommunalverwaltung, Schule und Polizei. „Denn nur gemeinsam lässt sich die Sicherheit von Kindern auf den Straßen von NRW verbessern“, so Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des sich am Netzwerk beteiligenden Aachener Verkehrsverbundes. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ liegt darin, Kommunen und Schulen dabei zu unterstützen, die Mobilitätskompetenz von Kindern zu fördern. „Dies ist für uns ein wesentlicher Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität. Die Kooperation der Kommunen im Netzwerk bietet dabei für alle Beteiligten Vorteile, denn so braucht nicht jede Kommune das Rad neu erfinden“, erläutert Hans Joachim Sistenich weiter. Aufgrund seines Erfolges wurde das rheinische Netzwerk zum Vorreiter und Vorbild für das Netzwerk „Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen“, zu dem auch die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold, Düsseldorf und Münster gehören.

Die Radwegdetektivkisten sind für Mitgliedskommunen der Netzwerke kostenfrei zu beziehen über die Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH, Tel: 0221/ 20808 – 730 oder per E-Mail unter verkehrssicherheit@vrsinfo.de.

Bildunterzeile (von links nach rechts): Hans-Joachim Sistenich, Harry K. Voigtsberger,  Dr. Stephanie Küpper und Schulleiterin Irmgard Braun bei der Übergabe der Raddetektiv-Kiste an die Klasse 5 F.


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