04.03.2002

Neues Preissystem, 04.03.2002

Kundenfreundlichkeit und Übersichtlichkeit stehen im Vordergrund


Köln. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) plant zum Frühjahr 2003 die Einführung eines stark vereinfachten Tarifsystems. Derzeit lässt der VRS verschiedene Varianten einer Neuordnung des Tarifsystems durch einen externen Gutachter prüfen. Erste Zwischenergebnisse liegen bereits vor und sprechen für ein nach Städten und Gemeinden sowie maximal sechs Preisstufen unterteiltes Modell. Dieses verspricht Einfachheit und Übersichtlichkeit auf der ganzen Linie. Denn die Tarifgrenzen stimmen in dem neuen System mit den kommunalen Grenzen überein. Das heißt, innerhalb einer Stadt oder einer Gemeinde wird es neben der Kurzstrecke nur eine Preisstufe geben.

Walter Reinarz, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) begründet diesen Schritt: "Wir brauchen dringend ein einfaches, übersichtliches, für jeden Kunden verständliches Tarifsystem. Und das
vor allem für Ortsfremde und die Kunden, die selten mit Bus oder Bahn fahren. Sie sind von der Komplexität des heutigen Tarifsystems besonders betroffen, und wissen oft nicht, welches Ticket sie lösen sollen. Ein Tarifgeflecht, wie wir es heute haben, ist wenig kundenfreundlich und daher nicht mehr zeitgemäß." Grund genug für den VRS Konsequenzen zu ziehen und sein Tarifsystem zu reformieren.

Ergebnisse des Gutachters
Bisher musste der Kunde genau wissen, wie viele Tarifzonen er durchfährt und wie seine Fahrtstrecke verläuft, um zu wissen, welches Ticket das richtige für ihn ist. Bei 12 Tarifzonen und 5 Preisstufen kein leichtes Unterfangen. Nach dem neu geplanten, ringförmig aufgebauten Tarifsystem bezahlt der Kunde innerhalb der Gebietskörperschaft, in der er sich gerade befindet den Preis für eine Preisstufe. Fährt er in eine der direkt angrenzenden Städte oder Gemeinden gilt für ihn die Preisstufe 2. Für die wiederum direkt daran anschließende Kommune müsste er die Preisstufe 3 wählen, etc. Dieses System ist auf jede andere Gebietskörperschaft im VRS übertragbar. Im Ausgangsort gilt stets die Preisstufe 1. Er bildet damit den Mittelpunkt, an den sich alle anderen Gebietskörperschaften und somit die Preisstufen ringförmig anschließen.

Einfache Übersichtskarten verraten Preisstufe auf einen Blick
Jede einzelne Preisstufe ist in einer Übersichtskarte, die an allen Haltestellen im VRS angebracht wird, durch eine spezielle Farbe gekennzeichnet. Der Kunde braucht nur zu schauen mit welcher Farbe der
Ort unterlegt ist, in den er fahren möchte, und schon weiß er, welchen Tarif er zu zahlen hat.

Anpassung der Kurzstrecke und der Ticketangebote
In einem weiteren Schritt wird der Gutachter die Kurzstrecke neu definieren, um auch dieses Angebot verbundweit zu vereinfachen. Geplant ist, die Kurzstrecke auf vier bis maximal sechs Haltestellen festzulegen. Darüber hinaus befindet sich das Ticketsortiment auf dem Prüfstand. Auch hier ist der VRS bestrebt, das Angebot noch stärker auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Diese bezieht der VRS in all
seine Planungen mit ein. So werden in naher Zukunft Kundenbefragungen zur Akzeptanz der neuen Tarifstruktur durchgeführt.

Abdruck honorarfrei/ Beleg erbeten an: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Kirsten Sander/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ (Tel. 0221/ 20808-47 / Fax: 0221/ 20808-40 / Email: kirsten.sander@vrsinfo.de