20.09.2007

Neue Preise zum 1. Januar 2008 (20.09.2007)


Köln. Die Ticketpreise im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) steigen zum 1. Januar 2008 um durchschnittlich 4,5 Prozent. Dies hat der VRS-Hauptausschuss in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Endgültig verabschiedet wird diese Beschlussempfehlung durch die Zweckverbandsversammlung am 11. Oktober 2007.

"Bei der Festlegung der neuen Preise ging es sowohl darum, die Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen angemessen zu berücksichtigen, als auch unseren Fahrgästen weiterhin einen bezahlbaren Nahverkehr zu bieten", so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag. Vor dem Hintergrund seit Jahren rückläufiger staatlicher Zuschüsse sei es unausweichlich, die Preise anzuheben, erläuterte der VRS-Geschäftsführer. Bis zum Jahr 2009 sollen die Erlöse aus den Ticketverkäufen 50 Prozent der Kosten der Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund decken. Darauf haben sich die Verkehrsunternehmen und der VRS-Zweckverband im Jahr 2006 verständigt. Mit der Preisanpassung zum 1. Januar 2008 werden im kommenden Jahr rund 49,2 Prozent der Kosten gedeckt.

Preisbeispiele
Die durchschnittliche Preisanpassung um 4,5 Prozent verteilt sich unterschiedlich auf die einzelnen Ticketsegmente. Im Bartarif steigen die Preise im Schnitt lediglich um 3,3 Prozent. Doch bleiben die EinzelTickets für Kinder stabil, und die Preise für Kinder-4erTickets steigen lediglich um 2,4 Prozent. Ein 4erTicket für Erwachsene der Preisstufe 1 b (Stadtgebiete Köln oder Bonn) kostet so ab 2008 statt bisher 7,80 Euro nun 8,10 Euro. Auch die EinzelTickets für Erwachsene werden nicht teurer. Lediglich der Preis für die Kurzstrecke für Erwachsene wird um 10 Cent auf 1,50 Euro angehoben - für Kinder bleibt er bei 90 Cent.

Die Zeittickets für Erwachsene (zum Beispiel Wochen- und MonatsTickets) kosten ab Januar 2008 insgesamt durchschnittlich 4,9 Prozent mehr. Ein MonatsTicket Erwachsene im Abo in der Preisstufe 1 b (Stadtgebiete Köln oder Bonn) ist ab dem kommenden Jahr für 62,60 Euro statt für bisher 59,30 Euro erhältlich. Der Preis für das JobTicket steigt durchschnittlich um 4,5 Prozent. So kostet ein JobTicket in der Kategorie 1 künftig 1,20 Euro im Monat mehr, also 40,20 Euro.

Die vor drei Jahren zum Abfangen von Preishärten bei den Zeittickets eingeführte Preisstufe 5ü im sogenannten "Großen Grenzverkehr" zwischen VRS und VRR wird zum kommenden Jahr abgeschafft. An ihre Stelle tritt die reguläre Preisstufe 5, verbunden mit Preisanpassungen in unterschiedlicher Höhe, je nach Ticketart. Ausgleichend dazu bleiben jedoch die Preise für das MonatsTicket, das WochenTicket sowie der Preis für das Aktiv60Ticket der Preisstufe 5 auf gleichem Niveau wie 2007.

Auch 2008 keine Kürzungen im Angebot auf der Schiene
Die Preisanpassung des VRS, so erläuterte Schmidt-Freitag, soll auch dazu beitragen, dass trotz der gekürzten Regionalisierungsmittel im kommenden Jahr das Nahverkehrsangebot bei den S-Bahn, RegionalBahn- und RegionalExpress-Linien nicht reduziert werden muss.


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Isabella Stock
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