25.08.2006

Neubaustrecke Köln - Rhein/Main (25.08.2006)


Köln. In einem Schreiben an den Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) spricht sich auch Dr. Hartmut Mehdorn, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Bahn (DB), für die Realisierung entscheidender Ausbaumaßnahmen für "eine leistungsfähige und kundengerechte Infrastruktur" am Bahnknoten Köln aus. Dem widerspricht allerdings die seitens Mehdorn getroffene Aussage, die Fernverkehrsstrecke Köln - Rhein/Main zwischen den Haltepunkten Steinstraße und Gummersbacher Straße nicht zeitnah zweigleisig ausbauen zu wollen. "Für die derzeit über die Schnellfahrstrecke Köln - Rhein/Main fahrenden Zugzahlen reicht nach eisenbahnwissenschaftlichen Untersuchungen die vorhandene Infrastruktur von Steinstraße bis Gummersbacher Straße aus. Erst wenn eine Zunahme des Verkehrs auf der Neubaustrecke Köln - Rhein/Main eintritt, müssen weitere Ergänzungen zwischen Abzweig Gummersbacher Straße und Abzweig Flughafen Nord bzw. bis Steinstraße planerisch untersucht und in Angriff genommen werden. Realistisch ist hierfür der Zeithorizont für die Realisierung der Neubaustrecke Rhein/Main - Rhein/Neckar," so Mehdorn im gleichen Schreiben. Dies widerspricht allerdings politischen Aussagen des Bundesverkehrsministeriums, wonach die Finanzierung auch dieses Streckenabschnitts gesichert sein soll.

Verkehrsverhältnisse im Bahnknoten nicht akzeptabel
Der Zweckverband VRS wird sich weiterhin mit allen Fraktionen für den Ausbau des Bahnknotens einsetzen. "Die dortigen Verkehrsverhältnisse sind sowohl für den VRS als auch für unsere Kunden bereits jetzt nicht akzeptabel. Die Eingleisigkeit in diesem Streckenabschnitt behindert die Fahrplangestaltung des VRS massiv und sorgt regelmäßig für Verspätungen", erläutert Landrat Frithjof Kühn, Verbandsvorsteher des VRS-Zweckverbandes. Und Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH ergänzt: "Schwierigkeiten im Betriebsablauf der RE 9 (Siegstrecke) und RE 8 und RB 27 (beide rechte Rheinstrecke) beim Übergang von und nach Troisdorf in Höhe Steinstraße gehören im VRS zum Alltag." Dies will der VRS-Zweckverband nicht länger hinnehmen.

Frithjof Kühn: "Der VRS-Zweckverband fordert die Deutsche Bahn AG auch weiterhin auf, den Lückenschluss der Fernverkehrsstrecke zeitnah umzusetzen. Denn der Nahverkehr benötigt eine eigene Trasse, damit die Qualitätseinbußen insbesondere in puncto Pünktlichkeit endlich der Vergangenheit angehören."


Kontakt:
Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS)
Ute Reuschenberg
Telefon: (02 21) 2 08 08 57
Telefax: (02 21) 2 08 08 40