10.06.2005

Netzwerk gegründet, 10.06.2006

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern und Jugendlichen soll sinken...


Köln. Jedes verunglückte Kind ist eins zuviel! Um die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern und Jugendlichen weiter zu senken, haben sich heute 21 Kommunen und drei Kreise aus dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die Initiative hierzu ergriff die "Koordinierungsstelle für vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit", angesiedelt beim VRS. Denn sichere Wege - etwa zur Schule - und die Förderung einer eigenständigen Mobilität der jüngsten Verkehrsteilnehmer sind Aufgabenbereiche einer jeden Kommune und eines jeden Kreises. Richtig erfolgreich wird diese Arbeit erst durch den Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen und Kreisen und der Ressort-übergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Kommunen - hier setzt die Koordinierungsstelle an.

Koordinierungsstelle leistet Hilfestellung
Die Koordinierungsstelle leistet bei Bedarf jeder Stadt und Kommune Hilfestellung beim Aufbau einer erfolgsorientierten Zusammenarbeit der verschieden Verwaltungsebenen in puncto Verkehrssicherheitsarbeit. Dazu werden auch weitere Träger der Verkehrssicherheitsarbeit mit ins Boot geholt, wie Polizei und Verkehrswacht, Schulen und die Verkehrsunternehmen im VRS. Letztere leisten bereits vielerorts mit Busschulen oder der Ausbildung von Schülern zu "Busscouts" gute verkehrspädagogische Arbeit. Parallel informiert die Koordinierungsstelle das neue Netzwerk auch über Aktivitäten anderer Kommunen, vermittelt Referenten oder stellt Informationen über erfolgreiche Projekte allen interessierten Kommunen zur Verfügung.

Die Koordinierungsstelle wurde im vergangenen Jahr gemeinsam von VRS und dem Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverband (RGUVV) mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Bezirksregierung Köln eingerichtet. "Als Unfallversicherungsträger arbeiten wir an der Verhütung von Wegeunfällen. Oftmals sind es schwere Unfälle, die bei den betroffenen Kindern und deren Angehörigen viel Leid verursachen. Im Jahr 2004 waren neun Prozent der Unfälle Wegeunfälle. Von diesen 14.344 Unfällen waren drei tödlich. Sie ereigneten sich im Verbundraum des VRS", erläutert Gabriele Pappai, Geschäftsführerin des Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes, die Beweggründe Ihres Engagements.

Sinn der Vernetzung ist es außerdem, die zur Verfügung stehenden Gelder effizient zu nutzen:"Aufgrund der Finanznot der Kommunen und vor dem Hintergrund des Wettbewerbs und der Rationalisierungen im Nahverkehr besteht die Gefahr, dass sowohl Verkehrssicherheitsaktionen als auch verkehrspädagogische Maßnahmen reduziert werden und Know-how ganz verloren geht", warnt Landrat Frithjof Kühn, Vorsteher des Zweckverbands VRS. Und VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober ergänzt: "Nur eine koordinierte, übergreifende Zusammenarbeit kann sicherstellen, dass lokale Aktionen oder Kampagnen nicht in Vergessenheit geraten, sondern für alle nutzbar sind - gerade im Bereich des Nahverkehrs. Die unerwartet große Resonanz im Vorfeld der Netzwerkgründung zeigt, dass hier ein echter Handlungsbedarf besteht und wir auf dem richtigen Weg sind."

 

Kontakt: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Ariane Weber/ Krebsgasse 5-11/ 50667 Köln/ Tel. 0221/ 20808-47/ Fax: 0221/ 20808-40/ eMail: ariane.weber@vrsinfo.de und

Rheinischer Gemeindeunfallversicherungsverband/ Thomas Picht/ Heyestr. 99/ 40625 Düsseldorf/ Tel. 0211/ 2808-153/ Fax: 0211/ 2808-179/ eMail: t.picht@rguvv.de