09.12.2015

National Express ab 13. Dezember 2015 neuer Anbieter im deutschen Schienenpersonennahverkehr

Übernahme des Betriebs des Rhein-Münsterland-Express (RE 7) und der Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) nach europaweiter Ausschreibung


Köln/Wuppertal/Hamm/Münster, 09. Dezember 2015. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 nimmt das in Köln ansässige Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express Rail GmbH den Betrieb auf den Linien RE 7 Rheine – Münster – Hamm – Wuppertal – Solingen – Köln – Krefeld und RB 48 Wuppertal-Oberbarmen – Solingen – Köln – Bonn-Mehlem auf. Damit geht erstmals ein Tochterunternehmen eines britischen Personenverkehrsdienstleisters auf zwei bedeutenden Verbindungen im deutschen Regionalverkehr an den Start.

Die Vergabe der beiden Linien an National Express erfolgte im Rahmen eines europaweiten Wettbewerbsverfahrens. Die entsprechende Ausschreibung im April 2012 war das erste gemeinsame Vergabeverfahren aller drei SPNV-Aufgabenträger in NRW, des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR).

„Mit dem qualitativ und wirtschaftlich überzeugendsten Angebot hat sich National Express gegen mehrere namhafte Mitbewerber durchgesetzt. Das zeigt einmal mehr, dass der Wettbewerb zwischen mehreren Eisenbahnverkehrsunternehmen der effizienteste Weg ist, um das Angebot für die Fahrgäste weiter zu verbessern“, erklärt dazu der NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek. Der von den drei Aufgabenträgern mit National Express geschlossene Verkehrsvertrag läuft ab Betriebsaufnahme im Dezember 2015 über insgesamt 15 Jahre. Festgelegt sei darin nicht nur die Erbringung einer Verkehrsleistung von rund 5,1 Millionen Zugkilometern pro Jahr, so der NWL-Verbandsvorsteher Dr. Ulrich Conradi und führt dazu weiter aus: „Der Vertrag legt neben hohen Standards bei Komfort, Service und Pünktlichkeit auch wesentliche Leistungs- und Qualitätsverbesserungen, wie z. B. die Ausweitung des Fahrplanangebotes sowie modern ausgestattete Fahrzeuge fest.“ Von diesen von den Aufgabenträgern festgelegten Anforderungen und dem damit einhergehenden Qualitätsschub profitieren in erster Linie die Fahrgäste.

Ausweitung des Angebots
Mit der Betriebsübernahme durch National Express ergibt sich für die Fahrgäste ein deutlich erweitertes Leistungsangebot. So wird auf der RE 7 Rheine – Münster – Hamm – Wuppertal – Solingen – Köln – Krefeld der Abschnitt zwischen Münster und Rheine künftig montags bis freitags stündlich bedient. Auf der RB 48 Wuppertal-Oberbarmen – Solingen – Köln – Bonn-Mehlem wird es in der Hauptverkehrszeit zwischen Köln und Bonn eine zusätzliche Fahrt pro Stunde geben. Darüber hinaus ermöglichen die besseren fahrdynamischen Eigenschaften der neuen Züge die zusätzliche Bedienung der Station Hürth-Kalscheuren und – nach deren Fertigstellung voraussichtlich im Dezember 2017 – der Station Bonn UN-Campus.

Hochmoderne Züge mit viel Komfort
National Express wird die Linien RE 7 und RB 48 mit 35 fabrikneuen, drei- bzw. fünfteiligen Elektrotriebzügen des Typs Talent 2 von Bombardier bedienen. „Die hochmodernen Züge besitzen ein attraktives Design und verfügen über Reisekomfort auf dem neuesten Stand. Zudem zeichnen sie sich durch hohe Energieeffizienz aus und setzen so ganz neue Maßstäbe sowohl hinsichtlich Umweltverträglichkeit als auch Klimafreundlichkeit“, betont Wolfgang Schuster, Geschäftsführer von National Express Rail. Die voll klimatisierten Züge verfügen über insgesamt 160 Sitzplätze in der dreiteiligen und 255 Sitzplätze in der fünfteiligen Variante. Dabei nehmen die Fahrgäste in funktionalen 2er- und 4er-Sitzgruppen Platz, die mit Kopfstützen und Armlehnen ausgestattet sind. Ein modernes Fahrgastinformationssystem mit Monitoren sorgt stets für aktuelle Informationen während der Fahrt. Darüber hinaus finden die Fahrgäste an allen Vis-à-vis-Plätzen Steckdosen, z. B. für Laptops oder Handys. Die Züge ermöglichen einen stufenlosen Einstieg, verfügen über ein behindertengerechtes WC und einen Mehrzweckbereich mit ausreichend Platz für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle. Besonderen Wert legen die Vertragspartner auf die Sicherheit der Fahrgäste. Zusätzlich zur permanenten Videoüberwachung fahren deshalb in allen Zügen ab 19 Uhr Zugbegleiter mit.

„Moderne und komfortable Züge gehören einerseits zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen im Nahverkehr auf der Schiene, andererseits stellt deren Finanzierung für die Bieter im Rahmen eines Wettbewerbsverfahren immer eine enorme Hürde dar“, stellt VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann fest. „Daher ist das Fahrzeugfinanzierungsmodell zum Einsatz gekommen, bei dem National Express als künftiger Betreiber die benötigten Neufahrzeuge beschafft und dann an die Aufgabenträger VRR und NWL weiterveräußert hat. Diese werden Eigentümer der Fahrzeuge, übernehmen deren Finanzierung und verpachten sie für die Laufzeit des Verkehrsvertrages zurück an National Express“, so Husmann abschließend.

Bei den Tarifen alles wie gewohnt
Auch unter dem neuen Betreiber National Express gelten für die RE 7 und RB 48 auch künftig die Tarife der Verkehrsverbünde und Tarifgemeinschaften. Bei verbundraumüberschreitenden Fahrten innerhalb NRWs kommt zusätzlich der NRW-Tarif zur Anwendung, bei dem teilweise auch die BahnCard anerkannt wird. Wie bisher können die Tickets in den DB Reisezentren in den Bahnhöfen, in den Servicecentern der kommunalen Verkehrsunternehmen sowie an allen Ticketautomaten für den Nahverkehr entlang der Strecken und im Internet erworben werden.

Die 2012 neu gegründete National Express Rail GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der britischen National Express Group PLC (NX Group). Die NX Group ist ein seit 25 Jahren führender, international präsenter Anbieter von Personenverkehrsleistungen auf Straße und Schiene, vertreten u.a. in Großbritannien, den USA, Spanien, Marokko und Deutschland.

Nähere Informationen unter: www.nationalexpress.de


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