23.05.2014

Nahverkehr Rheinland kritisiert aktuelle Ausfallserie beim Rhein-Sieg-Express

DB Regio muss flexibel und kundenfreundlich auf die Zugschwächungen reagieren


Köln, 23. Mai 2014. In den vergangenen Wochen kam es wieder vermehrt zu Kapazitätsengpässen und Ausfällen beim zwischen Aachen und Siegen fahrenden Rhein-Sieg-Express (RSX). So verkehrten einige Züge nur als Einfach- statt als Doppeleinheit, andere Fahrzeuge – insbesondere die Verstärkerzüge – fielen ganz aus. Nach Intervention des Nahverkehr Rheinlands begründete der Betreiber DB Regio NRW die Schwächungen mit einem akuten Mangel an Fahrzeugmaterial. So fiel Anfang der Woche der 6-Wagen-Doppelstockpark aus, weil zwei der drei Loks BR 120 in Reparatur waren und die dritte wegen einer Störung nicht eingesetzt werden konnte. Zeitgleich standen teilweise ein dreiteiliger, drei vierteilige und zwei fünfteilige Talent 2-Fahrzeuge wegen Unfallschäden und Reparaturbedarf nicht zur Verfügung. Dies führte dazu, dass die Verstärkerleistungen ausfielen, weil die verfügbaren Talent-2-Fahrzeuge auf die Regelumläufe verteilt werden mussten. Trotzdem verkehrten einige Leistungen nur als Einfacheinheit.

Der NVR hat daraufhin bei der DB Regio NRW erneut auf den Einsatz der vertraglich festgelegten Kapazitäten gepocht. „Auch wenn die Mitarbeiter der DB sicherlich alles tun, um die defekten Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen, können wir die aktuellen Probleme beim RSX im Sinne der Kunden nicht tolerieren. Die DB Regio muss mit einem griffigen Ersatzkonzept und einer transparenten Kundeninformation auf die Ausfallserie der Talent 2-Fahrzeuge reagieren. Es kann nicht sein, dass unsere Kunden auf den Bahnsteigen zurückbleiben, weil sie nicht mehr in den Zug hinein kommen oder sich dort wie die Sardinen in der Büchse quetschen müssen“, so NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Wenn die geforderten Kapazitäten von der DB nicht eingehalten würden, müsse das Unternehmen an den NVR Strafgelder – so genannte Pönale – zahlen. „Dies ist allerdings für den Fahrgast, der zur Arbeit oder nach Hause will, kein wirklicher Trost. Daher werden wir auch weiterhin bei der DB die Einhaltung der vertraglich festgelegten Kapazitäten anmahnen “, so Dr. Reinkober.

Mit der Verlängerung der S 13 im vergangenen Dezember hat der NVR zudem im Abschnitt zwischen Hennef und Köln eine alternative Fahrmöglichkeit zum RSX geschaffen. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit fährt somit mit den Linien S 12 und S 13 – ab dem 14. Dezember 2014 auch nachmittags – im Schnitt alle 10 Minuten eine S-Bahn zwischen Hennef und Köln.

 

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