28.06.2006

Kürzungen im ÖPNV (28.06.2006)


Köln. Auch der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) ist vom sofortigen Bau- und Planungsstopp der Landesregierung NRW betroffen. Baumaßnahmen, die sich bereits in der Planungsphase befinden, müssen nach den Vorgaben des Ministeriums für Bauen und Verkehr auf Eis gelegt werden. Dazu gehört der Ausbau der VRS-Strecken Köln - Overath und Bergisch Gladbach - Köln Dellbrück, wodurch mittelfristig keine Taktverdichtung auf diesen Strecken möglich ist. Hinzu kommt die Reaktivierung der Strecke Marienheide - Brügge. "Nach unserem Kenntnisstand handelt es sich hierbei um ein Aussetzen der Planungen und nicht um das endgültige Aus", erklärt Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH.

VRS kann wichtige Projekte realisieren
Für die geplante Weiterführung der S 13 zwischen Troisdorf und Bonn Oberkassel ist eine gesonderte Lösung in Sicht: In Kürze sollen Gespräche zwischen Vertretern des Ministeriums und der DB Netz AG sowie der DB Station&Service stattfinden, die etwaige Umplanungsmöglichkeiten für die Strecke zum Thema haben. "Zudem freuen wir uns, dass der Ausbau der Strecke Bonn - Euskirchen von dem vorübergehenden Planungsstopp ausgenommen wurde", so Reinkober. Die Planungen für die RB 23 sehen einen teilweise zweigleisigen Streckenausbau und den Bau neuer Haltepunkte vor.

Bestehende Leistungen sollen beibehalten werden
Grundsätzlich begrüßt der VRS, dass das Land verfügbare Gelder umschichtet, um die ab 2007 kommenden Kürzungen der Regionalisierungsmittel zu kompensieren. "Wir kommen dadurch unserem Primärziel bestehende Leistungen aufrechterhalten zu können erheblich näher. Allerdings werden wir uns auch künftig für den Ausbau der Infrastruktur in unserer Region stark machen und sind uns sicher, dass unsere geplanten Baumaßnahmen nach der Aussetzungsphase weitestgehend realisiert werden können", so Reinkober.


Kontakt:
Ariane Weber
Pressesprecherin
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Krebsgasse 5-11
50667 Köln
Tel.: 0221 / 20808-47
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