04.06.2015

Kinderfreundliche Kommunen gesucht!

„Mehr Freiraum für Kinder“ – Kommunen können sich ab sofort um individuelle Unterstützung für eine kindgerechte Stadt- und Verkehrsplanung bewerben


Köln, 3. Juni 2015. Die autogerechte Stadt war gestern. Heute sind wieder Freiräume für die Bewohner gefragt. Vor allem für die Jüngsten, die Kinder. Denn motorische Fähigkeiten, räumliche Vorstellungskraft, Forschergeist, Kreativität oder Selbstbewusstsein entwickeln sich besser, wenn Kinder ihr Wohnumfeld gefahrlos erkunden können. Aufgabe einer attraktiven, lebenswerten Kommune ist es daher, Kindern einen sicheren Freiraum für diese Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der 2014 gestarteten Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ des Arbeitskreises Verkehrssicherheit beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen können alle Kommunen des Landes NRW jetzt von fachlicher Unterstützung profitieren, um mehr Bewegungsräume für Kinder zu schaffen. Etwa von einer fachlichen Beratung bei der Durchführung einzelner Aktionen oder vom Erfahrungsaustausch in einer regionalen Fachgruppe.

Kommunen, die bereit sind, ihre Ideen und Überlegungen zu einer kinderfreundlichen Verkehrsraumgestaltung in ein nachhaltiges Konzept zu überführen, werden auf diesem Weg zusätzlich unterstützt. Ihnen steht eine intensive und individuelle Begleitung bei der Konzepterstellung durch externe Beratungsleistungen zur Verfügung. Städte und Gemeinden, die hieran interessiert sind, sollten sich bis zum 10. Juli 2015 bei der zuständigen regionalen Koordinierungsstelle bewerben.

Kinderfreundlichkeit erfordert klares Engagement der Entscheidungsträger
Die Kampagne verfolgt das Ziel, Kommunen in Nordrhein-Westfalen in ihrem Engagement für eine kindgerechte Stadt- und Verkehrsplanung zu unterstützen. Sie trägt dazu bei, auf kommunaler Ebene günstige Rahmenbedingungen für ein sicheres Unterwegssein und freies Spiel von Kindern zu schaffen. Das Hauptaugenmerk liegt auf Verbesserungen im öffentlichen Straßen- und Verkehrsraum. Kinderfreundlichkeit ist kein Selbstläufer. Sie erfordert ein klares Engagement der Entscheidungsträger, mutige Beschlüsse und konstante Achtsamkeit, damit gewonnene Freiräume für Kinder auch erhalten bleiben. Aber die Mühe lohnt sich – für eine zukunftsfähige Kommune mit hoher Lebensqualität.

Die Umsetzung der Kampagne erfolgt durch das Landesnetzwerk „Mobilitätsmanagement und Verkehrssicherheit“ mit insgesamt vier regionalen Koordinierungsstellen. Die Koordinierungsstelle für den Regierungsbezirk Köln und für die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein ist beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelt. Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) ist Kooperationspartner dieser Koordinierungsstelle.

Da die Mittel für die individuelle Begleitung bei der Konzepterstellung begrenzt sind, erfolgt die Zuteilung nur an Kommunen, die alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Bei großer Nachfrage können Bewerbungen unter Umständen erst 2016 berücksichtigt werden.

Weitere Informationen zur Kampagne erhalten Sie unter: www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de bzw. per E-Mail unter: mareike.jansen@vrsinfo.de .


Pressekontakt:
Geschäftsstelle des Netzwerkes „Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen“
bei der VRS GmbH
Holger Klein
Pressesprecher
Glockengasse 37-39
50667 Köln
Tel.: 0221/ 20808-47
Fax: 0221/ 20808-847