26.08.2008

In Kerpen sind die Radwegdetektive unterwegs


Köln/Kerpen. Sechs mit Helm, Warnweste und "Detektivausrüstung" ausgestattete "Radwegdetektive" machten sich jetzt vom Jugendzentrum in Kerpen-Sindorf aus auf den Weg zu ihrer neuen Tätigkeit.

Dahinter steckt eine gemeinsame Verkehrssicherheitsaktion des beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelten Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland", der Kinderunfallkommission der Stadt Kerpen und des ADAC - mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Sindorf sowie der Polizei.

Der Hintergrund
Eine Vielzahl der in Kerpen in Verkehrsunfälle verwickelten Kinder und Jugendlichen sind als Radfahrer unterwegs. Die Kinderunfallkommission der Stadt Kerpen hat es sich aus diesem Grunde zur Aufgabe gemacht, die verkehrliche Infrastruktur im Stadtgebiet zu verbessern sowie über viele verschiedene Aktionen die Öffentlichkeit für das Thema "sicheres Fahrradfahren" zu sensibilisieren. Das "Netzwerk verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland", und die Kinderunfallkommission sind dabei optimale Partner für die Kerpener.

Durch die "Aktion Radwegdetektive", so erläutert Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des VRS, "sollen sich die Kinder/Jugendlichen stärker mit dem verkehrlichen Umfeld identifizieren. Der Blick für Gefahrenstellen in der Schul- und Wohnumgebung soll geschärft werden".

Wie funktioniert die Aktion?
Die "Detektive" zählen den Verkehr, messen die Breite der Radverkehrsanlagen, beobachten Ampelanlagen, überprüfen Querungsstellen, stellen Mängel im Verkehrsraum fest und dokumentieren schriftlich und mit Fotos die festgestellten problematischen Situationen. Sie werden dabei von wenigen ausgewählten Experten (Polizei, Verkehrsingenieuren) bei den Touren begleitet, um Ihnen auch direkt bei radspezifischen Problemen an Kreisverkehrsplätzen, Ampeln oder Zebrastreifen Hilfestellungen geben zu können. Durch die vorhergehende Einweisung und kurze Schulung sollen die "Detektive" möglichst zielorientiert arbeiten, so dass Verbesserungsvorschläge auch kurzfristig realisierbar sind. Das Ziel ist es, nach Kenntnisnahme der Kinderunfallkommission sowie nach politischer Beratung in der Fachausschüssen der teilnehmenden Kommunen die Anregungen und Vorschläge der "Detektive" zeitnah umzusetzen.

Kerpen ist nach Wiehl die zweite Kommune innerhalb des VRS, die die Aktion umsetzt - als nächstes geht die Aktion nach Köln.

 


Pressekontakt:
Isabella Stock
Pressesprecherin
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Tel.: 0221 / 20 80 8 - 47
Fax: 0221 / 20 80 8 - 40
E-Mail: isabella.stock@vrsinfo.de


Kontakt für Kundenanfragen:
Die Schlaue Nummer für Bus und Bahn (0 180 3) 50 40 30
(9 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz; Mobilfunk abweichend)