03.12.2009

Gehen bewegt Stadt und Land

4. Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland" nimmt Fußgängerverkehr in den Focus.



Köln/Siegburg, 03. Dezember 2009. Zum vierten Mal trafen sich am Mittwoch und Donnerstag (2. und 3. Dezember) im Siegburger Kreishaus knapp 150 Experten und Fachleute aus den Kommunen und Kreisen der Region sowie verschiedener Forschungseinrichtungen zur Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland".

In verschiedenen Workshops erarbeiteten die Teilnehmer aus den Stadtverwaltungen der Netzwerkkommunen, der Polizei, der Verkehrsunternehmen und verschiedener Verbände Handlungsansätze für die praktische Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort. Im Focus war diesmal die Förderung des Fußgängerverkehrs in den Städten und Gemeinden.

"Fußgängerverkehr ist Zukunftsverkehr" - das ist die These, welche die Teilnehmer der Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland" bei ihrem diesjährigen Treffen in den Mittelpunkt der Diskussion stellten.

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH erläuterte bei einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag (3. Dezember) den Hintergrund: "Gehen bewegt Stadt und Land - so lautet der Titel unserer diesjährigen Fachtagung. Unser Ziel ist es, das Potenzial des Fußgängerverkehrs für die Städte und Gemeinden als preiswertes, gesundes und umweltfreundliches Verkehrsmittel deutlich zu machen. Gerade für junge Familien und ältere Menschen sind ein attraktives Umfeld, ein gut ausgebautes Fußwegenetz sowie ein barrierefreier Zugang zu Bus und Bahn wesentliche Kriterien, nach denen sie ihren Wohnort wählen. Neben der Planung spielt aber auch die Werbung für den Fußverkehr hierbei eine wesentliche Rolle - auch hier möchten wir die Kommunen tatkräftig unterstützen."

Der Staatssekretär des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW, Günter Kozlowski, betonte ebenfalls die besondere Bedeutung des Fußgängerverkehrs für die Städte und Gemeinden: "Zu-Fuß-Gehen bedeutet Stadtkultur und Lebendigkeit. Fußgängerinnen und Fußgänger beleben die Straßen und Plätze und sind das eigentliche Herz der Urbanität".
Daher, so Günter Kozlowski weiter, begrüße er, dass sich das Netzwerk "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland" dieses Themas bei der Fachtagung angenommen habe. Kozlowski weiter: "Wer dem Fußgängerverkehr Vorrang einräumt, erhöht die Verkehrssicherheit."

Frithjof Kühn, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, ergänzte: "Zunehmend sind wir gefordert, das Mobilitätsverhalten insbesondere der älteren Menschen in unserer Arbeit zu berücksichtigen. Denn diese an "Lebensjahren Reicheren" haben ebenso wie andere Gruppen von Verkehrsteilnehmern natürlich auch ihre spezifischen Notwendigkeiten für ihre Sicherheit im Verkehr. Und dabei spielt die Sicherheit des Fußgängerverkehrs eine wichtige Rolle".

Auch der ADAC unterstützt das Anliegen des Netzwerkes. Bernd Fronhoffs, Vorstandsmitglied des ADAC, stellte die besondere Bedeutung der Förderung des Fußgängerverkehrs im Rahmen der städtischen Nahmobilität heraus: "Fußverkehr steht für Umweltfreundlichkeit, gleichzeitig schafft der "Umstieg" auf die eigenen Füße aber auch Platz für den notwendigen Autoverkehr und trägt zu weniger Lärmbelastung in unseren Städten bei."

Das Land NRW hat am Rande der Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland" einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 30.000,-- Euro für die Weiterfinanzierung des Netzwerkes bewilligt. Ausgehändigt wurde der Bescheid von Bezirksregierungsvizepräsidentin Ulrike Schwarz. Das Land NRW war bei der Aushändigung vertreten durch den Staatssekretär des Ministeriums für Bauen und Verkehr, Günter Kozlowski.

Ein Foto zur Fachtagung finden Sie zum Download unter:
download.vrsinfo.de/Gehen_bewegt_Stadt_und_Land.zip

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