26.11.2007

Fachtagung des Netzwerkes Verkehrssichere Städte und Gemeinden im VRS (21. + 22. November 2007)


Am 21. und 22. November fand die diesjährige Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im VRS" unter dem Motto "AktivCleverMobil - Kinder und Senioren sicher unterwegs" statt. Die Fachtagung ist eine Exklusiv-Veranstaltung für die mittlerweile 36 Städte, Gemeinden und Kreise des Netzwerkes.

120 Teilnehmer/innen aus den verschiedensten Bereichen diskutierten und tauschten Informationen und Erfahrungen über die Mobilitätssicherung insbesondere der älteren Menschen aus. Verschiedene Vorträge gaben einen Überblick über die Gesamtproblematik. Herr Professor Jürgen Gerlach von der Bergischen Universität Wuppertal erläuterte in seinem Vortrag die Notwendigkeit für die Kommunen, sich verstärkt den Mobilitätsbelangen der älteren Menschen zu stellen. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass es anteilmäßig immer mehr ältere Menschen gibt. Diese wollen mobil sein, um am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dies erfordert eine sichere und barrierefreie Gestaltung des Verkehrsraums. Im interkommunalen Wettbewerb wird eine seniorengerechte Verkehrsraumgestaltung und ein adäquates ÖPNV-Angebot ein wichtiger Standortfaktor werden. Franz Linder vom Planerbüro Südstadt stellte in dem Zusammenhang die Wichtigkeit der Förderung des Fuß- und Radverkehrs heraus. Die Infrastruktur muss für diese Verkehrsmittel nicht nur sicher sein, sondern auch so gestaltet sein, dass sie zum Fußgehen und Radfahren einladen. Herr Poschadel von der Uni Dortmund führte aus, wie Informationssysteme für ältere Menschen gestaltet sein müssen, so dass sie verstanden sowie auch bedient werden können.

In fünf Workshops befassten sich die Teilnehmer mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Sicherung der Mobilität für ältere Menschen. Neben der Gestaltung von barrierefreien Verkehrsräumen und einem zukunftsfähigen ÖPNV wurden verschiedenen Verkehrssicherheitsaktionen auf ihre Realisierung in den Mitgliedskommunen des Netzwerkes erörtert. Die Begegnung von Fachleuten aus der Wissenschaft, den Verwaltungen und unterschiedlichsten Verbänden und Institutionen sorgte für einen zielführenden Informations- und Erfahrungsaustausch. Aber es wurde nicht nur theoretische über die Situation der älteren Menschen diskutiert. Eine "Blindenführung" durch das abendliche Köln versetzte die Planer in die Situation von sehbehinderten Menschen.

Die Präsentation der Workshopergebnisse zeigte, dass es in der kommunalen Verkehrssicherheitsarbeit noch viel zu tun gibt. Die Koordinierungsstelle des Netzwerkes will dazu auch zukünftig Unterstützung leisten. Dass dies auch weiterhin möglich ist, bestätigte Herr LMR Gert Reschke vom Verkehrsministerium des Landes NRW. Er sagte für die nächsten Jahre weitere finanzielle Unterstützung für die Koordinierungsstelle zu.

Das VRS-Netzwerk ist mittlerweile zum Vorbild für ganz Nordrhein-Westfalen geworden. In allen Regierungsbezirken des Landes sind bereits entsprechende Netzwerke mit Koordinierungsstellen entstanden oder im Aufbau begriffen.

Die Internetplattform www.verkehrssicherheit.nrw.de stellt die Aktivitäten der Netzwerke dar.


Kontakt:
Projekt Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit
Theo Jansen, Katja Naefe, Annegret Neumann
Breite Str. 108-110
Postanschrift: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH / Krebsgasse 5-11 / 50667 Köln
Tel.: 02 21 / 20 80 8 - 730
Fax: 02 21 / 20 80 8 - 799