04.04.2016

Erneuter Rekord bei Fahrgastzahlen und Einnahmen

Zahl der Fahrten kletterte 2015 im Verbundraum auf 536,8 Millionen – Boom beim HandyTicket sorgt für Zuwachs bei den Einzelfahrten


Köln, 04. April 2016. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und seine Verkehrsunternehmen können für das abgelaufene Jahr 2015 erneut eine sehr zufriedenstellende Bilanz mit Zuwächsen an Fahrgästen und Einnahmen vermelden. Die Fahrgaststeigerung ist zwar nicht mehr so deutlich wie noch in den Vorjahren, doch spielen öffentliche Verkehrsmittel als „Rückgrat“ des Verkehrssystems im Großraum Köln-Bonn auch weiterhin eine bedeutende Rolle. Das belegen die Zahlen: Insgesamt haben die Fahrgäste im vergangenen Jahr 536,8 Millionen Fahrten mit Bus und Bahn unternommen, im Vergleich zum Vorjahr sind dies 4,8 Millionen Fahrten bzw. 0,91 Prozent mehr. Das Fahrtenplus spiegelt sich auch auf der Einnahmeseite wider: Die 27 Verkehrsunternehmen im VRS erwirtschafteten 2015 insgesamt 639 Millionen Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 29,1 Millionen Euro (+ 4,77 Prozent). „Der erneute Fahrtenzuwachs ist Beleg dafür, dass der Trend zu Bus und Bahn weiter andauert. Die Entwicklung zeigt, dass die Fahrgäste das Angebot der VRS-Verkehrsunternehmen sowie das breit gefächerte und zielgruppengerechte Ticketsortiment im VRS auch im vergangenen Jahr positiv angenommen haben“, so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

Zuwachs im Bartarif und bei den Abos – HandyTicket boomt

Bei den Fahrten im sogenannten Bartarif (Einzeltickets, Mehrfahrtentickets, Tages- und Gruppentickets) ist gegenüber dem Vorjahr wieder ein leichter Zuwachs zu verzeichnen: So ist die Zahl der Fahrten von 58,1 Millionen auf 60,3 Millionen (+ 3,84 Prozent) gestiegen. Ein Grund für den zunehmenden Verkauf der Einzel-, Vierer- und Tagestickets ist unter anderem die verstärkte Nutzung des HandyTickets. So stieg die Zahl der verkauften HandyTickets von 1,04 Millionen 2014 auf 1,53 Millionen Stück 2015.

JobTicket bzw. GroßkundenTicket bleibt meistgenutzter Fahrausweis

Auch die Anzahl der VRS-Kunden mit Zeitfahrausweisen bzw. Abonnements steigt weiterhin: So wurden 2015 220,5 Millionen Fahrten mit den ZeitTickets für Erwachsene (+ 2,18 Prozent/+ 4,7 Millionen Fahrten) unternommen. Bedingt durch die sinkenden Schülerzahlen ist dagegen bei den ZeitTickets für Schüler und Auszubildende abermals ein leichter Rückgang von 208,4 Millionen auf 205,7 Millionen Fahrten (– 1,32 Prozent/– 2,7 Millionen Fahrten) zu verzeichnen. Bei den ZeitTickets für Erwachsene bleibt das JobTicket bzw. GroßkundenTicket der meistgenutzte Fahrausweis: 212.200 Arbeitnehmer (+ 0,43 Prozent/900 Kunden) pendeln damit zur Arbeit, nutzen es aber ebenso für Freizeitfahrten. Auch die Kundenentwicklung bei Monats- und Aktiv60Tickets bleibt positiv. 128.200 Kunden sind mit den „Dauerkarten“ (MonatsTicket, MonatsTicket im Abo und MonatsTicketMobilPass) unterwegs (+ 8.300 Kunden), 44.700 mit dem Aktiv60Ticket (+ 3,2 Prozent/+ 1.400 Kunden). Erneut rückläufig dagegen ist das Formel9Ticket, hier ist die Kundenzahl um 1.700 (– 7 Prozent) auf 30.300 Kunden gesunken. Jedoch handelt es sich hier größtenteils nicht um „verlorene“ Kunden, sondern um Umsteiger auf das Aktiv60Ticket. Sehr erfreulich ist weiterhin die Akzeptanz des zum 1. Januar 2014 eingeführten pauschalen AnschlussTickets, das für einzelne Fahrten über den Geltungsbereich des jeweiligen VRS-ZeitTickets hinaus gültig ist. Lag die verkaufte Zahl im Januar 2015 noch bei knapp 50.000 Tickets, werden mittlerweile monatlich rund 70.000 AnschlussTickets vertrieben.

Weiterentwicklung des VRS-Tarifes durch Kooperation mit AVV

Zum Jahresbeginn 2015 wurde ein durchgängiger Nahverkehrstarif für Fahrten mit Bus und Bahn zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg und dem Aachener Verkehrsverbund eingeführt. Die Basis dafür bildet der VRS-Tarif, bei dem die bisher bestehenden Preisstufen 1 bis 5 um die Stufen 6 und 7 erweitert wurden. Um den Mobilitätsbedürfnissen aller Kundengruppen gerecht zu werden, ist nahezu das komplette Ticketsortiment des VRS erhältlich. Tarifprodukte für spezielle Kundengruppen wie das Aktiv60-Ticket oder das StarterTicket für Auszubildende ergänzen das Angebot. SchülerTickets und JobTickets beider Verbünde können zusätzlich und ohne Preisaufschlag jeweils eine Kommune tief in den Nachbarraum hinein genutzt werden. Zudem haben JobTicket-Besitzer die Möglichkeit, optional ein JobTicket für das Gesamtgebiet des jeweils anderen Verbundes hinzuzukaufen. Ausnahmen bilden lediglich Formel9-, Prima- und Fahrrad-MonatsTicket, da es vergleichbare Tarifangebote im AVV nicht gibt. Auch die MobilPassTickets („Sozialticket“) können aufgrund der Förderung durch das Land NRW nur im VRS-Verbundraum benutzt werden.

In den neuen Preisstufen 6 und 7 wurden im ersten Jahr 7,6 Millionen Euro umgesetzt. Das Ergebnis setzt sich aus 5,2 Millionen Euro aus Tickets des Bartarifs, 1,8 Millionen Euro aus ZeitTickets und 600.000 Euro aus JobTicket-Erweiterungen zusammen. „Wir sind mit der Akzeptanz der neuen Kooperation zufrieden. Das tatsächliche Ergebnis liegt sogar noch leicht höher als die Kalkulation. Grundsätzlich freue ich mich, dass wir eine kundengerechte Lösung für Fahrten zwischen AVV und VRS gefunden haben. Die Auswahl der Tarifprodukte wurde übersichtlicher und für Kunden attraktiver. Auch die Vertriebsmöglichkeiten wurden deutlich fahrgastfreundlicher“, so VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

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