28.05.2001

Einfacheres Tarifsystem geplant, 28.05.2001

Erster Schritt: Vereinfachung des Übergangstarifes VRS/ VRR


Köln. Die Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) bemüht sich um ein vereinfachtes Tarifsystem. Ein erster Schritt ist die Neustrukturierung des Übergangstarifes zwischen VRS und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr zum Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001.

Im Grenzgebiet gilt der VRS-Tarif
Für Käufer von Zeitkarten gilt ab dem 10. Juni 2001 in den Gemeinden, in denen die Tarifzonen und -gebiete der Verkehrsverbünde Rhein-Sieg und Rhein-Ruhr aneinandergrenzen, generell der VRS-Tarif. Und zwar bei grenzüberschreitenden Fahrten auf allen Linien - egal ob mit Bus oder Bahn des VRR oder des VRS gefahren wird. Ob von Langenfeld nach Leverkusen oder umgekehrt: Fahrgäste, die die Verbundgrenze überqueren, können bis zur Preisstufe B - das sind bis zu vier Tarifzonen - das komplette Ticketangebot des VRS nutzen: Grenzenloses Fahrvergnügen - vom MinigruppenTicket bis zum 9-Uhr-UmweltTicket.

Grenzgänger fahren ab dem 10.06.2001 günstiger
Bisher galt in dieser Region ein insgesamt in sechs Stufen gestaffelter Übergangstarif. Wer beispielsweise von Leichlingen aus eine Fahrt in die City von Solingen mit VRS und VRR unternehmen wollte, musste eine Karte im Übergangstarif der Stufe 2 lösen. Ein Einzelticket kostete bislang 7,50 DM. Mit dem nun gültigen VRS-Tarif beläuft sich der Preis für das Einzelticket der Preisstufe A auf 3,60 DM - mit dem MehrfahrtenTicket sogar nur auf 3,30 DM.
Neu ist auch: Bei Fahrten innerhalb eines Verbundgebietes gilt immer der jeweilige Verbundtarif. Egal, ob Bus oder Bahn von einem Verkehrsunternehmen des VRS oder des VRR sind. Innerhalb Langenfelds muss zum Beispiel ein VRR-Ticket gelöst werden - gefahren werden kann aber auch mit einem VRS-Bus.
Zu beachten ist: Für die Städte Dormagen und Monheim ändert sich mit dieser neuen Regelung nichts. In Radevormwald gelten besondere Bestimmungen. Auf allen Fahrten im übrigen Übergangsbereich der beiden Verbünde steht Ihnen selbstverständlich das Ticketsortiment des Übergangstarifs weiterhin zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Übergangstarif gibt es unter der VRS-Hotline 01803 / 50 40 30.

Neues Tarifsystem ab 2003 für gesamten VRS
"Die Neugestaltung des Übergangstarifes ist nur der Anfang auf dem Weg zu mehr Kundenfreundlichkeit. Die VRS-GmbH entwickelt derzeit ein Konzept zur Vereinfachung des Tarifes für den gesamten VRS.", erklärt Walter Reinarz, Geschäftsführer der VRS-GmbH. Damit sind die Forderungen des Bonner MdB Kelber, der ein Tarifsystem wie in Berlin gefordert hat, bereits in der Umsetzung begriffen. "Es wird einen viel verständlicheren und übersichtlicheren Tarif geben. Allerdings nicht wie in Berlin, wie es Kelber vorschlägt, denn dieses Modell erreicht nur eine Kostendeckung von ca. 35 Prozent. Der VRS erreicht heute hingegen einen Kostendeckungsgrad von nahezu 60 Prozent, und den gilt es mindestens zu halten. Ich freue mich aber über das Engagement von Herrn Kelber und würde mich freuen, wenn er unsere Bemühungen unterstützt.", so Walter Reinarz weiter.