18.06.2015

Die rollenden Spielorte der ExtraSchicht

Das Ruhrgebiet macht am 20. Juni eine ExtraFahrt!


Metropole Ruhr, 18. Juni 2015. Opernarien in der Tram, Comedy an der U-Bahn-Station,  und singende Seebären im Regionalzug – diese und andere ungewöhnliche Konzerterlebnisse im Nahverkehr ermöglicht nur die ExtraFahrt. Die rollenden Spielorte der ExtraSchicht setzen sich am Samstag, 20. Juni, in Bewegung – und das zum bereits fünften Mal! Drehscheiben im Kulturfahrplan sind in diesem Jahr Bochum, Essen und Oberhausen. Kunst und Kultur statt Kohle und Stahl: Die ExtraSchicht zelebriert den strukturellen Wandel, den sich die Ruhrregion erarbeitet hat. Über 200.000 Menschen gehen in der Nacht der Industriekultur auf eine magische Entdeckungstour. Viele von ihnen sind mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln unterwegs.

Die Gemeinschaftskampagne „Busse & Bahnen NRW“ sorgt mit der ExtraFahrt dafür, dass bereits die Anreise zu den einzelnen Spielorten zu einem außergewöhnlichen Ereignis wird. Straßenbahnen und Züge verwandeln sich in rollende Bühnen, Haltestellen werden zu Treffpunkten für Musik, Tanz und Kabarett. Bespielt werden drei Linien und ausgewählte Stationen in Bochum Essen und Oberhausen. Dabei steht jede Linie unter einem anderen Motto.

Zum Lachen in die Bochumer U-Bahn – der ComedyExpress U 35
Humorvoll braust der ComedyExpress U35 durch den Bochumer Untergrund. Nordrhein-Westfalens talentierteste Poetry-Slammer mahlen ihren wortgewandten Senf zum Wahnsinn des Alltags. Mal beißend-scharf, mal süßlich-herb. Wie das Leben so spielt. Hauptsache, die Augen tränen. Dazu tischen singende Bühnenpoeten wie Christian Gottschalk oder der Flotte Totte (Monsters of Liedermaching) ihren musikalischen Ungehorsam auf. Eine nicht minder aphrodisierende Wirkung auf die Lachmuskeln entfaltet das Programm vor dem Kundencenter der BOGESTRA im U-Bahnbereich des Bochumer Hauptbahnhofs. Das Line-up ist hochkarätig besetzt: Der Obel, Lisa Feller und Volker Diefes sorgen für beste Unterhaltung. Afrobrasilianische Rhythmen und karibische Spielfreude von Banda Show Pelodum und Café de Cuba heizen das Publikum an den Stationen Jahrhunderthalle/Bochumer Verein (erreichbar mit den Linien 302 und 310) und Bergbau-Museum ein.

Anspruchsvoller Musikgenuss in Essen – der KlassikExpress 107
Anmutige Gesangsstücke und virtuos gespielte Instrumente begleiten die Kulturpendler auf ihren Weg zum Welterbe Zollverein. Junge Talente wie Boshana Milkov oder Julian Schlitzer, allesamt ausgezeichnete Studierende und Absolventen der Essener Folkwang Universität der Künste, verzaubern im KlassikExpress 107 die Fahrgäste. Gänsehaut versprechen die leidenschaftlich vorgetragenen Chansons des Duos Toi et moi, DeSwingers entführen ihr Publikum auf eine musikalische Zeitreise in die 1960er Jahre. Dass Klassik keineswegs angestaubt und spießig ist, beweisen auch die Künstler auf der Bühne vor dem Essener Hauptbahnhof. Die BlechHarmoniker lassen den klassischen Orchesterbetrieb mit den Melodien bekannter Charthits verschwimmen – und manchen Kenner verdutzt zurück. Einen tollkühnen Genremix bringen Uwaga! auf die Bühne. Die Band macht dem Ausrufezeichen in ihrem Namen alle Ehre: Ihr Repertoire ist ein atemberaubendes Crossover aus Klassik, Jazz, Gipsy und modernem Pop.

Seemannsgarn in Oberhausen – der ShantyExpress RB 36
In Oberhausen lichtet der ShantyExpress den Anker, an Bord ertönt das Schifferklavier: Käpt'n Flint und seine Crew entern mit eingängigen Hooks und schnoddriger Piratenlyrik, die nicht nur maritimes Liedgut, sondern auch Rock-, Pop- und Deutsche Welle-Klassiker verfeinert, und die Regionalbahn (RB) 36. Die Brausen, der wohl berüchtigtste Frauen-Shanty-Chor an Rhein und Ruhr, stimmen mit ihren Geschichten von den Abenteuern auf hoher See mit ein. An „Land“ geht das maritim-rustikale Vergnügen in eine weitere Runde. Mit dem Shanty-Chor Duisburg warten am Oberhausen Hauptbahnhof waschechte Hafenbotschafter aus dem benachbarten „Ruhr-Ort“, Walk-Acts in Matrosenkluft spinnen gemeinsam mit den Besuchern interaktives Seemannsgarn. 

Fünf Jahre ExtraFahrt: Fest im Programm verankert
Federführend für die ExtraFahrt ist die Gemeinschaftskampagne „Busse & Bahnen NRW“, Kooperationspartner sind die Deutsche Bahn, die NordWestBahn, die BOGESTRA und die EVAG.  Die rollenden Spielorte der ExtraSchicht gehen in ihr fünftes Jahr. „Als wir 2011 mit der ExtraFahrt an den Start gingen, stand im Fokus, die Besucher aus dem begrenzt zur Verfügung stehenden Shuttleverkehr in den Regelverkehr umzuleiten. Schließlich sind die meisten Spielorte mit den regulären Linien gut zu erreichen. Dass die Fahrgäste zu schätzen wissen, dass wir die Erlebniskette zwischen den Spielorten aufrecht erhalten, freut uns natürlich umso mehr. Kultur im Nahverkehr – das passt“, erklärt Birgit Strecker, Leiterin Kommunikation des KompetenzCenter Marketing NRW (KCM), das hinter der Gemeinschaftskampagne steht. Mittlerweile sind die einzelnen ExtraFahrt-Linien mehr als ein unterhaltsames Bindeglied zwischen den Spielstätten. 2015 zählen sie erstmals zu den offiziellen Spielorten der ExtraSchicht und sind als solche im Programmheft zur Nacht der Industriekultur zu finden. Eines ist allerdings seit fünf Jahren unverändert: „Die ExtraFahrt ist ein Dankeschön für alle Fahrgäste, die tagtäglich unsere Busse und Bahnen nutzen. Daher finden die Veranstaltungen der ExtraFahrt im regulären Nahverkehr statt“, betont Birgit Strecker. Zusteigen kann jeder, der einen gültigen Fahrschein besitzt. Oder aber ein ExtraSchicht-Ticket löst, das freie Fahrt im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ermöglicht. 

Nähere Informationen zu den Spielorten und den teilnehmenden Künstlern finden sich unter: www.busse-und-bahnen.nrw.de/extrafahrt  

Bildmaterial zum Download finden Sie unter folgendem Link: http://busse-und-bahnen.nrw.de/news-downloads/multimedia/fotos/ 

 

Pressekontakt:
Holger Klein
Kompetenzcenter Marketing NRW
bei der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
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