20.04.2012

Das Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ und die Stadt Euskirchen machen Grundschüler fit fürs Radfahren

Kinder der Förderschule an der Erftaue erhalten die ersten Fahrradparcours-Kisten


Euskirchen, 20. April 2012. Eifriges Treiben auf dem Schulhof der Förderschule an der Erftaue: Die von Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, Netzwerk-Leiter Theo Jansen und Ministerialrat Ulrich Malburg feierlich übergebenen Fahrradparcours-Kisten wurden von den Erst- und Zweitklässlern ausgiebig getestet: Denn mit den Inhalten der Kisten wie Softbällen, Kreiden, Tennisbällen, Wurfringen, Springseilen wurde ein richtiger Fahrradparcours aufgebaut, mit dem die Kids ihre Geschicklichkeit rund ums Radfahren emsig unter Beweis stellen. Die Kinder der Euskirchener Förderschule haben die ersten Kisten von insgesamt 200 erhalten, die nun an weitere Grundschulen in ganz NRW verteilt werden.

Für mehr Sicherheit: die motorischen Fertigkeiten fördern
„Mit den praxisnahen Materialien dieser Kiste, die in Euskirchen insgesamt 13 Grundschulen zur Verfügung gestellt werden, können die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten rund um das Radfahren ausprobieren und ausbauen – Voraussetzung für eine eigenständige Mobilität“, erläutert Theo Jansen, der Leiter der beim VRS beheimateten Koordinierungsstelle des Netzwerkes. Die zunehmenden psychomotorischen Defizite der Kinder sei das Motiv für das Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ gewesen, die Grundschulen bei der Mobilitätserziehung zu unterstützen, so Jansen weiter. Das Angebot stieß daher in Euskirchen von Anfang an auf offene Ohren und begeisterten Zuspruch. Zumal die Radfahrausbildung in NRW seit 2008 fester Bestandteil der Lehrpläne für den Sachunterricht an Grundschulen ist. „Wir freuen uns sehr, dass das Netzwerk unsere Euskirchener Schulen in diesem wichtigen Aufgabenfeld der Verkehrssicherheitsarbeit unterstützt. Die Kisten werden bei uns in guten Händen sein und oft zum Einsatz kommen“, begrüßt Dr. Uwe Friedl, Bürgermeister der Stadt Euskirchen, das Angebot.

Kinder als Verkehrsexperten ernst nehmen
Die Fahrradparcours-Kisten wurden mit Unterstützung des Landes NRW und des Verlags an der Ruhr von der Koordinierungsstelle des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ entwickelt. „Wir fördern dieses Projekt einer lebendigen und modernen Mobilitätserziehung, denn bereits im Grundschulalter wird die Bewegungsförderung immer wichtiger. Bewegungsmangel führt nicht nur zu gesundheitlichen Problemen, sondern auch zu Koordinationsschwierigkeiten. Und diese stehen einer sicheren Teilnahme am Straßenverkehr entgegen“, erläutert Ulrich Malburg vom Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen.

Netzwerkarbeit für eine zukunftsfähige Mobilität
Das 2005 gegründete Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ ist eine Initiative der VRS GmbH, der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und des NRW-Verkehrsministeriums. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle vor allem mit Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen zu senken sowie deren eigenständige Mobilität zu fördern. Dem Netzwerk gehören mittlerweile 57 Kommunen und Kreise an.

Die Koordinierungsstelle des Netzwerks befindet sich beim VRS und steht jeder Mitgliedskommune in Fragen der kommunalen Verkehrssicherheitsarbeit beratend und unterstützend zur Seite. Dies gilt auch für den Aufbau einer vernetzten Zusammenarbeit der verschiedenen Träger der Verkehrssicherheitsarbeit auf lokaler Ebene. Die Zusammenarbeit zwischen den Fachleuten der Kommunalverwaltung, der Polizei, der Schulen, der Verkehrsunternehmen und der lokalen Verbände (wie z.B. ADAC, VCD, ADFC, Verkehrswacht) bildet die Grundlage für eine erfolgreiche kommunale Verkehrssicherheitsarbeit.


Pressekontakt:
Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“
bei der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Holger Klein
Pressesprecher
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