01.06.2016

Befragung zur Mobilität in der Region

Studie bildet wichtige Grundlage für Verkehrsplanung


Köln, 1. Juni 2016. In den kommenden Wochen und Monaten werden Haushalte in der Region zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Diese Interviews führt das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Bonn, für die Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD) durch, für die von April 2016 bis Mai 2017 rund 135.000 Haushalte bundesweit befragt werden. Die Untersuchung ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), einiger Bundesländer, Städte und Gemeinden sowie zahlreicher regionaler Verkehrsverbünde und -betriebe. Auch der Verkehrsverbund Rhein-Sieg ist an der Untersuchung beteiligt.

Die MiD stellt als größte Verkehrserhebung in Deutschland nicht nur bundesweit, sondern auch für den Verkehrsverbund Rhein-Sieg eine wichtige Grundlage der Verkehrsplanung dar. Sie dient u.a. dazu, auch in Zukunft ein optimales Mobilitätsangebot für alle Zielgruppen zu sichern. Die Auswahl der bundesweit rund 135.000 Haushalte für die Befragung erfolgt nach einem Zufallsverfahren. Die Interviewerinnen und Interviewer von infas führen im ersten Schritt ein Haushaltsinterview durch.
Danach werden alle Haushaltsmitglieder gebeten, an je einem Berichtstag ihre Wege zu erfassen. Die vom Bundesministerium initiierte Studie unterliegt den strengen Datenschutzbestimmungen für Umfrageforschung. Die Teilnahme ist freiwillig und die Angaben der Befragten werden ausschließlich anonymisiert genutzt. Auf der Webseite www.mobilitaet-in-deutschland.de sind vertiefende Informationen zur Studie zu finden.

Ablauf der Erhebung
Insgesamt werden zwischen April 2016 und Mai 2017 über 135.000 Haushalte befragt. Davon entfallen 30.000 auf den Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und über 100.000 Interviews auf regionale Auftraggeber. Die Teilnehmer der Studie werden mittels einer Stichprobe auf Basis von Einwohnermeldedaten oder Zufallsauswahlen von Telefonnummern ermittelt. Die Erhebung beginnt mit einem Haushaltsinterview: Ein Mitglied des per Stichprobe ausgewählten Haushalts wird zunächst allgemein zu seinem Haushalt befragt. Diese kurze Erhebung kann per Telefon oder online erfolgen. Hierbei wird unter anderem die Zahl der Haushaltsmitglieder erfasst. Im Anschluss erhalten sämtliche Haushaltsmitglieder Erhebungsunterlagen, mit denen sie durchgeführte Wege an einem vorgegebenen Berichtstag erfassen können. Dieser Berichtstag wird per Zufallsauswahl fest von infas vorgegeben. Die Tage werden so verteilt, dass zu jedem Tag im Jahr (Arbeitstag, Wochenende, Feiertag, Ferienzeit) gleichmäßig viele Erfassungen vorhanden sind, so dass die Mobilität eines ganzen Jahres erfasst ist. Das einzelne Haushaltsmitglied muss dementsprechend für den vorgegebenen Tag alle Wege, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel (auch zu Fuß), angeben. Auch wenn überhaupt keine Wege zurückgelegt wurden, soll auch das berichtet werden. Mit der Rückmeldung möglichst aller Haushaltsmitglieder ihrer Mobilität am Stichtag ist ihre Teilnahme an der Studie Mobilität in Deutschland abgeschlossen.

Ergänzende Hintergrundinformationen zur MiD
Mobilität in Deutschland (MiD) ist eine bundesweite Befragung von Haushalten zu ihrem alltäglichen
Verkehrsverhalten im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie wurde bereits in den Jahren 2002 und 2008 erhoben. Jetzt (2016/17) wird die Mobilität in Deutschland erneut durchgeführt. Ergebnisse werden ab 2018 zur Verfügung stehen. Die zentrale Aufgabe der Studie besteht darin, repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemografie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) für ein ganzes Jahr zu erhalten. Sie dient, gewichtet und hochgerechnet, als Rahmen und Ergänzung für andere Verkehrserhebungen wie die Verkehrsbefragungen in einzelnen Städten (z.B. Mobilität in Städten (SrV)) oder dem Mobilitätspanel.

Die Studie Mobilität in Deutschland bietet darüber hinaus aktuelle Datengrundlagen zu wichtigen Einflussgrößen der Mobilität und bildet die Basis für Verkehrsmodelle. Nicht nur für die Verkehrsplanung, für Forschung und das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse sind Ergebnisse der Studie von Bedeutung, auch für konkrete politische Entscheidungen liefern sie die quantitativen Hintergrundinformationen. Insgesamt werden zwischen April 2016 und Mai 2017 über 135.000 Haushalte befragt. Davon entfallen 30.000 auf den Auftrag des BMVI. Über 100.000 Interviews werden von den regionalen Partnern finanziert. Die MiD stellt damit nicht nur bundesweit, sondern auch regional eine wichtige Grundlage der Verkehrsplanung dar.

Pressekontakt:
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
Holger Klein
Pressesprecher
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