04.02.2014

Bauarbeiten an der Oberbergischen Bahn (RB 25) laufen auf Hochtouren – Planungen auf Volmetalbahn angelaufen

In Meinerzhagen sollen ab 27. Februar wieder planmäßig Züge halten - DB informiert NWL, NVR und Kommunalvertreter über den aktuellen Zeitplan zur RB 25 und den Planungsstand der Volmetalbahn


Düsseldorf, 04. Februar 2014. Am 30. Januar hat die Deutsche Bahn AG die Geschäftsführung des Aufgabenträgers für den Schienenpersonennahverkehr in der Region Westfalen-Lippe, den NWL, den Landrat Gemke sowie die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden an der Volmetalbahn (Meinerzhagen-Brügge): Meinerzhagen, Schalksmühle, Lüdenscheid, Halver, Kierspe über den Sachstand bei den derzeit laufenden Bauarbeiten an der Oberbergischen Bahn (RB 25)  informiert.

Der Sachstand auf dem Abschnitt Köln – Meinerzhagen (RB 25) stellt sich am heutigen Tage wie folgt dar:

Der Zugverkehr zwischen Gummersbach und Meinerzhagen wird an Weiberfastnacht, 27. Februar wieder aufgenommen. Erstmals wird dann die reaktivierte Station Meinerzhagen mit Zügen angefahren. Die erforderlichen Neubaumaßnahmen in den Stationen Marienheide und Engelskirchen sind abgeschlossen. In der Station Meinerzhagen halten die Züge zunächst an einem provisorischen Bahnsteig, die restlichen Arbeiten werden abgestimmt auf die noch zu errichtende städtische Fußgängerbrücke fertiggestellt. In Gummersbach erfolgt der Zugang der Reisenden ebenfalls über provisorische Zugänge, da die Arbeiten an der Personenunterführung und im Bahnhofsumfeld noch andauern. Die Errichtung des modernen elektronischen Stellwerks in Engelskirchen wurde bereits im Dezember letzten Jahres planmäßig abgeschlossen. Die Modernisierung der Verkehrsstation in Dieringhausen erfolgt voraussichtlich ab Sommer 2015.

Im Sommer 2013 hatten die umfangreichen Baumaßnahmen entlang der Oberbergischen Bahn (Köln – Marienheide) begonnen. Aufgrund der Insolvenz eines Auftragnehmers, der für die Fertigstellung der Eisenbahnüberführungen „Alte Vogtei“ und „Kampstraße“ in Gummersbach tätig war, wurden die Arbeiten dort Ende September ohne vorherige Ankündigung vorübergehend eingestellt. Die hierdurch entstandene Bauverzögerung führte jedoch dazu, dass der planmäßige Schienenverkehr zwischen Engelskirchen und Marienheide nicht wie ursprünglich geplant am 30. November wieder aufgenommen werden konnte und der reaktivierte Haltepunkt Meinerzhagen nicht zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember mit Zügen angefahren werden konnte. Hinzu kam Anfang dieses Jahres noch die Beschädigung eines wichtigen Signalkabels bei städtischen Baumaßnahmen in Gummersbach.

Planungen zur Reaktivierung der Volmetalbahn

Die Bahn hat außerdem in dem Gespräch ihren Willen bekräftigt, den Streckenabschnitt zwischen Meinerzhagen und Brügge, die sogenannte Volmetalbahn, zu reaktivieren. Derzeit laufen hier die Grundlagenermittlungen und erste Variantenuntersuchungen. Die bisherige Planung hat allerdings ergeben, dass der bisher kommunizierte Inbetriebnahmetermin Ende 2015 nicht aufrechterhalten werden kann. Ein wesentlicher Grund ist der Umfang der notwendigen Leit- und Sicherungstechnik, die gegenüber den ursprünglichen Ansätzen größer dimensioniert werden muss.

Hinzu kommt das baulich schwierige Umfeld im Bereich der 19 zu betrachtenden Bahnübergänge, das geprägt ist von der unmittelbaren Nähe von Bundesstraße, Eisenbahnstrecke und der Volme. Hier sind intensive Untersuchungen erforderlich, so dass gesicherte Aussagen zu einem neuen Inbetriebnahmetermin erst nach Abschluss der Vorplanung getroffen werden können. Dieser ist für den Sommer dieses Jahres terminiert.

Die Bahnhöfe in Kierspe, Oberbrügge und Brügge werden im Zuge der Reaktivierung saniert oder neu gebaut. In Brügge entsteht ein neuer Verknüpfungspunkt. Dort werden die Züge der RB 25 mit den Zügen der RB 52 von/nach Hagen und Dortmund verknüpft. Moderne Leit- und Sicherungstechnik steuert in Zukunft den Zugverkehr. Der Oberbau außerhalb der Stationen wurde bereits in den Vorjahren auf die zukünftigen Anforderungen ertüchtigt.

Die Finanzierung des Fahrweges für die gesamten Baumaßnahmen erfolgt weitestgehend aus Mitteln des Bundes, die der Bahnsteige aus Mittel des Landes NRW und der Bahn. Die Gesamtkosten betragen rund 52 Millionen Euro.

DB, NWL und der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) stimmen derzeit ab, wie die Wiederaufnahme des Personenverkehrs nach Meinerzhagen nach nunmehr 27 Jahren gewürdigt werden kann. Hierzu wird in Kürze weitergehend informiert.
 
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