24.03.2006

Bahnknoten Köln (24.03.2006)


Köln. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) begrüßt die Rahmenvereinbarung zwischen Bundesverkehrsministerium und Land Nordrhein-Westfalen über den zweigleisigen Ausbau der Strecke Köln-Deutz tief - Köln-Mülheim und den zweigleisigen Ausbau zwischen Köln-Deutz tief - Abzweig Gummersbacher Straße.

Seit langem setzt sich der VRS gemeinsam mit Bezirksregierung Köln, Industrie- und Handelskammer zu Köln und Stadt Köln für infrastrukturelle Verbesserungen im Bereich des Bahnknotens Köln ein. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen dienen allerdings unmittelbar dem Fernverkehr und nur mittelbar dem Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Der Fernverkehr profitiert mit Reisezeitverkürzungen und erheblicher Kapazitätsverbesserung unter Umgehung der Kölner Engpässe Hohenzollernbrücke und Hauptbahnhof. Diese Entlastung des Hauptbahnhofs lässt auch für den Nahverkehr eine bessere Betriebsqualität mit höherer Pünktlichkeit erwarten.

Damit der Nahverkehr in der Region aber dauerhaft ein zukunftsorientiertes, bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Angebot gewährleisten kann, bedarf es weiterer, unmittelbar dem SPNV zugute kommender Maßnahmen. Dazu gehören Bahnsteigerweiterungen in Köln-Deutz, die Optimierung der Umsteigebeziehungen zwischen dem Bahnhof Köln-Deutz und der Stadtbahn sowie der Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs im überlasteten Kölner Hauptbahnhof.

Ebenso muss die Rhein-Ruhr-Express-Vereinbarung vollständig umgesetzt werden. Diese beinhaltet den Lückenschluss (zweigleisig) der Neubaustrecke Köln - Rhein/Main zwischen dem heutigen Endpunkt Abzweig Porz-Steinstraße und der nördlich gelegenen Abzweigstelle
Gummersbacher Straße.

"Erst dadurch kann auch der Regionalverkehr nachhaltig profitieren. Denn dann wird die Neubaustrecke ihre vollständige Leistungsfähigkeit im Fernverkehr erreichen, weitere Fahrzeitverkürzungen generieren und die gegenseitigen Störungen von Fern- und Regionalverkehr sind vollständig abgestellt. Wir hoffen, dass die jetzt beschlossenen Baumaßnahmen eine Basis für weitere, dringend benötigte infrastrukturelle
Verbesserungen bilden", erklärt Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH.

Kontakt: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH/ Ariane Weber /Tel.: 0221/ 20808-47/Fax: 0221/ 20808-40/ eMail: ariane.weber@vrsinfo.de