20.03.2008

Aktionswoche "Schule und Verkehrssicherheit" (20.03.2008)

Verkehrserziehung gleich an der Haltestelle.


Köln. Im Rahmen der landesweiten Aktionswoche "Schulwegsicherheit" vom 10. bis 14. März wurden die Erst- und Zweitklässler der Grundschule Nussbaumerstraße für ihre eigene Sicherheit aktiv: Nach dem Motto "Wir pochen auf Grün!" bewerteten die Grundschüler/innen das Verhalten von Erwachsenen im Straßenverkehr.


Ausgestattet mit reflektierenden Mützen und Sicherheitskrägen des VRS beobachteten die kleinen Verkehrsexperten/innen an drei Tagen in Begleitung ihrer Lehrerinnen, Eltern und Verkehrspolizisten an den stark befahrenen Ampelkreuzungen rund um ihre Schule die Erwachsenen und verteilten selbst gestaltete Denk- und Dankzettel: Diejenigen, die bei Grün die Straße überquerten, erhielten als Dank für ihr vorbildliches Verhalten ein Bonbon auf einem grünen Zettel. Denen aber, die trotz des Rotsignals gingen, blühte ein Denkzettel: Eine rote Karte, von den Kindern mit der Parole versehen "Rotgänger sind Totgänger".

"Ziel ist es, die Zahl der Kinderunfälle zu verringern. Gleichzeitig wollen wir jedoch die Mobilität der Kinder fördern und sicher gestalten", so Annegret Neumann vom Netzwerk "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im VRS". Sie hat die Aktionen im Verbundgebiet mitgeplant und -begleitet. Während ihrer halbstündigen Ampelbeobachtung zählten die Sechs- und Siebenjährigen insgesamt 2431 "Grüngänger" und 120 "Rotgänger".

Erwachsene haben Vorbildfunktion
Erwachsene, Schulen und vor allem Eltern haben in Sachen Verkehrserziehung nicht nur eine wichtige Vorbildfunktion - sie müssen auch dazu beitragen, Kinder für den Straßenverkehr zu sensibilisieren - das ist einhellige Überzeugung im VRS-Netzwerk wie auch bei den Lehrerinnen Stefanie Hartmann und Carola Schneider. In ihrem Unterricht haben sie deshalb das Thema in den letzten Wochen groß geschrieben. Zusammen mit der Polizei untersuchten die Pädagoginnen den Schulweg der Kinder genauer. Dabei stellten sie fest, dass der Bahnsteig an der Haltestelle Nussbaumerstraße für Fußgänger und Bahnfahrende viel zu klein ist. Um dem starken Gedränge zu entkommen, überqueren so viele auch bei rot die Straße.

Schülerlotsen gesucht
Die Resonanz auf ihre Aktionen, so berichtet Stephanie Hartmann, war bei den Kindern überwältigend: "Einige Eltern erzählten, sie brauchten keinen Wecker für die Kinder, sie mussten nur VERKEHRSPROJEKT sagen und prompt saßen die Kinder senkrecht im Bett."

Und auch weitere Pläne gibt es schon. Stefanie Hartmann: "Wir werden als nächstes einen Brief an die Eltern schreiben und eine Liste wird am schwarzen Brett hängen, so dass sich Eltern hoffentlich zahlreich als Schülerlotsen eintragen. Auch wenn jeder nur einmal kann, könnten wir über einen langen Zeitraum die Kreuzung sicherer gestalten und weiter zur positiven Verwirrung der Jugendlichen und Erwachsenen beitragen, indem unregelmäßig und punktuell Schülerlotsen die Fußgänger begleiten."

Die Aktionswoche "Schule und Verkehrssicherheit" ist eine Initiative der nordrheinwestfälischen Landesregierung, an der landesweit insgesamt 160 Schulen teilnehmen. "Der VRS ist mit der Koordinierungsstelle des "Netzwerks verkehrssicherer Städte und Gemeinden" seit ein paar Jahren maßgeblich an nachhaltiger und wirkungsvoller Verkehrserziehung in der Region beteiligt", so der VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Zum Projekt "Schulwegsicherheit" arbeitet der VRS eng mit verschiedenen Schulen zusammen und verteilt regelmäßig mit Unterstützung von Sponsoren hochwertige Unterrichtsmaterialien. Weitere Aktionen des VRS-Netzwerks sind die "Schulwegdetektive", "Radwegdetektive" und der "Walking Bus".



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