28.10.2008

3. Netzwerk-Fachtagung nimmt Faktor Stadtplanung in den Focus

Ohne gute Planung keine Verkehrssicherheit.


Köln, 28. Oktober 2008. Zum dritten Mal trafen sich am Montag und Dienstag (27. und 28. Oktober) knapp 200 Expert/inn/en und Fachleute aus den Kommunen und Kreisen unserer Region sowie verschiedener Forschungseinrichtungen zur Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland".

Stadtplanung als Grundlage für Verkehrssicherheit
In verschiedenen workshops erarbeiteten die Teilnehmer/innen aus den Stadtverwaltungen der Netzwerkkommunen, der Polizei, der Verkehrsunternehmen und verschiedener Verbände Handlungsansätze für die praktische Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort. Im Focus stand das Thema "Stadtplanung als Grundlage für Verkehrssicherheit". Außerdem traten elf Städte und zwei Kreise der Region Aachen sowie die Stadt Hennef dem Netzwerk bei. Freuen durften sich die Koordinatoren schließlich über eine renommierte Auszeichnung: Im Rahmen des ADAC-Wettbewerbes "Kinder sicher unterwegs in Städten" erhielt das Netzwerk den ersten Preis für hervorragende Verkehrssicherheitsarbeit.

Ohne gute Stadtplanung ist Verkehrssicherheit oft kaum realisierbar - das ist die These, welche die Teilnehmer/innen der Fachtagung des Netzwerkes "Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland" bei ihrem diesjährigen Treffen in den Mittelpunkt der Diskussion stellten.

Kommunale Investitionen in die Zukunft
Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der VRS GmbH erläuterte den Hintergrund: ""Kinder- und seniorenfreundliche Verkehrssicherheitsarbeit - kommunale Investitionen in die Zukunft" - so lautet der Titel unserer diesjährigen Fachtagung. Unser Ziel ist es, die Potenziale einer qualifizierten Verkehrssicherheitsarbeit für die Städte und Gemeinden als attraktive Wohn- und Wirtschaftsstandorte deutlich zu machen. Gerade für junge Familien und ältere Menschen sind eine hohe Aufenthaltsqualität, ein gut ausgebautes Fuß- und Radwegenetz sowie ein attraktives Bus- und Bahnangebot wesentliche Kriterien, nach denen sie ihren Wohnort wählen. Sie sind gleichzeitig damit auch die Bausteine einer qualifizierten Verkehrssicherheitsarbeit. Gerade die Planung spielt hierbei eine wesentliche Rolle - auch hier möchten wir die Kommunen tatkräftig unterstützen."

Auch der Sprecher der Geschäftsführung der Unfallkasse NRW Josef Micha betonte die Wichtigkeit einer auf Verkehrssicherheit ausgerichteten städtebaulichen Planung: "Die Aufgabe besteht nicht nur darin, Kinder verkehrsgerecht zu erziehen. Vielmehr muss der Verkehr kindgerechter gestaltet werden". Landrat Rolf Menzel, VRS-Verbandsvorsteher und Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, ergänzte: "Zunehmend sind wir gefordert, das Mobilitätsverhalten älterer Menschen in unserer Arbeit zu berücksichtigen. Denn diese an "Lebensjahren Reicheren" haben ebenso wie andere Gruppen von Verkehrsteilnehmern natürlich auch spezifische Bedürfnisse und Notwendigkeiten für ihre Sicherheit im Verkehr."

Neue Kommunen und Kreise aus der Region Aachen und Hennef treten Netzwerk bei
Der Präsident des Regierungsbezirkes Köln Hans Peter Lindlar sprach vor den Teilnehmer/innen der Tagung davon, die Arbeit des Netzwerkes "bringe die Region erheblich voran". Er gratulierte den dreizehn neu hinzu gekommenen Kommunen und Kreisen aus der Region Aachen (Selfkant, Gangelt, Waldfeucht, Wassenberg, Wegberg, Geilenkirchen, Simmerath, Eschweiler, Titz, Nörvenich, Aachen und die Kreise Düren und Heinsberg) sowie der Stadt Hennef zu ihrem Beitritt und appellierte an alle kommunalen Vertreter, der Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort die Position zu geben, "die sie zum Erfolg braucht: Ganz oben auf Ihrer Agenda!"

Lindlar und Menzel gratulierten den Koordinatoren des Netzwerkes zudem zu ihrer durch den ADAC am 28. Oktober 2008 erhaltenen Auszeichnung für hervorragende Verkehrssicherheitsarbeit, "Kinder sicher unterwegs in Städten". "Das Engagement und der Initiativgeist des Netzwerkes schaffen beste Voraussetzungen für unsere Region und haben großen Vorbildcharakter" - so lautete das einhellige Lob.


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